Die Schönen und Reichen…

Die Schönen und Reichen…

Oder so ähnlich beginnen eigentlich Erzählungen über die Stadt Baden-Baden. Nah an der Grenze zu Frankreich an einem äußeren Zipfel Baden-Württembergs liegt sie…fast 55.000 Einwohnerstark, ist die Stadt vor allem bekannt für Villen, Casinos und römische Bäder und vielleicht noch für den SWR, der von hier aus einen Großteil seiner Sendungen Onair schickt. Doch was wollen wir eigentlich hier? Gute Frage, ich werde versuchen es aufzudröseln…

Eigentlich war es eine kurzfristige Idee, uns doch mal die staatlichen Burgen, Schlösser und Kloster Baden-Württembergs anzusehen und gleichzeitig noch schauen, was uns dabei am Wegesrand auffällt. Also suchten wir uns eine Route aus, die uns zuerst nach Baden-Baden führen sollte. Wohin es weiter geht, verraten wir dann morgen 😛

Nun ist der schnurstrakste Weg eher Autobahn geprägt, so dass ich mir Google-Maps schnappte und schaute, was auf dem Weg noch liegt und sehenswert ist. Begonnen haben wir mit der Ruine Löffelstelz in Mühlacker. Schön auf einem Berg gelegen stach uns als erstes ein schöner alter Mustang ins Auge, der mit Hochzeitsflor im Schatten der Bäume stand. Doch noch hübscher waren die bunten Wiesen um uns rum, die uns wunderbare Gelegenheit gaben, unsere ersten Schüsse des Tages zu setzen. Und so folgte auf den Klatschmohn dunkle Kornblumen und zart rosa Kornblumen. Nur ein paar Schritte entfernt entdeckten wir dann auch schon die Ruine und stellten auch gleich fest, das innerhalb der Ruine ein weißer Pavillon aufgebaut war…Nachtigall ich hör dir trapsen. So konnten wir also in das Innere leider nicht hinein, dafür konnten wir von der Rückseite aus auf Mühlacker schauen und fanden an der Absperrung, damit auch ja niemand der Abhang runterfliegt, ein paar Liebesbotschaften in Form einiger Schlösser. Klassiker halt, bei so nem schönen Maschendrahtzaun…:-)

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Da wir also nicht in die Ruine rein konnten, liefen wir zurück zum Auto und fuhren weiter zur Klosterruine Frauenalb. Oh wie mächtig und riesig dieses alte Kloster doch ist, auch wenn bis von den Grundmauern kaum mehr was übrig war. Viele Streitigkeiten und Brände, zum Teil absichtlich oder aus Wut gelegt, zerstörten diese wunderbare Anlage fast völlig. Heute wurde es für, wer hätte es gedacht, für eine weiter Hochzeit genutzt. Da wir aber vor der eigentlichen Trauung da waren, konnten wir in Ruhe Bilder machen und die Ruine inspizieren. Vom eigentlichen Innenhof war nur noch der Grundriss nachgestellt, aber von hier hatte man einen guten Blick auf die Anlage. Gegenüber der Ruine befand sich ein Gasthof bei dem wir einkehrten, damit wir auch schön spannern konnten, wie die Braut aussah und die Gäste. Es war wohl eine russisch geprägte Hochzeit, zumindest wenn man einen Teil der Gäste reden hörte.

Nachdem wir im Gasthof gegessen und getrunken hatten, machten wir uns wieder auf den Weg und fuhren zu einer riesigen Hängebrücke. Ich meine, WIESO? Warum tue ich mir das an? Ich weiß es nicht. Jedenfalls fuhren wir schön durch den Nordschwarzwald auf irgendwelchen irrsinnigen Wegen hinauf zur Brücke, die in der Nähe von Bad Wildbad überm Schwarzwald hing. Ein paar Meter mussten wir noch zu Fuß hinter uns bringen und kauften dann unsere Karten.

Ein paar kleine Fakten zur Brücke – im Übrigen WildLine genannt:

  • 60m hoch an der höchsten Stelle
  • knapp 150m Spannweite
  • Laufstegbreite: 1,2m
  • maxi Tragkraft: 600 Personen
  • Gewicht der 2 Pylone: 82 t
  • Gesamtgewicht der Brücke: 141 t
  • Gewicht des Laufstegs: 43 t

Zum Glück waren keine 600 Personen drauf, dafür war leider der Boden „durchsichtig“ und mit diesem tollen Gitter, wo man eben durchgucken kann. Ein Traum für mich…so dass ich nur 1/4 der Brücke laufen konnte und dann Stefan alleine weiterziehen ließ. So richtig geheuer sind mir diese Brücken nun echt nicht. Aber Stefan kam dann heile wieder bei mir an und präsentierte mir sogar ein paar Bilder, die aussahen, als wenn sie mit einer Drohne gemacht worden wären. Toll!

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Zurück am Auto entschlossen wir uns nun aber doch mal langsam nach Baden-Baden zu fahren und begaben uns dann auch wirklich auf den Weg. Zwischendurch machten wir noch kurz Rast an einem Parkplatz, von dem man auf den weitläufigen Schwarzwald schauen konnte. Auch wenn die Sicht, bei klarem Himmel, etwas diesig war.

In Baden-Baden angekommen, checkten wir im Hotel ein und liefen dann die Lichtenthaler Allee entlang. Vorbei an riesigen Kastanienbäumen und vielen anderen Arten, begleitet von der Oos, die gemächlich neben uns lang floss. In der Stadtmitte angekommen war viel Trubel zu erkennen und viele schöne und reiche und ganz schön reiche Menschen zu sehen. Neben dem Obligatorischen Anzug für die Herren, sahen wir aber auch die Damen im feinen Zwirn. Mit unser schönen Tourikleidung konnten wir kaum ins Casino gehen. Wobei, vielleicht holen wir das noch nach? Ne, wohl eher nicht.

Wir flackten uns beim Amadeus Hausbräu in die Sonne, tranken was schönes, aßen etwas und sortierten Bilder, so dass ich die Zeilen ausnahmsweise mal rechtzeitig runterschreiben kann. Nun will ich aber auch nicht viel mehr schreiben und lieber ein paar Bilder  zeigen.

Also viel Spaß
der weltumbrummler


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