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Weißes Gold

Weißes Gold

Guten Abend liebe Freunde,

platte Füße, fauler Geist – ja, das trifft es ganz gut. Unsere Beine haben schon noch ganz schön gelahmt am Tag nach Miyajima – der Marsch den Berg hinab war doch anstrengender als gedacht. Also entschieden wir uns, an unserem Abreisetag aus Hiroshima den Kirschen noch eine Chance zu geben und uns zu zeigen, dass sie vielleicht schon ein bisschen mehr aufgegangen sind. Und sie haben uns nicht enttäuscht. Wir haben uns in den Sightseeing-Bus gesetzt, sind nochmal durch den Peace Memorial Park gewandert und anschließend noch zu einem Park gefahren, den wir noch nicht besichtigt hatten, der aber auf unserer to-do-Liste stand.

Leider war der Park nicht so ein klassischer Park wie erwartet, daher war unser Besuch wohl eher auf das nötigste beschränkt, wenn man das so sagen kann, Nämlich Kirschblüte glotzen 🙂 Und das hat eigentlich wunderbar geklappt und nachdem wir genug gesehen hatten, sind wir Richtung Kitakyushu gefahren, um unser nächstes Hotel zu beziehen. Am Bahnhof in Hiroshima haben wir uns noch die örtlichen Leckerein reingepfiffen und sind am späten Nachmittag in Mojiko, der Retro-Stadt, angekommen. Das Abendessen war auch gut und wir haben noch einen kleinen Spaziergang auf der Promenade gemacht und ein paar Fotos geschossen, um dann kaputt und müde ins Bettchen zu fallen.

 

Die Fotos des Tages findet ihr hier.
Auch den nächsten Tag wollten wir langsam angehen lassen, aber es kam wie immer anders als man denkt. Zuerst haben wir uns nach Kokura, eine weitere Großstadt auf Kyushu, aufgemacht um einen Adapter für unsere Elektrogeräte zu kaufen. Und da wir nun schon einmal da waren, sind wir noch Richtung Burg gefahren, um dort einen Abstecher zu machen. Den kleinen Garten dazu haben wir ebenfalls noch mitgenommen, da er direkt neben der Burg angelegt war. Ein kurzer Regenschauer hat uns eine kleinere Pause verschafft, die wir auf der Veranda des Teehauses in dem Garten verbracht haben. Nachdem der Regen sich verzogen hatten, sind wir weiter Richtung Burg gelaufen und konnte auch hier wieder viele viele Kirschbäume sehen. Anscheinend sind hier gerade Ferien, denn das, was man nur aus den Reiseführern kennt, haben wir nun live sehen können. Familien, Freunde, oder einfach nur kleine Gruppen saßen unter den Bäumen und haben gepicknickt, gegrillt oder sich an den Fressständen mit Essen und Trinken versorgt. Wir haben uns dann auch für eine Bank entschieden, unser Fresspaketchen ausgepackt und die Atmosphäre auf uns wirken lassen. Gestärkt ging dann fast zurück, jedoch haben wir mal wieder einen Schrein entdeckt, der nirgends beschrieben war. Der Yasaka-Shrine lag etwas versteckt, hatte aber auch einige kleine Details zu bieten, die sehenswert waren. Er ist sozusagen der kleine Bruder des Yasaka-Shrine in Kyoto (kann mich aber nicht erinnern, dass wir den damals gesehen haben).
Unser obligatorisches Eis durfte natürlich nicht fehlen, auch wenn das Bild etwas, naja, zu spät kam 🙂 Weiter ging es dann jedenfalls Richtung Tanga-Markt (nein, da gibts keine Schlüppis zu kaufen), sondern Lebensmittel, frisch gekochtes, Blumen, Obst und Gemüse. Sozusagen ein überdachter langer schlauchartiger Wochenmarkt, der direkt hinter der noch viel längeren überdachten Einkaufsmeile mit kleinen Läden und Spielhöllen liegt. Auf dem Tanga-Markt angekommen lachten uns Fischköpfe entgegen, Tittifischi gabs und auf dem Rückweg haben wir mal wieder etwas direkt an einem Stand probiert. Da ich zumindest den Kartoffelsalat identifizieren konnte (hatte ich ja schon in Shanghai probiert:)), griffen wir auch zu einem Sesambällchen. Mutig wie ich bin hab ich die Augen zu gemacht und reingebissen. Leider nicht so meins, aber Stefan hat´s dann verdrückt. Und dann zeig ich Stefan so komische Meerestiere, die ich ebenfalls schon in Shanghai auf dem Fischmarkt gesehen habe, und dann spuckt das eine Vieh doch wirklich Wasser in unsere Richtung. Bah, widerlich. Beim nächsten Mal, wenn ich die Teile sehe, mach ich mal ein Foto. Die sind wirklich bäh – vermutlich sinds Seegurken, aber wer weiß das schon.
Nach der Besichtigung ging es also wieder zurück nach Mojiko, wo wir unseren Adapter für den Laptop noch etwas umgebaut haben. Da es aber noch nicht so spät war, dachten wir uns, wir schauen uns im „Dörfchen“ noch ein wenig um. Wir hatten bereits rausgefunden, dass es eine Unterführung durch die Meerenge gibt, die man zu Fuß zurücklegen kann. Direkt unter der Brücke und einen Tempel hatten wir ebenfalls noch ausfindig gemacht. Da der Weg zum Tempel aber schon eine gefühlte Ewigkeit war, überlegten wir hin und her, ob wir wirklich noch durch den Fußgängertunnel (knapp 1km lang) gehen sollten, schließlich mußten wir den Weg ja auch irgendwie wieder zurück nehmen. Zuerst aber haben wir uns den kleinen Tempel direkt am Wasser angeschaut – das gute Stück heißt Mekari Jinja Shrine.
Den Rest der Runde erzähle ich morgen, natürlich auch, ob und wie wir wieder zurückgekommen sind und dann kommen auch die Bilder zu diesem Tag.
Gute Nacht und Grüße aus Fukuoka

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2 Antworten zu „Weißes Gold”.

  1. Avatar von MoKl

    Hallo ihr Beiden!An euch ist tatsächlich ein Reiseberichterstatter verloren gegangen. Wir freuen uns immer sehr, eure Reiseberichte zu lesen. Gerne wären wir auch manchmal dabei (wenn der Weg nicht so lang und die Stufen nicht so viele sind). So eine tolle Landschaft mit den unglaublich vielen und z. T. versteckten Tempeln mit den Kleinigkeiten, die sonst nicht so viele sehen. Ihr habt da ein super Auge dafür. Die Bilder gewähren uns ja einen ganz tollen Einblick in das Land mit seiner Kultur. Monika beneidet euch um die vielen, vielen schönen Pflanzen, Bäumen und Blumen die ihr zu sehen bekommt. Leider ist euer Urlaub nun schon wieder und der Alltag wird euch ganz schnell wieder einholen, aber die Erinnerung an eine schöne Zeit kann euch keiner nehmen.Viele Grüsse aus Fernbreitenbach Klaus und Monika

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