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Lieblingsfarbe? Blau!

Lieblingsfarbe? Blau!

Nachdem sich gestern alles um das Grün der Nordlichter gedreht hat, haben wir beschlossen, das zumindest heute Blau unser neuer Farbfavorit ist. Blau in allen erdenklichen Schattierungen und Intensitäten. Zum Beispiel blauer Himmel – blassblau, azurblau, kräftiges Blau, arktisches Blau, Meeresblau – ach…

Blau über blau, so dass ich sogar vergessen habe, ob es nun Blau oder blau heißt. Ich gehe aber davon aus, dass jeder versteht, worum es geht. Nachdem ich heute früh den Blog von gestern geschrieben hatte und Stefan nebenbei Bilder sortiert und beschriftet hat, machten wir uns in Richtung Svolvear auf, was heute unser Endziel sein sollte. Geplant hatten wir eigentlich Henningsvaer, doch irgendwie ist das von unsere Route heute verschwunden. Warum? Wußten wir beide nicht, aber wir haben uns gesagt, drauf geschietert, kann passieren.

Also ging es los in Ballstadoya wo wir noch eine kleine Runde am Ende drehten, eine recht große Farm mit Fischen sahen, die zum Teil noch sehr frisch waren, also noch nicht lange zum Trocknen aufgehängt waren. Aber nicht nur das, wir sahen auch noch zwei Reiher, die am Wasser auf lecker Futter warteten. Weiter ging es vorbei ein wirklich bunt angemalten Rorbuer-Häusern in Pink, Lila, Orange, Waldgrün, Türkis und noch ein paar andere Farben.

Rorbuer mal anders als im klassischen Rot oder Gelb.

Wir hatten ursprünglich geplant, nicht die E10 durch Leknes zu fahren, sondern am östlichen Rand der Lofoten nach Svolvaer zu fahren, mit weniger Stops, doch irgendwie…ja ich weiß auch nicht. Irgendwie haben wir uns dann doch wieder umentschlossen und landeten schlussendlich doch noch in Leknes, wo wir in einem kleinen Kaffee uns erstmal ordentlichen Kaffee besorgten, nachdem es heute früh nur Bodenseekaffee gab. Aber so richtig Bodensee…, der hatte eigentlich keine Farbe mehr und von Blümchenkaffee konnt man auch nicht mehr sprechen. Aber sei es drum, nun gab es nen ordentlichen Kaffee und ne dolle Kokosbolle für mich und Stefan hat Himbeerkuchen dazu gegessen. Ein hoch aufs Huset Kafé für den fabelhaften Kaffee und die Live-Show am Kreisverkehr vor unserer Nase. Wir konnten nämlich einem Baggerfahrer zuschauen, wie er diverse LKW-Anhänger mit Schnee befüllte und der große zusammengeschobene Haufen immer kleiner wurde. Auf jeden Fall hatte der Fahrer echt ein Gefühl für die Gerätschaft und für Präzision. Schade, wir haben nicht mal ein Foto davon gemacht, wobei ein Video sicher sowieso besser gewesen wäre.

Himbeerschnitte und Kokosbolle – im Hintergrund, wo die Frau in Rot läuft, liegt der Schneehaufen, den der Baggerfahrer abgetragen hat.

Da wir nun doch in Leknes waren, konnten wir weiter die E10 fahren und machten noch einen kleinen Abstecher nach Eggum – einem Außenposten der Lofoten – wo wir fast pünktlich zum Sonnenuntergang ankamen. Naja, eigentlich dauerte es noch eine ganz lange Weile, doch die Sonne stand schon recht tief überm Atlantik und tauchte alles in ein warmes, gelbgoldenes Licht. Die steife Brise von vorn, geschenkt 🙂 Nur ein paar arme Irre verloren sich an diesen Ort, wo nicht nur die Lofoten irgenwie auch enden, sondern auch noch ein Denkmal aus Kriegszeiten stand.

Das Denkmal

Zurück auf der E10 kämpften wir uns Kilometer für Kilometer weiter Richtung Svolvear, doch so recht vorwärts kamen wir nicht. Wir machten noch einen kleinen Zwischenstop am Torvdalshalsen Rastplatz, der auf einem der Berge lag und eine wahnsinnige Aussicht auf den Sonnenuntergang hinter den Berggipfeln bot. Da wir aber noch einiges an Wegstrecke hatten, fuhren wir weiter und machten gefühlt alle 5 Minuten einen Kurzstop für ein Foto, um dann direkt weiter zu fahren. Wir suchten nämlich noch ein Plätzchen für die Nordlichtschau, und wir wollten die lieber im Hellen besichtigen.

Zwar haben wir ein Plätzchen gefunden, jedoch sind die Aussichten heute, trotz sternenklarem Himmel, nicht so gut. Wir checken aber nebenbei immer wieder unsere Apps, falls sich doch noch etwas tun sollte.

Schwaches Nordlicht über Svolvaer

Morgen geht es dann weiter nach/auf die Vesteralen – das Endziel liegt ganz im Norden – Andenes. Vorher werden wir noch eine Fahrt zum Trollfjord machen und hoffentlich noch einige Seeadler aus etwas näherer Entfernung sehen. Schauen wir mal, ob das klappt.

Und hier gibt´s was auf die Augen – die Bilder des heutigen Tages.
Viel Spaß!

Bis dahin, gute Nacht.

PS: Da ich es erst am Morgen online stelle, ein kleiner Nachtrag: Trotz schlechter Vorhersage haben wir doch noch ein paar Nordlichter erspähen können und zudem noch einen Bus voll Baden-Württemberger aufgegabelt. Um genauer zu sein, Waiblinger 🙂 Die mit dem Bus einen wahren Höllenritt hinter sich bringen – von Waiblingen nach finnisch Lappland über Tromsoe, Lofoten, Oslo und dann wieder Richtung Kiel und zurück nach Waiblingen. Und das ganze in 9 Tagen. Verrückt. Na jedenfalls hatten zwei von denen halt so gar keine Ahnung, weder vom Nordlicht, noch wie man es fotografieren könnte, also zeigte Stefan ihnen, wie man das auf der Kamera einstellen konnte. Ich glaub sie wußten nicht, wie glücklich sie sich schätzen konnten, gestern überhaupt welche zu sehen, denn die Vorhersage war wirklich mies und es war pures Glück. Sie waren zwar nicht so stark, aber auf dem Bild konnte man sie gut erkennen und die Enttäuschung, dass die nicht so stark waren, wie man es von Fotos immer so kennt, verflog dann auch bei den zwei Damen. Es gibt eben keine Garantie und es gibt auch keine Möglichkeit sie stärker zu machen.

Also, wir machen uns jetzt gen Frühstück auf – bis dahin


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