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Lazy Days – Entspannte Tage

Lazy Days – Entspannte Tage

20.01. – 22.01.2023 GREYMOUTH – CAPE FOULWIND – ABEL TASMAN

Guten Tag zusammen, heute gibt es eine kleine Zusammenfassung unserer eher faulen Tage. Man merkt dann doch irgendwann, dass das Pulver langsam verschossen wurde. Und die teils langen Autofahrten einem auch etwas in den Knochen stecken. Da ganz faul sind wir dann doch meist nicht…

Und so haben wir nach einem netten Frühstück bei Al und Rosi ausgecheckt und die beiden selbst mit dem Camper in den Urlaub fahren lassen. Fast hätten sie mich noch mitgenommen, denn Stefan musste noch Bargeld holen und ich stand etwas verloren vor der Unterkunft. Und so meinte Al zu mir, wenn Stefan nicht zurückkommen würde, dann könnte ich ja bei ihnen mitfahren 🙂

Von Greymouth nach Cape Foulwind

Aber keine Sorge, Stefan kam wieder mit der Knete und wir checkten aus und fuhren los nach Norden in Richtung Cape Foulwind. Der Weg dorthin war nicht so weit und der Himmel war an diesem Tag recht grau und so hofften wir, relativ schnell die Strecke zurückzulegen. Doch wie das dann meist so ist, hat es doch länger gedauert. Wir hielten an der ein oder anderen Bucht und machten ein paar Fotos. Dann aber ging es zu unserem einzigen geplanten Zwischenstopp zu den Pancake Rocks. Doch dann brachen wir den Plan mal wieder und bogen auf eine Schotterstraße ab, um die Punakaiki Swing Bridge zu überqueren. Wie schon erwähnt, der Himmel war grau und nun gabs auch noch schönen Sprühregen vom Feinsten. Auf dem Weg zur Hängebrücke stachen uns schon einige Pancake Rocks ins Auge. Eben etwas anders und ohne Wasser, aber von der Struktur doch sehr ähnlich zu denen, die wir uns später noch anschauen wollten. Ich schnappte mir meine Regenjacke und stiefelte aus dem Auto, damit ich das eben auch mal bildlich festhalten konnte, denn alle rennen immer zu den Pancake Rocks und hier war kein einziger Mensch unterwegs. Auch die Brücke war verlassen. Auf dem dazugehörigen Parkplatzen standen zwar zwei Autos, aber wir vermuteten, dass die hinter der Brücke einen der Wanderwege in Angriff genommen haben. Das aber sparten wir uns dann doch ob der Wetterkapriolen am Himmel.

Da das nur ein sehr kurzer Ausflug war, ging es direkt weiter zu den „offiziellen“ Pancake Rocks. Der Parkplatz war hier zur Mittagszeit gut gefüllt und wir überlegten, ob wir nun aussteigen oder nicht. Da wir aber am Himmel blaue Flecken sahen, beschlossen wir unsere Regenjacken überzuwerfen und loszumachen. Und siehe da, kein Mensch war auf dem Pfad, der oberhalb der Pancake Rocks entlangläuft. Es nieselte nur noch sehr leicht und schlussendlich kämpfte sich die Sonne durch die Wolken und bescherte uns ein wohlig feuchtwarmes Klima. Es dampfte nicht nur der Boden, nein auch Stefan und ich dampften und da Stefan leider wirklich jede Sandfliege von mir auf sich lenkt, musste er seine lange Hose und Jacke anbehalten, während ich meine Jacke wieder im Rucksack verstauen konnte. Wir dampften also den Weg entlang und nach 3/4 des Weges wurde es schlagartig voll, so dass wir schnell die Flucht ergriffen und wieder ins Auto sprangen.

Wir wollten dann noch einen Kaffee kaufen, aber da die Schlange so voll war, fuhren wir in den nächsten Laden, den wir von der Straße aus entdeckten und kauften das braune Gold für die restliche Weiterfahrt. Die verlief zwar unspektakulär, aber das war für diesen Tag auch ok. Als wir dann bei unserer Unterkunft in Cape Foulwind ankamen, hatten wir nicht nur Sonne, sondern auch wieder unser Häuschen auf den Dünen mit einem atemberaubendem Blick auf den Pazifik. Die Brandung war teilweise so laut, dass wir die Fenster zu machen mussten. Aber wie gesagt, der Blick entschädigte für alles.

Wir gingen nochmal los um ein paar Einkäufe zu machen und liefen später noch an den Strand hinunter, da wir einen dicken Seelöwen am Strand haben sitzen sehen. Dummerweise haben wir keinen Abgang gefunden und so hätten wir sicherlich 2 km laufen müssen, um zum Seelöwen zu kommen. Dafür fanden wir andere Kreaturen am Strand die wir so auch nicht kannten. Nämlich diese hier:

Bluebottle – oder auch Portugiesische Galeere – stamm aus der Gattung der Seeblasen

Als wir wieder zurück zum Haus fuhren, wollte unsere Vermieterin grade an den Strand um eine Runde in den Pazifik zu hüpfen. Wir fragten sie dann, wie man direkt an den Strand runtergehen könnte und statt lange zu warten, folgten wir ihr und konnten so etwas näher an den Seelöwen ran. Der lag nämlich quasi vor unserer Tür und wir konnten ihn von der Terrasse aus sehen. Als Jill mit dem Baden fertig war, plauderten wir noch kurz über den Seelöwen, der ein kräftiges Männchen war und wohl den Kampf in der Kolonie verloren hat und somit erstmal solo unterwegs war.

Zurück im Haus gab es noch nen dollen Sonnenuntergang auf der Terrasse und wir hatten für den nächsten Tag nichts, aber wirklich nichts geplant! Einfach mal auf der Terrasse abgammeln hieß das Motto.

Hier ist der Pfundskerl:

Ich glaube er lag vier Stunden rum – als wir dann in der „Nähe“ standen, hat er gewunken und ist auf und davon
Cape Foulwind

Wie schon gesagt, den Tag hatten wir nichts geplant, außer bisschen bloggen, Bilder sortieren und entspannen. Das taten wir dann auch in vollen Zügen. Doch irgendwann juckte es mich dann doch und die Hummeln im Popo sagten, auf auf, irgendwas müssen wir noch anstellen. Direkt am benachbarten Strand gibt es eine Seehundkolonie (von der wohl auch der Dicke oben kam) und die wollten wir uns nochmal anschauen. So fuhren wir rechtzeitig los, um dann auch gleich noch den Sonnenuntergang am Strand mitzunehmen. Der Weg zur Kolonie an sich ist recht einfach und es gibt einen schönen Aussichtspunkt oberhalb der Kolonie. Doch irgendwie war kaum jemand da. Vermutlich alle unterwegs auf See, die heute hier ordentlich an die Küste und auch die Sonnenplätze der Seehunde knallte. Vielleicht war das den Tieren diesmal etwas zu ungemütlich und so haben sich einige der vorhanden Tiere in eine kleine Nebenbucht zurückgezogen. Da wie gesagt kaum Tiere da waren, gingen wir noch ein paar Schritte weiter zu einem Wegweiser, den ich unbedingt nochmal mit uns in Szene setzen wollte…

Danach ging es runter an den Strand, wo die Sonne innerhalb von Minuten direkt im Meer versank und wir langsam den Rückzug in unser Hütte antraten. Ihr merkt, der Tag war wirklich faul und entspannt 🙂

von Cape Foulwind in den Abel Tasman

Wir verabschiedeten uns aus Cape Foulwind und nun ging es quer durch die Walachei nach Takaka bzw. nach Wanui. Die Strecke war zwar nur 300 km, doch wir mussten über einige Berge und die Strecke zog sich ganz schön. Wir fuhren vorbei am Buller Gorge, wo wir eigentlich nochmal die Hängebrücke wie bei unserem letzten Besuch machen wollten. Doch da es sehr voll war, haben wir uns gedacht, auch egal, kennen wir ja eh schon. Und so setzten wir unsere Fahrt gemächlich fort, immer entlang des Buller Flusses bis ins Hopfenanbaugebiet und rüber ins Obstanbaugebiet nach Motueka. Von dort ging es dann über den Takaka Berg, einer echt gemeinen und sehr verschlungenen und kurvigen Passstraße. Da brauchten wir beide erstmal nen Kaugummi, um dem kleinen Spuckgeist eins auszuwischen!

Vom Fuße des Takaka Berges ging es nach Takaka und von dort nach Wainui, vorbei an tollen Stränden. Und nun standen wir vor der nächsten Herausforderung. Unsere Hütte lag nämlich auch auf einem Berg, ganz oben, mit Blick auf die Bucht. Die Straße nach oben? Schotterpiste. Aber wir schafften es und wurden mit einem tollen Blick über die zu dem Zeitpunkt recht leergefegte Bucht belohnt und wir bekamen netten, aber vor allem neugierigen und gefräßigen Besuch von einem Weka, der es sich in unserem Tiny House bequem machen wollte. Alle Infos zu unserm Gast findet ihr natürlich in der Galerie.

Jetzt heißt es aber gute Nacht von uns und gleichzeitig ein gutes Stichwort, denn am ersten Abend im Abel Tasman konnten wir einen etwas genaueren Blick auf die Milchstraße erhaschen…

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