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Wasser marsch!

Wasser marsch!

Mo. 18.02.2019

Wie immer mit etwas zeitlicher Verzögerung berichten wir heute über den gestrigen Tag, der wohl ganz getreu unter dem Motto „Wasser marsch“ stehen darf. Unser Hauptziel war nämlich der Gullfoss, nachdem unser Rahmenprogramm für den Tag ja leider abgesagt wurde.

Doch trotzdem wollten wir uns diesen Wasserfall natürlich nicht entgehen lassen, denn er ist ja schon eine Berühmtheit. Also ging es los, wir kamen oberhalb des Wasserfalls an und glotzten schon einige Bauklötze, denn er ist wirklich famos. Nicht nur die Massen an Wasser, auch das Wetter war einfach grandios. Irgendwie haben wir auch bis jetzt immer das Glück gehabt, zwischen den Touribusströmen anzukommen, so dass wir uns genügend Zeit in der ersten Reihe nehmen konnten und bestimmt 200 Fotos verschossen. Ja, viel Spaß beim Sortieren 🙂 Das hatte aber auch einen anderen Hintergrund – wenn wir uns dran erinnern, dass wegen zu starkem Wind unsere Tour abgesagt wurde, kann man sich fast vorstellen, wie das laue Lüftchen dort oben ging. Nämlich volle Möhre ins Gesicht und verdammt kalt und beißend. Der Wind zerrte so sehr an uns, dass ich teilweise die Kamera nicht still halten konnte und so einiges an verwackelten Bildern rauskam. Also schoss ich immer zwei drei Bilder mehr, in der Hoffnung, dass ein Treffer bei war. Und: Man konnte sich irgendwie nicht satt sehen, das war der zweite Umstand, der dazu führte, dass ein oder zwei Bilder mehr bei rauskamen.

Auf zwei Stufen konnte man tief hinab schauen. Der Gullfoss besteht im Endeffekt aus zwei einzelnen Fällen, einem Kurzen der ca. 11m tief hinabstürzt und einen Größeren, der sich 20m nach unten ergießt. Insgesamt macht das dann, laut Adam Riese ca. 30m. Entspringt der Wasserfall aus dem Hvitarvatn-See wird er im Laufe zum Ölfusa, der sich am Fuße des Wasserfalls seinen Weg weiter durch eine hohe Schlucht bis zum Atlantik bahnt.

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(Dazu gab es auch noch schlechte Selfis :P)

Für den Rest des Tages hatten wir uns eine kleine Tour zusammengestellt, die wir uns auf Google zusammengesucht haben. Leider konnten wir die Runde nicht ganz so drehen, wie wir wollten, doch schön war es trotzdem. Dabei immer im Blick: Die Hekla. Einer da aktivsten Vulkane hier auf Island. Die Beweise, wie es aussieht, nachdem ein Vulkan ausbricht, konnten wir über weite Strecken der Fahrt begutachten. Überall lagen Vulkangesteinsbrocken über Kilometer verteilt. Wie ein Trümmerfeld sieht das aus. Durch den Schnee kam die Farbe des Gesteins natürlich nochmal besonders zur Geltung. Zum Teil sieht man auch recht skurrile Gebilde und Firguren, wo man sich fragt, wie geht das, dass der Vulkan das genau so aus deinem Krater schleudert. Neben diesen Trümmerfeldern fuhren wir große Teile des Weges vorbei an den Seen und Ausläufern des Bjarnalón und Sultartanlón (es müsste der Pjorsa sein), die zum Großteil wiederum gefroren waren. Wir besuchten den Hjalparfoss, ein zweigeteilter Wasserfall, dessen linke Seite fast komplett gefroren war und die rechte Seite noch munter vor sich hin pletscherte. Wobei plätschern vielleicht auch nicht de richtige Ausdruck ist. Jedenfalls hatten wir den Wasserfall komplett für uns, da sich dort wohl nur weniger Menschen hinverirren. Nur zwei Familien waren vor uns da und als wir von der unteren Aussichtsplattform wieder hochgestiefelt waren, kam ein weiteres Pärchen zum gucken. Direkt nebenan fanden wir noch ein altes Dorf, dass vor fast 1000 Jahren nach einem Ausbruch des Heklas komplett zerstört wurde. Drei Nachbauten der Siedlungen stehen hier, sie dienten zudem für die Serie Games of Thrones als Kulisse.

Wir fuhren anschließend noch weiter Richtung Landesinnere und konnten dann die Straße, die wir Richtung Hekla hätten nehmen müssen, nicht nutzen und mußten den gesamten Weg auf der gleichen Route zurück, was aber nicht geschadet hat. Vom Pass aus konnten wir nochmal die Mondlandschaft von oben sehen. Viele schwarze Hügelchen und Steinhaufen verteilt auf einer endlos wirkenden Fläche die nur begrenzt wurde durch einen Gebirgskette, die ziemlich klein von unserem Standpunkt aus aussah, mit abgerundeten Steinen (findet Ihr in der Bildergalerie nochmal von nah)

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Leider auf Grund der Witterung bzw. Straßensperren konnten wir uns die Wasserfälle Haifoss und Gjáin nicht anschauen, selbst wandern wäre da nicht möglich gewesen, da sie recht weit von den Straßen entfernt lagen, auf der man überhaupt fahren konnte.

Und so sah schlußendlich die Route aus:

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Abends gönnten wir uns in unserem Gästehaus ein 3-Gänge Abendessen, welches frisch für uns gekocht wurde und sehr sehr gut geschmeckt hat, inkl. dem Abstauben eines neuen Rezepts für Kartoffeln. Klingt schräg? Jo, dennoch werden wir das zuhause mal probieren 🙂

Anschließend ging es zurück ins Zimmer zum Bloggen und Bilder sichten, wie fast jeden Abend. Die Nordlichter hielten sich gestern jedoch versteckt und wollten sich nicht zeigen. Aber heute ist ja ein neuer Tag und damit auch neues Glück.

Und hier gehts zur Bildergalerie!


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Eine Antwort zu „Wasser marsch!”.

  1. Avatar von Linda
    Linda

    Ich bin so verliebt in die Bilder! Unglaublich schön!!! Wäre gerne mit dabei! Die Landschaft ist so bombastisch!

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