Keine Sorge, es wird jetzt weder religiös noch philosophisch!
Die Zeit verfliegt und verfliegt, daher jetzt ein kurzer Rückblick über die Woche.
Sonnenuntergang statt Oper
Eigentlich wollten wir am Dienstag-Abend noch fix ermäßigte Tickets für die Oper abstauben, leider waren wir aber einen ticken zu spät. Da wir nun aber schon in Sydney waren, haben wir uns dafür ein gutes Plätzchen direkt unterhalb der Oper und direkt am Wasser geschnappt. Mit ein paar Gläschen Wein und Sushi genossen wir einen wunderbaren Sonnenuntergang. Was halt wirklich sehr sehr lästig ist, obwohl ich es von der Heimat kenne, sind diese verdammten Möwen, die uns den Abend versauen wollten. Aber haben se nicht geschafft, die kleinen Mistviecher! Wir hatten im übrigen ein chinesisches Pärchen neben uns, die haben sicher ne halbe Stunde lang ihr Essen fotografiert…und sich dann auch noch was von den Möwen klauen lassen…tztz
Hier ein paar Bilder vom Sonnenuntergang!
Fisch für den Fischkopp
Am Mittwoch gab´s abends eine Runde Fisch zu futtern unten in der Stadt von Manly. Da wir uns am Strand getroffen haben und ich also von der Hochschule runtergeschlendert bin, konnte ich noch eine Hand voll Bilder machen (und nein, vom Essen hab ich keine gemacht, aber es gab Snapper für mich). Kurz vorm Essen hab ich mich auch noch als kurzfristiger Ersatzspieler für 15 Minuten von Volleybällen abschießen lassen 🙂
Yoko Ono und die Moderne
Am Donnerstag hat das Museum of Contemporary Arts (also der Modernen Kunst) zum Glück mal länger als bis um 17 Uhr geöffnet. Die Chance haben wir wahrgenommen und sind nach dem Unterricht Richtung Sydney gedüst, da ich unbedingt die Ausstellung von Yoko Ono, ihr wisst schon, die Witwe von John Lennon, anschauen wollte. Ok, sie und auch John haben wohl damals bisschen viel Marihuana geraucht 🙂 Im ersten Ausstellungsraum gings nur ums nackisch sein, um komische Klamotten-Zerschnippel-Aktionen, aber auch um Musik, die Yoko Ono gemacht hat. Die Tapete an den Wänden bestand aus zahllosen Bildern, teilweise mit John Lennon, teilweise aber auch ohne ihn, teilweise alte Plakate mit dem Motto von beiden „War is over! – if you want it“ – auf gut deutsch: Der Krieg ist vorbei, wenn du es willst! Einige der Exponate sind noch mit John Lennon entstanden, viele aber auch erst nach seinem Tod. Nachdem ich ein bisschen der Musik gelauscht und der Performace mit dem Zerschnippeln der Klamotten zugeschaut hatten, gingen wir zum nächsten über…und echt…was alles so als Kunst bezeichnet wird…Aus Bronze hat se nen Apfel, ne Pille und nen Kondom nachgebaut. Ok, alles für den Weltfrieden, nicht wahr?
Weiter ging es zu vielen von der Decke hängenden Mini-Vogelkäfigen aus dem letzten Jahrhundert und aus den verschiedensten Orten. Ob das wohl ein Ausdruck für Freiheit darstellen sollte? Man wird es nie erfahren. An einer Wand mit vielen vielen vielen bunten Zetteln – My mommy is beautiful – konnte man eine Liebeserklärung an seine Mutter mache (hab sogar gemacht Mutti, auch wenn du es nicht lesen kannst, dafür könnens andere lesen 🙂 ). Da hingen von halben Romanen bis zu Origamis gefaltete Nachrichten für die tollsten Mütter der Welt. Direkt gegenüber waren zwei Wände voll mit kartografischen Plakaten behängt. Es gab Stempel in verschiedenen Sprache, auf denen „Imagination Peace“ drauf stand. Also stempelten wir auf die ohnehin schon vollgestempelten Wände und hinterließen sozusagen unsere Abdrücke. Weiter an ein paar Skulpturen landeten wir in einem Raum voller Helme die verkehrherum von der Decke hingen und in denen Puzzleteile aufbewahrt wurden. Jaja, hat schon alles so ne Geschichte, aber Blauhelme waren es jedenfalls nicht…Und so zog sich das Thema Frieden und Freiheit durch die weiteren Räume.
Nachdem wir dann Yoko hinter uns ließen, schauten wir uns auch die normale Ausstellung im Museum an, was übrigens kostenfrei ist, im Gegensatz zur Yoko Ono-Ausstellung. Dort gab es wirklich ein paar schöne und moderne Gemälde und auch Installationen, aber auch ziemlich abgefahrenes Zeugs. Einige Exponate der Aborigines wurden ebenfalls dargestellt. Bei manchen Sachen kriegt man aber auch leicht Augenflimmern 🙂
Anbei also die Bilder des Tages!
Geschlossene Gesellschaft – Oxford Street
Mensch, da wollt ich einmal Knete aufn Kopp hauen, aber nix war´s. Mit dem Bummel über die Oxford-Street hat sich´s leider erledigt als wir ankamen, weil so ziemlich jedes Geschäft geschlossen hatte. Vorher liefen wir vom Circular Quay aus über die Marcquarie-Street, die von vielen Georgianischen Gebäuden gesäumt ist. Angefangen beim Sydney Hospital, in dessen Hof ein alter Brunnen von 1869, also ein schon alter Brunnen, der aber schön verziert ist. Das Hospital selber ist viktorianischen Baustils und wurde mit den Profiten des Rumhandels finanziert. Daher hat es auch heute noch den Beinamen „Rum-Hospital“.
Ein Stückchen weiter fanden wir dann auch die St. Mary Cathedral – eine recht imposante Kathedrale. Fotografieren durfte man im Inneren zwar nicht, aber heimlich heimlich hab ich doch fix zwei Fotos geschossen. Aber im Endeffekt sehen die Bilder auch fast immer gleich aus…groß und gewaltig. Von außen sind mir dann aber doch noch ein paar gute Schnappschüsse gelungen. Zudem fanden sich vor dem Hauptportal mehrere Wasserspiele, eins hab ich erwischt mit der Kamera. Hat´s dann aber unverhofft ne kleine Windböe gegeben und mich echt bisschen vollgepieselt. Also erstmal brav Kamera wieder trocken gemacht und die Linse vom Wasser befreit (keine Sorge, keine Kratzer!).
Weiter ging es Richtung Oxford-Street – aber wie schon erwähnt, gab´s da nichts sooo tolles. Krimskram und Billigklamotten die alle mindestens drei Nummern zu klein und nicht wirklich zu mir passen. Also wieder mal Knete gespart. Von dem Gesparten haben wir uns dann lieber ein Bierchen und Nachos gegönnt. Später sind wir noch in einen Pub und ich dann zurück Richtung Campus.
Und hier die Bilder des Tages!
So, bis Freitag habt ihr nun also die Zusammenfassung! Ich schaue, dass ich am Mittwoch dann den Samstag und Sonntag zusammengefriemelt bekomme – Bilder sind schon vorgefertigt 🙂
Bis dennnne









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