Von wegen….Heute war so ein richtig schöner P***tag. Ja genau, so richtig Mistwetter. Normal sind wir ja nicht so zart besaitet, aber heute wirklich jetzt?
Von vorn: um 10 Uhr waren wir wieder am Flugahfen, nachdem uns der Busfahrer 8 NZD geschenkt hat, so mit den Beiworten „könnt ihr für den Urlaub nutzen“. Gesagt getan, besser: gesagt, gelatscht. Denn für die 8 NZD Ersparnis mussten wir ein paar Meterle laufen. Aber auch das, kein Problem. Das Wetter zeígte sich zu dem Zeitpunkt noch passabel, wenn auch nicht fantaaastisch. Doch wir wollen nicht meckern, Wolken sind immer noch völlig in Ordnung. Nun holten wir also bei Bruce unser Autole und ehrlich, ich glaub Bruce, der Opernsänger war und deutsche Opern singen musste, ist bisschen farbenblind. Er sagte uns, dass Auto sei gelb. Nun haben Stefan und ich schon den öfteren über orange und gelb philosophiert, doch unser Vehikel ist alles, nur kein Gelb. Bruce erwähnte zwar auch ein Orange, aber auch hier können wir gerne bei Gelegenheit streiten.
Wie dem auch sei, ab hinters Lenkrad und heile auf dem Highway angekommen ging es zum ersten Tagesziel zur Pegasus Bay und dem darin liegenden Weingut. Der Weg dorthin zeigte sich schon etwas ungemütlicher. Es nieselte bzw sprühregnete. Egal, die wasserdichten Jacken und die Weinprobe ließen das Shitwetter ein bisschen vergessen machen. Und da das Wetter eben etwas bescheidener war, tummelten sich glücklichweise kaum Menschen in dem zu den besten gehörenden Weingütern. Da Stefan leider heute den schwarzen Fahrerpeter gezogen hatte, konnte ich mir schön einen hinter die Binde knallen. Olé. Erst der Sauvignon, dann der Riesling, Gewürztraminer und noch so paar Sachen. Das gute, ich sortierte bei der netten Dame hinter der Bar gleich den roten aus, und scheinbar hab ichs so schön betont, dass ich keinen Rotwein will, dass sie gecheckt hat, das wir Deutsche sind und schwupp, sprachen wir mit der Auswanderin ein paar Worte. Das sie mittlerweile seit 28 Jahren in NZ ist, hörte man dann auch 🙂
Mit ner Flasche Riesling im Gepäck drehten wir noch eine Runde durch den an das Weingut angrenzenden Garten/Park, der gespickt mit Rosen, (japanischen) Ahörnern, Dahlien, Phlox, Lavendel und vielen mehr schon eher einem kleinen botanischen Garten glich. Auch hier, Wetter eher trüb, doch wir versuchten das beste daraus zu machen. Weiter ging es also von der Pegasus Bay Richtung Gore Bay.
Und nun würd ich langsam echt bisschen böse auf den Wettergott, denn die Wolken hingen so tief, dass wir kaum mehr was sehen konnten. Weder die Berge um uns herum noch die Straße. Doch wir kämpften uns durch den Nebel des Sprühregens und kamen bei der Gore Bay an. Den Foto in der Hand, die Regenjacke an und so stapften wir über die nasse Straße und blickten direkt auf den Jungle und die Pfeiffenberge. Hä? Pfeiffenberge…ja das passt schon. Schaut mal in den Bildern, die Witterung hat den Berg so geformt, dass er aussieht, als würde er aus vielen Orgelpfeiffen bestehen. Die Schlucht unter uns konnten wir aber gar nich richtig sehen, also schlurften wir wieder Richtung Auto um nach Kaikoura, unsere Endstation heute, weiterzufahren.
Das Wetter meinte es heute aber wirklich nicht gut mit uns. Es schiffte einfach immer weiter und wechselte von leichtem Sprühregen zu volle Möhren Platterregen zurück zu Sprühregen. Die Strecke nach Kaikoura führt auf einer Straße zwischen Berghang und Pazifik entlang. Die Bergkette hat es nach dem Erdbeben ziemlich zerlegt und auch der Sturm vor ein paar Wochen tat sein übriges. Wir hatten Glück, dass die Straße wieder befahrbar ist – die Alternative heißt 8h Umweg durch das Landesinnere. Mit einigen Stops hier und da und am Pazifik kamen wir in Kaikoura an, checkten in unserem Zugwagoon ein (:-)) und fuhren auf Empfehlung unseres Hausherren zurück nach Kaikoura um was zu futtern.
Gelandet sind wir im Tiki Takeaways! Fish & Chips. Sau gut, schaut einfach mal das Ergebnis an. Die 20 Kg mehr nach dem Urlaub vernachlässigen wir an dieser Stelle galant. Obwohl Stefan sein Spannergerät, auch Fernglas genannt, nicht dabei hatte, wollten wir, solange es noch hell ist, zu einem Punkt am Ende Kaikouras fahren. Haben wir auch gemacht und unterwegs ein paar Alleinunterhalter angetroffen. Statt zur eigentlichen Robbenkolonie haben wir zwei einzelne Exemplare ganz für sich alleine gesichtet und diese eine Weile beobachtet und fotografiert. Und ja, auch die sind einfach manchmal nur Poser.
Nun drückt uns die Daumen, dass das Wetter morgen wieder etwas besser ist. Denn morgen wollen wir zum Wale glotzen auf´s Meer – wenn möglich ohne seekrank zu werden. Wäre bei dem heutigen Sturm aber kaum möglich.
Wir werden dann wieder berichten. Schönen Tag noch, die Bilder wie immer hier.
Bis denne









Hinterlasse eine Antwort zu Olli Antwort abbrechen