8 Uhr, der Wecker klingelt, wie fast immer. Jetzt ist es kurz vor 10 Uhr, aber es ist bereits Montag und wir sitzen beim Frühstück direkt mit Ausblick auf den kleinen Hafen von Ballstadoya. Die Sonne lacht herrlich aufs Wasser hinab und die Berge haben immer noch ihre weißen Kappen. Gestern wurd es recht spät, daher schreiben wir erst heute…
Daher jetzt ein Blick zurück auf gestern, ihr wisst ja, schnell schreiben ist besser als aufschieben, dann klappt das immer nicht mit den Beiträgen. Also geht´s jetzt los…
Um 8 Uhr (hehe) hat der Wecker wie immer geklingelt und wir konnten aus dem Bett dem Sonnenaufgang überm Meer am Ende der Lofoten zuschauen, da wir direkt mit dem Kopf am Fenster lagen. Wir standen dann doch irgendwann auf, frühstückten im großen Gemeinschaftsraum, wo sich dann auch ein weiteres Pärchen niederließ. Das schienen voll die Sportskanonen, schließlich gabs bei denen nur gesunde Kost, also Bananen und Müsli. Bei uns gab es Ähnliches, okay, bei uns gab es zusätzlich den Nugatti unter den Nougat-Cremes und Marmelade aus der Spritzdose. Tolle Erfindung für unterwegs, wenn man kein Besteck dabei hat.
Wir überließen das Pärchen sich selbst und machten uns auf den Weg Richtung Ballstadoya, wo unsere nächste Unterkunft lag, doch bevor wir ins Auto stiegen, liefen wir noch die Kaimauer in Å hinunter, um nochmal einen Blick auf das Ende der Lofoten zu werfen und auf den kleinen Hafen mit den Rorbuern, also den rot getünchten Häusern auf Holzpfählen überm Wasser. Also zumindest ein großer Teil der Häuser steht am und überm Wasser. Alternative Konstruktionen haben wir im Laufe des Tages auch gesehen, beispielsweise schon mit Findlingen, die übereinander gestapelt waren. Aber dazu später, vielleicht, mehr. Kommt ein bisschen drauf an, ob Stefan das Bild in die Bildergalerie gemacht hat.

Danach ging es aber direkt gen Norden, vorbei an Reine, wo wir ja bereits am Vortag waren, doch diesmal nur mit einem Kurzstop, um das obligatorische Bild von Reine zu machen – im perfekten Sonnenlicht. Kurz vor Hamnoy schneiten wir nochmal bei Anitas Seafood-Restaurant rein, besorgten uns ordentlichen Kaffee, eine Zimtschnecke und einen Kokosbollen – also einen Schaumkuss mit Kokos oben drauf 🙂 Da es noch recht früh war, war der Laden noch nicht wirklich voll, von daher konnten wir uns an die Theke setzen und direkt aufs Meer starren – wobei, eigentlich kommt man ja auch gar nicht dran vorbei drauf zu schauen.
Vorbei an Hamnoy (nur mit Minimini-Stop um es von hinten zu fotografieren und ein paar Seeadler zu beobachten) ging es weiter wie am Tag davor auch, bis auf das wir nicht nach Fredvang fuhren, sondern Richtung Ramberg. Wir folgten immer der E10 und bogen dann spontan in einen Seitenstraße rein, die kaum befahren war. Wir folgten der recht engen Straße die entlang des Nordfjorden verlief, bis wir das Ende der Straße erreicht hatten. Dort ging es dann einfach nicht mehr weiter.

Da wir dort natürlich dann nicht weiterkamen, sind wir die Strecke wieder zurückgefahren und dann Richtung Ramberg. In Ramberg selbst hielten wir an einem Aussichtspunkt direkt oberhalb des Strandes, entschlossen uns dann aber hinunter zu gehen. Man konnte kaum unterscheiden, was Schnee und was Strandsand war, weil beides miteinander verschmolzen ist. Unten angekommen, merkten wir schnell, dass sich ein leichter Film überm Sand gebildet hat, der sich als pures Eis entpuppte. Man musste also höllisch aufpassen, sich nicht auf die Nase zu legen. Wir sammelten ein paar Muscheln, wenn es auch nicht viele waren, haben sie aber wieder zurück an den Strand gelegt.

Der nächste Stop sollte dann Nusfjord werden, ein altes Fischerdorf, das heute vor allem als Hotelanlage dient, jedoch noch sehr ursprünglich ist. Wir fuhren vorbei am halb zugefrorenen Flakstadpollen, einem Fjord (?) der umrahmt wurde von vielen beeindruckenden Bergen. Weiter vorbei am komplett zugefrorenen Storvatnet, der auf der Hintour halb in der Sonne und halb im Schatten lag. Kurz noch zu Nusfjord: Es gilt als eines der am besten erhaltene Fischerdörfer und wir schlenderten ein bisschen hindurch. Es bestand, wie fast alle Fischerdörfer, aus den berühmten Rorbuer-Häusern. Doch vor allem die Möwen haben sich des Dorfes angenommen und es in einer großen Vielzahl bevölkert. Auf einem recht großen Felsvorsprung nisteten die Möwen und oben drauf, da konnte man vom Dorf aus hoch krakseln, war der Wind wieder reichlich frisch – ok, arschkalt trifft es wohl eher, so dass wir schnell den Rückzug antraten.
Wieder vorbei am nun ganz im Schatten liegenden Storvatnet fuhren wir wieder auf die E10 und hielten an verschiedenen Aussichtspunkten an – an Stränden, an endständigen Straßen (Grüße an alle Siedler von Catan Spieler), die gefühlt im Nirgendwo aufhörten und schlussendlich kamen wir gegen 6 Uhr im Hotel in Ballstadoya an. Wir aßen im Hotel ein klassisches Abendessen, Bacalao, also Fisch mit einer Gemüsesoße. Jedenfalls hat es gut geschmeckt, trotz Oliven und Paprika oder was auch immer sich dadrin befand.
Um 22 Uhr brachen wir auf um ein paar Nordlichter zu erwischen. Und Tatsache, direkt um die Ecke unseres Hotel konnten wir einen leichten Streifen sehen, jedoch farblich so blass, das man auch eine Wolke hätte vermuten können. Also fuhren wir weiter, wir wollten eigentlich zum Strand von Haukland, und sahen dann wieder das Licht, das etwas stärker wurde. Stefan stiefelte wieder aus dem Auto und versuchte das noch recht schwache Licht einzufangen. In Gravdal, dem nächsten größeren Ort ging dann aber die Post ab. Vermutlich hätte selbst ein Blinder mit dem Krückstock die Nordlichter gesehen, die über den ganzen Himmel tanzten. Wow – so stark hatten wir sie selbst auch noch nicht gesehen. Stefan ließ alles stehen und liegen und rannte mit der Kamera direkt an den Kai. Auto offen, Auto an…aber man muss ja Prioritäten setzen 🙂

Nachdem das Licht fast erloschen war, setzten wir unsere Fahrt Richtung Hauklandbeach fort, doch hatten dort wenig Glück. Nur viele andere Menschen fanden wir, aber keine Nordlichter mehr. Also fuhren wir zurück zum Hotel, fuhren noch an der Buksnes Kirke vorbei und hielten für ein Foto und lagen dann weit nach 1 Uhr im Bett.










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