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Tempel der Ruhe und des Friedens

Tempel der Ruhe und des Friedens

Pustekuchen, Ruhe und Frieden in Shanghai. Und wer´s glaubt wird selig. Na Spaß bei Seite.

Es ist schon ein paar Tage her, da bin ich in den Stadtteil Jing’an gefahren. Und so wie der Distrikt heißt, so lautet auch die Metro-Station – man kann es also nicht verpassen – und der Tempel heißt ebenso Jing’an. Doch was ist Jing’an? Es handelt sich dabei um einen buddhistischen Tempel, mitten im Stadtzentrum und umgeben von Wolkenkratzern.

Bereits am Eingang zeigen die Löwen, wer der Herr im Haus ist 🙂 Also Wachen stehen sie neben dem Eingangstor. Er gehört mit zu den drei wichtigsten Buddhistischen Bauten in China. Ob er mit dem ganzen Goldverzierungen nun wunderschön ist, das mag ich nicht so recht beurteilen.

Ein Besuch ist er aber allemale wert, also hab ich mich an dem Tag mit meinem „Immobilienmakler“ dort getroffen, weil der doch glatt meine Unterlagen eingesteckt hatte. Nach der ominösen Übergabe bin ich also direkt Richtung Eingang geschlendert und durchs Tor geschlüpft, um direkt links abzubiegen und in eine der Hallen einzutreten. Es gibt im Tempel drei Haupthallen. Gut besucht von einigen Buddhisten machte ich „heimlich“ meine Bildchen – immer ein komisches Gefühl wenn Leute beten und man selbst voll den Touri raushängen lässt und alles fix abfotografiert. Nichts desto Trotz habe ich ein paar der Götzenbilder abgelichtet und mich dann aus der Halle bewegt und stand wieder mitten im Rauch. Der ganze Innenhof war vernebelt, da die Buddhisten, wie in vielen anderen asiatischen Religionen, Räucherstäbchen anzünden und dann in einem „Ofen“ ablegen. Zumindest riecht es ganz gut :):)

Da sich die meisten im Innenhof oder den verschiedenen Hallen und Seitenhallen aufhielten, bin ich flux die nicht besuchten Wege gegangen. Da gab es auch die schöneren Motive und Perspektiven und keiner der Leute stand, wie so oft, ungefragt im Bild. In einer der drei Haupthallen (Mahavira Hall) steht eine fast 4 Meter hohe Buddha-Statue komplett aus Jade. In der Bildergalerie natürlich zu entdecken. Und einen „kleinen“ dicken sitzenden Buddha habe ich auch noch gefunden – in der größten Halle, wo auch sonst. Auf der gegenüberliegenden Seite des Tempels hatte man vor der großen Halle nochmal einen wunderbaren Blick über die gesamte Tempelanlage. So schlecht war es also doch nicht, beeindruckend und gülden. Überall gold. Außer die Figuren in der ersten Halle 🙂 Und so hielt ich die Anlage nochmal aus allen Ecken für die Nachwelt fest.

Nicht zu vergessen noch schnell ein paar harten Fakten zum Jing’an mit Hilfe von Wikipedia: Erstmals erbaut wurde der Tempel bereits um 250 n.Chr., musste aber aufgrund mehrerer Überschwemmungen knapp 1000 Jahre später an den jetzigen Ort verlegt werden. Während der berühmt berüchtigten Kulturrevolution wurde der Tempel als Kunststofffabrik genutzt und brannte einige Jahre später komplett ab. Stück für Stück wurde er wieder aufgebaut und zuletzt vor knapp 10 Jahren renoviert.

Soviel zu den geschichtlichen Infos – auf auf zu den Bildern.

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4 Antworten zu „Tempel der Ruhe und des Friedens”.

  1. Avatar von Anonym
    Anonym

    Hallo Beate,ganz liebe Grüsse von Monika und Klaus zu dir nach Shanghai!Ich finde es prima, wie du uns dein Erleben und die riesige Stadt in der doch sehr anderen Kultur näher bringst.Es freut uns, dass es mit deiner Wohnung doch noch so geklappt hat. Sie ist nicht so groß aber wohnlich und funktionell.Beate, wir wünsche dir weiterhin alles Gute. Vielleicht schaffst du es ja, dich im laufe der Zeit mit der chinesischen Küche anzufreunden.Bis demnächst. Monika + Klaus

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  2. Avatar von eksus

    Super Bilder, schöner Tempel – möchte ich glaube ich auch sehen wenn ich komme – Hauptsache du verscheuchst dann auch wieder alle (außer mich) 🙂

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  3. Avatar von Sieguschando
    Sieguschando

    Oh,oh, so viel Gold! Da kommt man ja in Versuchung einmal ein bisschen zu kratzen um zu prüfen, ob da doch was abgeht! Wenn manisch die Bilder betrachtet müssen ja auch sehr viel Japaner dort sein, die stehen ja auch in Massen da und schießen Fotos. Beeindruckend ist immer der Gegensatz alte Kultur und gleich drum herum modernste Architektur. Es sieht aus, als wenn alles auf engstem Raum steht. Ich persönlich würde Schweißausbrüche bekommen, das sieht aus, als wenn man in den Nebenstraßen Platzangst bekommtWar das nicht auch in Australien ähnlich so? Ansonsten Danke für die Teilnahme an Deinen Erlebnisreisen. Da sehen wir was von der Welt, wie immer bei DIR (EUCH). L.G. Sieguschando

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  4. Avatar von Anonym
    Anonym

    Eine tolle Abendlektüre, sehr spannend dir in Worten und Bildern zu folgen – mehr davon 🙂 Ich lerne sehr viel und das aus erster Hand. Die Schirmchen in diesem einen Stadtteil (nicht einfach mit den Namen) sind echt witzig. Deine Wohnung finde ich übrigens sehr schnuckelig und schön eingerichtet! Hoffe du fühlst dich so wohl wie es aussieht.Alles Liebe, bis bald, Jeannie

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