7.30 Uhr – ha, ja genau. Früher als sonst sind wir heute aus dem Bett gefallen, denn so langsam nähert sich unsere Reise dem Ende. So stand heute noch die Rückfahrt von Sortland (okay, der Weg war etwas weiter weg) nach Bodo auf dem Plan, sowie Sachen packen und die Unterkunft soweit aufräumen…
Also sortierten wir zuerst unsere Klamotten, so dass wir am Abend nur eine Tasche mit ins Hotel nehmen mussten. Das ging recht fix. Danach gab es Frühstück vorm Fenster mit einem tollen Ausblick auf den Fjord bei Sonnenschein und dann ab ins Auto, auf nach Richtung Bodo.

Zuerst mussten wir nach Lodingen, wo wir mit der Fähre auf das Festland übersetzen wollten. Lodingen liegt auf der Insel Hinnøya, die politisch sowohl zu den Lofoten als auch Vesteralen gehört, geografisch jedoch rein zur letzteren Inselgruppe. Es ist nach Spitzbergen die größte Insel Norwegens. Die größte Siedlung, Harstadt, haben wir jedoch ausgelassen und fuhren daher direkt, mit ein paar Fotostops zum Fähranleger, den wir etwa eine halbe Stunde vor der Abfahrt der Fähre erreichten.
Doch kurz bevor wir am Fähranleger ankamen, flitzte noch etwas über die Straße direkt in den Fjord hinein…aber was war das? Ein Otter – oder zumindest etwas in die Richtung. Stefan trat in die Eisen, schnappte sich die kleine Kamera und flitze an den Straßenrand, um unten in den Fjord zu schauen und siehe da – es war wirklich ein Otter, der sich grad was leckeres zu Fressen besorgt hat. Wenn jemand sachdienliche Hinweise hat, worum es sich bei der Beute handelt, immer her damit. Wir haben schon einige Sachen gegoogelt, aber nichts entsprechendes gefunden, was es sein könnte. Es hat zumindest etwas wie ne Flosse – ob es ein Seeteufel ist – nun, wir wissen es nicht.

Auf der Fähre haben wir dann unsere Tickets gekauft für knapp 40 Euro und uns dann draußen am Heck rausgestellt und uns den Wind um die Nase pusten lassen. Gut, dass wir uns warm angezogen hatten. Wir konnten zum Abschluss nicht nur noch einen Blick auf die Vesteralen sondern auch auf die Lofoten werfen, die am Horizont auftauchten. Nach etwa einer Stunde erreichten wir dann Bognes, was bereits auf dem Festland Norwegens liegt. Wir folgten nun weiter der E6 Richtung Süden, immer eng an der Grenze zu Schweden entlang, denn an dieser Stelle Norwegens ist das Land sehr schmal und Schweden quasi nur einen Steinwurf entfernt.
Wie schon den ganzen Tag hielten wir die Augen offen, ob wir nicht doch noch ein paar Elche sehen werden, aber der Schnee war an den Straßenrändern so hoch, dass man nicht wirklich dahinter schauen konnte. Entsprechend die Ausbeute – quasi Null. Okay, mit einer Ausnahme…
Also wir morgens Sortland verlassen hatten, erwischten wir 3 Elche im Straßengraben, aber ich war so aufgeregt, dass ich das Bild verwackelt habe. Dennoch stellen wir es mal in die Mediathek. Es war jedenfalls ein Junges und guckte so schön bedröppelt 🙂

Aber wie gesagt, für den Rest des Tages ließ sich kein Elch mehr blicken. Aber halb so wild. Wir wollten noch einen Zwischenstopp an einem Wasserfall machen, taten wir auch, doch leider war der Weg zum Wasserfall nicht geräumt und wir hatten die Skihosen nicht an. Stefan ist trotzdem durch den meter-hohen Schnee gestapft…und kam mit eine kleinen Ausbeute zurück. Danach ging es dann aber immer weiter und grade Richtung Bodo, ohne große Zwischenhalte, denn die Landschaft veränderte sich auch zunehmen. Von schroffen, hohen Bergen mit über 1 Meter Schnee, zu abgerundeten flacheren Bergen, mit nicht gefrorenen Seen und an sich weniger Schnee. In Bodo selbst ist fast gar kein Schnee mehr sichtbar, nur im Hintergrund die Bergketten sind noch weiß. Dafür regnet es schon die ganze Zeit.
Wir haben jetzt dann auch bei „Egon“ zu Abend gegessen und sind pappsatt auf dem Zimmer und können von hier direkt auf den Hafen von Bodo schauen. Übrigens gibt es eine Verbindung zwischen dem Restaurant Egon und der Olsenbande…falls die noch wer kennt. Ich sag nur: Egon hat einen Plan….
So, morgen geht es dann leider zurück nach Deutschland. Drückt die Daumen, dass mit den Flügen alles soweit klappt und wir auch unser Auto wieder ordentlich abgeben können. Gegen 20 Uhr sollten wir dann vielleicht wieder „ansprechbar“ sein.
Bis dahin,
Farvel Lofoten og Vesteralen
PS: Wir sind übrigens, ohne Fährfahrten, mit dem Auto ca. 1350 Km durch die Gegend gerauscht und unser Auto hat gute Dienste getan. Wir sind froh, lieber etwas mehr in das Auto bzw. die Größe zu investiert zu haben und heile und sicher durch die Winterlandschaft gekommen zu sein. 🙂









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