Heute waren wir etwas planlos. Nachdem wir vergleichsweise ausgeschlafen und in aller Ruhe gefrühstückt hatten, versuchten wir erstmal unsere Airline zu erreichen, die unseren Flug von München nach Stuttgart gecancelt hat. Doch leider vergebens. Dazu war das Wetter heute eher mau – Schneeregen, Regen und sehr tief hängenden Wolken. Doch irgendwann haben wir uns dann doch aufgerafft und sind ins Auto gestiegen, da wir noch einkaufen mussten…
Und so haben wir uns heute an der Westküste von Langøya entlang gehangelt und sind dann auf die nächste Insel mit dem Namen Hadseløya gefahren. Doch bevor wir auf der zweiten Insel ankamen, erwischten wir noch ein paar Elche, leider die einzigen heute, die sich überhaupt richtig zeigten. Die hielten es wohl wie wir mit dem Wetter…
Auf Hadseløya liegt zum einen das Örtchen Stokmarknes, Wiege der Hurtigruten, und zum anderen der kleine Ort Melbu, der über einen Fähranleger verfügt. Warum das wichtig ist? Naja, so wichtig ist es gar nicht, aber es ist der Fähranleger, der die Lofoten mit den Vesteralen verbindet. Wir führen als gemütlich auf Langøya herum, auch wenn das heute durch das Wetter nicht so angenehm war, da die Straßen sehr matschig waren. Doch für ein paar Bilder entlang der Strecke konnten wir doch immer mal wieder halten. Angekommen in Melbu haben wir uns erstmal einen Kaffee und was zum Naschen gegönnt und sind dann an der Westküste zurück nach Stokmarknes. Zwischenzeitlich hatte sich der Himmel zumindest etwas geöffnet und an einigen Stellen blitzte nicht nur blauer Himmel hervor, sondern auch die Sonne.

In Stokmarknes kamen wir erst gegen 16 Uhr an, so dass wir das Museum nicht mehr besichtigen konnten, da es eben nur bis 16 Uhr auf hatte. Das Museum widmet sich der Geschichte der Hurtigruten und deren Entstehung. Derzeit wird eine eigene Halle für das ältere Hurtigrutenschiff „Finnmarken“ gebaut, so dass auch ein originales Schiff besichtigt werden kann, jedoch erst ab Sommer 2020. Wäre das schon offen, hätten wir es vielleicht morgen uns angeschaut, aber so werden wir die Zeit wohl anderweitig nutzen. Stokmarknes ist übrigens der Gründungsort der Postschiffe.
In Stokmarknes sind wir dann noch schnell einkaufen gegangen und haben uns schön original Fischburger zum Abendbrot gemacht. Und die Fischbuletten sind hier einfach geilomato, weil voll geil eben. Viel Fisch und keine Panade oder so Krimskram, und der Fish aus der Region! Also echt gut, auch die Brötchen, die wir dafür gekauft haben. Ein Träumchen! Okay, ich schweife ab. Eigentlich wollten wir nach dem Einkaufen wieder zurück ins unsere Unterkunft, aber kurzentschlossen fuhren wir nochmal zum Sami-Dorf, wo die Rentierherde ist. Und diesmal war es noch nicht zu dunkel, so dass wir auf ein paar Fotos hofften. Doch statt dunkel, kam von oben ein Schwall Schneeregen – Regen – Matsch vom Himmel, so das wir innerhalb von 2 Minuten durch waren. Die Kamera war mehr nass als alles andere und die Tiere wollte auch nicht so recht näher kommen. Wir saßen schon wieder im Auto, als sich dann eines der Leittiere doch noch nach vorne traute und sein hübsches Geweih zeigte. Da hatte es dann schon wieder aufgehört mit der Soße von oben, so dass ich wieder den Schneeberg hochstiefelte 🙂

Danach ging es dann aber doch zurück mit dem üblichen Prozedere am Abend: Essen – Bilder sortieren – Blog schreiben.
Für Morgen haben wir uns vorgenommen, den nord-westlichen Teil von Langøya zu erkunden. Denn dieser Inselteil ist durch den Eidsfjorden getrennt von dem Teil, wo wir heute rumgefahren sind und auch unsere Unterkunft haben.
Eventuell, je nach Laune und Wetter werden wir uns noch das kleine Fischerdorf Nyksund, ganz im Norden der Insel anschauen.
Bis dahin!









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