25.01. – 27.02.2023 | ABEL TASMAN – MARAHAU – BLENHEIM
Es hieß mal wieder Abschied nehmen – diesmal vom Abel Tasman, doch nur ganz kurz. Denn wir fuhren eigentlich nur auf die andere Seite des Berges, dafür mussten wir „nur“ den Takaka Hill wieder mal überwinden. Doch bevor es nach Takaka ging, dachten wir, wir könnten einen einen bis dato von uns noch nicht entdeckten Weg fahren. Wir wussten nicht so recht wo der hin ging, aber dachten, wir probieren es einfach mal…
wie Nelson uns wieder nicht überzeugen konnte…
Eigentlich ganz einfach, sollte der Weg nach Awaroa und zum Awaroa Inlet – sowas wie eine Bucht in der Bucht – führen, doch an kamen wir in Totaranui. Klingt schräg? Wir fuhren auf die Schotterpiste, immer entlang des Berge hinauf auf den Pass und uns kamen irgendwann eine Vielzahl von Campern entgegen. Dabei stand am Eingang, dass die Straße für CamperVans eher nicht geeignet ist. Die Straße war nicht nur eng, sondern vor allem von scharfen und engen Kurven geprägt und die Sicht war an diesem regnerisch trüben Tag auch nicht sonderlich gut. Der Staub hinter den Autos tat sein übriges, so dass unsere Karre mal wieder aussah wie Drecksau. Ok, ehrlicherweise muss man sagen, dass es zwischenzeitlich gar nicht sauber wurde.
Wenn man aber die Gelegenheit hatte und die Sicht, dann sah man stark bewachsene Berge mit riesige Farnbäumen, die quasi alles überstrahlten. Auf dem Hinweg war die Sicht aber wie schon gesagt, ziemlich eingeschränkt. Als wir in Totaranui ankamen, war es vor allem um das Häuschen mitten auf dem Platz sehr voll. Viele Touristen mit großen Rucksäcken standen sowohl am Häuschen als auch am Strandaufgang. So richtig verstehen konnten wir das nicht, erst am Folgetage verstanden wir warum wieso weshalb. Da es von Totaranui nicht weiter ging und die Straße hier endete, drehten wir um und fuhren wieder in die Suppe hinein und über den Pass bis nach Wanui und weiter zum Takaka-Hill, um dann über den Pass nach Nelson zu fahren. Dort suchten wir eine Töpferei, wo wir beim ersten Besuch schon eine Tasse gekauft hatten. Leider war niemand in Galerie und auch der Sohn konnte uns nicht helfen, so dass wir leider ohne Tasse heimmussten. Denn der Töpfer sollte erst am Samstag wieder da sein und wäre dann auf dem Markt in Nelson. Aber am Samstag ging unsere Fähre nach Wellington, daher kam das leider nicht in Frage. Da das Wetter selbst in Nelson, der sonnenverwöhntesten Stadt Neuseelands, zu wünschen übrig ließ und uns die Stadt an sich nicht so richtig anmachte, fuhren wir weiter nach Marahau ohne größere Umwege. Nur am Schiffswrack machten wir einen kurzen Fotostopp, waren aber auch hier zeitlich etwas neben der Spur, denn wir erwischten es wieder nur bei Ebbe. Und es bleibt eben ein hässliches altes Wrack, dass die Umgebung verschandelt. Dennoch ist´s ein beliebter Foto Spot.



Vom Wrack ging es dann zur Unterkunft, wo wir eincheckten und uns dann noch zu einem der zwei Restaurants am Ort begaben, um zu Abend zu Essen. Aber vorher gabs noch unsere „Lieblingsvögel“, die wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegen rennen und wo der Kamm immer einen Schritt vorauswackelt. Da die aber immer so fix unterwegs sind, war´s gar nicht so einfach, die überhaupt aufs Bild zu bekommen.
Aber hier sind die Bilder des Wackeldackel (Schopfwachtel) und ein paar Impressionen vom Strand…




Minikreuzfahrt und Ozeanbad
Für den nächsten Morgen hatten wir eine Wassertaxi Tour durch den Abel Tasman Nationalpark gebucht, die uns von Kaiteriteri bis nach Totaranui und wieder zurück bringen sollte. Kaiteriteri lag etwas südlich von Marahau und Totaranui ganz im Norden des Nationalparks. Dazu muss man vielleicht sagen, dass die Strände und Wanderwege entlang dieses Nationalparks nur mit Wassertaxi erreicht werden können, da es im Nationalpark kaum Straßen gibt. Die Taxis fahren zwischen den verschiedenen Buchten hin und her und liefern Wanderer oder Sonnenhungrige, die an einem ruhigen Strand liegen wollen, ab und holen sie auch wieder ab. Die gesamte Bucht hat etwa eine Länge von 40 km und da wir nicht so richtig Lust auf Wandern hatten, buchten wir einfach nur eine Rundfahrt ohne an einem der Strände auszusteigen. Insgesamt waren wir etwa 4 h unterwegs und genossen die Aussicht vom Oberstübchen mit einer frischen Brise um die Nase. Nur einmal fielen ein paar Tropfen vom Himmel, die sich aber schnell wieder verpieselten und das Aussichtsdecke freundlicherweise einmal leerten. Viele kamen nämlich nicht mehr an Deck.
Nach unserer kleinen Kreuzfahrt wollten wir noch zum Split Apple Rock (Gespaltener Apfelstein), was wir auch taten. Ein kleiner Fußmarsch durch den Busch und schon standen wir an einem sehr leeren Strand. Ein paar andere hatten sich ebenfalls hierhin verirrt, hatte aber mit bedeutend mehr Menschen gerechnet. Einige waren ins kühle Nass gesprungen und ein paar hatten sich sogar auf den Weg zum Stein gemacht. Da grade noch Flut war, war der Strand recht schmal, so dass wir, um eine gute Position zu haben, ein bisschen durchs Wasser warten mussten. Doch kein Problem, Schuhe und Socken aus, Hose hochkrempeln und los ging es. War jetzt auch kein mega Marsch, sondern nur um einen umgekippten Baum herum. Hinter dem Baum hatten wir dann ein paar Steine gefunden, wo wir unsere Sachen ablegen und auch Fotos machen konnten. Da wir cleverer Weise unsere Badesachen mitgenommen hatten, hieß es nun, Sachen runter und ab in das türkisfarbene Wasser. Es war nicht wirklich warm, aber eisig war es auch nicht. Und da lagen wir nun im Wasser und haben bisschen rumgeschwimmelt. Das Wasser war aber salziger, als ich gedacht hatte und so schmeckte jeder Schluck entsprechend. Die Devise hieß also: Kein Wasser schlucken. Stefan bemühte sich dann, per 10 Sekunden Auslöser ein paar Fotos zu machen, was gar nicht so einfach war, denn Ebbe hatte bereits eingesetzt und der Weg ins Wasser wurde immer länger.
Pro Minute zieht sich das Wasser etwa 1,5cm zurück. Ihr könnt es Euch also ausrechnen und dann noch der Wiederstand des Wassers beim Reinlaufen. Da sind 10 Sekunden keine Welt. Aber irgendwie haben wir doch noch ein Bild von uns beiden im Wasser hinbekommen. Da es dann aber doch kühl wurde, verpieselte ich mich zurück an Land und Stefan schwamm die Strecke zum Felsen um ganz nach Instagram-Manier zu Posen.
Danach verbummelten wir noch etwas Zeit am Strand, der sich mit einem Schlag nochmal mehr geleert hatte und friemelten mit der Langzeitbelichtung rum, aber das hat gut Spaß gemacht. Konnte von dem blöden Felsen gar nicht genug bekommen, bis Stefan mich quasi am Schlafittchen packte und wir den Rückzug übten.



Danach ging es nach Motueka zum Essen und siehe da, wir haben die Höllenmaschine fotografiert und natürlich auch mal das Softeis, das wir schonmal hier erwähnt hatten.


Von Marahau nach Blenheim
Nun hieß es Tschüss Abel Tasman, Tschüss Marahau und auf ins größte Weinanbaugebiet Neuseelands. Doch bevor wir überhaupt einen Schluck probierten, hieß es erstmal die Strecke abzureißen. Wir hatten diesen Tag als reinen Fahrtag so geplant, dass wir, wenn der blöde Töpfer am Freitag dagewesen wäre, wir nochmal nach Nelson hätten fahren können. Doch nun sparten wir uns den Weg nach Nelson und fuhren direkt den Lake Rotoiti im Nelson Nationalpark an. Doch vorher mussten wir in Motueka noch etwas recherchieren. Wir hatten nämlich felderweise Bäume gesehen, wo wir aber nicht wussten, welcher Obstbaum das war. Die Bäume waren ähnlich wie Spalierobst angebaut, jedoch statt in der Breite am Spalier entlangzuwachsen, wurde das Spalier eher so gebaut, dass die Bäume eine Krone in Form eines Daches entwickelten. Kriege es leider gerade nicht richtig erklärt grad, daher mal das Ergebnis, was es für eine Frucht bzw. was für ein Baum es war:

Danach ging es weiter zum Lake Rotoiti. Der Gebirgssee mit seinem Steg gehört zu den am meisten fotografierten Motiven im Nelson-Seen-Nationalpark. Wir hatten nicht ganz so nettes Wetter, dafür aber den Steg fast für uns allein, wären nicht die 100000 Sandfliegen da gewesen, die uns wie hungrige Hyänen anfielen. Also schnell Fotos machen und Abmarsch. Doch Halt Stopp, wir klatschten uns ordentlich mit Mückenspray ein und liefen nochmal auf den Steg. Unterhalb des Stegs lebte übrigens eine riesige Aal-Familie. Die hat wohl ein Vogel vorbeigebracht? Gelesen habe ich nur über Forellen, die im See ausgesetzt und geangelt werden dürfen, von Aalen war da nicht die Rede. Einer der Aale schnappte dann noch nach einer Ente – das sah auch bisschen kurios aus. Der Steg und die Bootsrampen wurden nun von zwei Schiffen besetzt, so dass wir dann doch wieder zum Auto gingen und zu einem zweiten Steg fuhren, wo zwei Kinder fleißig in den See sprangen. Dort bekamen wir dann doch noch ein ordentliches Bild von uns hin, den das hatte im ersten Anlauf nicht so recht funktioniert.

Nach dem See ging es dann weiter immer entlang des Wairau-Rivers, der auch für das Tal Namensgeber ist, in dem ein Großteil der Weine angebaut wird. Wir bauten noch einen kurzen Drohnenstopp am Fluss ein, doch viele Flüsse sind aktuell sehr sehr reduziert in der Wassermenge, so auch der Wairau-Fluss. Bereits etwas außerhalb von Blenheim fanden wir dann das erste große Gebiet mit Weinreben noch und nöcher. Da die Einfahrt zu dem Weingut frei war, nutzen wir die Chance und schauten uns das Ganze einfach mal von oben an. Im Gegensatz zu ins in Deutschland, wo vor allem AM Berg Wein angebaut wird, ist hier fast alles auf ebener Fläche. Und wirklich, bis an den Fuß des Berges gebaut.



Wir erreichten dann irgendwann auch Blenheim, wo wir in unserer Unterkunft eincheckten und fuhren dann nochmal Richtung Meer, an einen menschenleeren Strand. Eigentlich wollten wir zu einem Leuchtturm, doch uns gefiel der Strand und so gingen wir lieber auf Muschel- und Treibholzsuche. Der Strand war wild, rau und übersäht mit Muscheln, Baumstämmen, Seegras, Ästen…und Spuren von Buggys und Pferden. Doch das kam uns eben ganz recht.
Glücksbärchen wie wir sind, was das eine gute Entscheidung, denn zum Leuchtturm kommt man gar nicht so einfach, wie wir im Nachgang feststellen mussten. Außerdem hatten wir auch noch Glück mit der Uhrzeit, denn aktuell gibt es von 20 Uhr Abends Sperrungen auf dem Pass, der von der See nach Blenheim führt. Wir schlüpften grad noch so mit dem Auto auf den Pass, bevor er 10 Minuten nach uns geschlossen wurde.
Nun fehlte nur noch was Essbares im Magen. Da Blenheim eine ganz gute Auswahl an Restaurants hat, konnten wir auch mal wieder was anderes als Burger/Fish & Chips und Co essen. Nämlich Japanisch!
Nun aber zu den Bildergalerien:

Bildergalerie

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PS: So langsam geht der Urlaub zu Ende…Es kommen also nicht mehr so viele Beiträge. Es fehlt noch unser Kurztrip nach Wellington und dann die zwei kommenden Tage in Kaikoura und Christchurch. Am Donnerstag heißt es dann wohl oder übel ByeBye Neuseeland. Was ich aber eigentlich sagen wollte, ich hab ein bisschen aufgeholt 🙂
Nun aber viel Spaß!









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