Die 3 W´s: Wasser, Wald und wilder Westen…

11.01.2025 – 14.01.2025 | Whangarei – Opononi |

So langsam neigt sich unsere Reise dem Ende zu, doch ein paar Sachen standen noch auf unserer To-Do-Liste. Und so fuhren wir bereits früh von unserer Unterkunft in der Nähe von Whangarei los.

Wasserfall und Fette Brocken

Zuerst ging es erstmal nach Whangarei, denn dort gibt es noch einen sehr leicht zugänglichen Wasserfall, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Vom Parkplatz aus waren es nur 2 Minuten, um zur Aussichtsplattform zu laufen, jedoch konnte man dort nur von oben auf den Wasserfall schauen. Was das heißt, wisst ihr sicher schon? Auf zum Fuße des Wasserfalls. Also marschierten wir einen 10 Minütigen Weg nach unten.

Der Wasserfall fließt über eine Basalt-Lava-Zuge und wir hatten Glück, denn in manchen Sommermonaten sieht man den Wasserfall fast gar nicht, weil der Fluss Hatea oft nur wenig Wasser führt. Die Steine drumherum sahen auch wieder aus, wie beim Gigants Causeway, also eher eckig denn rund. Aber runde Steinchen sollte es am heutigen Tag auch noch geben. Aber vorher hieß es erstmal ne Runde Auto fahren, nämlich bis in die Nähe von Horeke, nämlich zu den Wairere Boulders. Und anders, als vielleicht zu vermuten scheint, haben diese Boulders keine Ähnlichkeit mit den Moeraki-Boulders.

Die teils haushohen und großen Basaltblöcke (Vulkanischen Ursprungs) sind durch die besonderen Bedingungen in Wairere stark geriffelt. Diese Geologie ist von globaler Bedeutung und nach Ansicht einiger Experten einzigartig. Die Felsblöcke sind über das gesamte Gelände verteilt, doch viele befinden sich im Flussbett des Wairere-Flusses. Ich könnte jetzt ganz viel über die geologischen Prozesse erzählen, warum die Steine eben nicht rund, sondern geriffelt sind, aber ich glaub das könnte etwas ausufern und so groß ist unser Bildungsauftrag wohl auch nicht. Aber für alle, die englisch können, lohnt ein Blick hier auf die Seite – kann man auch ins Deutsche übersetzen lassen, falls es jemanden interessiert. Und in der Galerie hat Stefan auch ein bisschen was zum Prozess geschrieben…

Auf dem Rundweg kamen wir auch noch an einen kleinen natürlichen Pool vorbei, wobei das Wasser wirklich nicht so einladend aussah – leicht braun, aber klar. Dafür konnten wir aber mal wieder einen Aal sichten, diesmal auch ohne Drohnencrash. Stefan musste aber natürlich dennoch auf die im Fluss herausragende Steine klettern, damit er dem Aal extra nah kommen konnte. Kindskopf, ich sag´s Euch. Wegen einem Aal!!!!! Und dazu noch ein ganz kleiner. Aber gut, er ist heile aus´m Flussbett wieder rausgekommen, ohne baden zu gehen, dafür gabs aber diesmal ein Bildchen vom Aal. Wir setzten unseren Weg dann fort und kamen wieder am Ausgangspunkt an. Unseren Rundweg schlossen wir mit einer kleinen leckeren Waffel ab, bevor es weiter an die Westküste der Nordinsel ging.

Einige der fetten Steinchen, wo man auch gut die Riffelung erkennen kann

Der Weg zur Unterkunft in Opononi war dann auch nicht mehr so weit weg, so dass wir dort am späten Nachmittag ankamen. Doch nur in der Unterkunft wollten wir in dem Fall auch nicht bleiben, also zogen wir nochmal los und fuhren 3 Minuten weiter zu den Koutu Boulders (soooo viele Boulders). Diese sind nun aber von der Form eher vergleichbar mit denen in Moeraki, nur dass diese hier teils bedeutend größer waren. Bis zu 3 m Durchmesser können die Steine haben, die sich aus leichterem Sandstein herausgebildet haben. Im Gegensatz zu den Moeraki Boulders konnte man hier in Koutu jedoch nicht so oft den kristallinen Innenteil sehen, obwohl auch hier viele Steine bereits auseinandergebrochen sind. Dafür gab es hier viele Steine/Steinabbrüche, an denen man eine Vielzahl an Muscheln sehen konnte, die zum Teil schon in den Stein übergangen und optisch mit dem Stein verwachsen sind.

Opononi und der alte Mann im Wald

Am nächsten Tag waren wir etwas planlos, denn so recht stand gar nichts auf unserer Reiseagenda, nur dass wir abends eine Tour durch den Kauri-Wald gebucht hatten, um unter anderem Tane Mahuta uns anzuschauen. Doch bis dahin hatten wir natürlich noch etwas Zeit.

Also bummelten wir den Vormittag rum, um dann am frühen Nachmittag uns die nähere Umgebung anzusehen. Am Ende von Opononi gibt es einen netten Aussichtspunkt, zu dem wir gewandert sind und von wo man auf die Meeresöffnung und die „andere“ Seite des Hokianga Habours schauen konnte. Hier an dieser Meeresöffnung ist der Legende nach Kupe, der erste maorische Entdecker Neuseelands, angelandet. Daher hat der Ort und die Meeresöffnung eine besondere Bedeutung für die Maori. Das merkt man auch, da hier nur wenige europäische Neuseeländer leben und der Großteil der Einwohner Maoris sind. Der Ort wird auch Te Puna o Te Ao Marama („the wellspring in the world of light“ – frei übersetzt: Die Quelle in der Welt des Lichts) genannt. Aber da die Geschichte bzw. Mythologie vielleicht etwas zu umfangreich werden könnte, hier einfach ein paar Bilder des Ortes und der riesigen Sanddüne, die auf der gegenüberliegende Seite des Hafens liegen.

Hier sieht man die Meeresöffnung. Links der Ozean, rechts der Hokianga Hafen – ein riesigen Gebiet…

Und eigentlich ist die Bezeichnung Hokianga Habour gar nicht so richtig korrekt, denn da Hokianga ein ausgetrocknetes Tal ist, münden hier zahlreiche Nebenflüsse, von denen viele den Namen Fluss zwar beibehalten haben, aber es sich eigentlich um Buchten und/oder Meeresarme handelt.

Da der Ausguck etwas erhöht lag konnte man nicht nur Richtung Inland schauen, sondern auch an den darunterliegenden Strand, aber auf Seeseite. Dort lagen einige riesige, aber flache, Felsen, die teils größere Ausbuchtungen hatten die mit Meerwasser gefüllt waren. Stefan witzelte noch, dass man da drin baden könnte. Nachdem dann am Strand aber eine Familie auftauchte, lachten wir irgendwie nicht mehr, denn in der Tat schauten sie sich ein zwei der Felsen an, bevor auf den einen drauf geklettert wurde und im natürlichen Pool ein Bad genommen wurde 🙂 Kann man machen, denn der Ozean ist hier wild und rau und immer mit ner steifen Brise von vorne, da geht man lieber nicht baden…

Wir schlenderten wieder zum Parkplatz und fuhren dann Richtung Waipoua-Kauri-Wald. Dort sollten wir uns um 18 Uhr mit unserem Guide treffen, der uns bei einer abendlichen Tour zum Tane Mahuta bringt. Da wir etwas früher dran waren und der Zugang zu Tane Mahuta schon geschlossen war, gingen wir ein paar Meter bei einem anderen Zugang zum Wald, wo wir schon den ein oder anderen größeren Kauri Baum sehen konnten.

Kauri Bäume sind in Neuseeland endemisch und ist die größte Baumart in Neuseeland. Es handelt sich um eine Koniferenart, wobei der Kauri ein Flachwurzler ist. Die Wurzeln reichen gerade einmal bis 5m Tiefe, jedoch kann der Umkreis der Wurzeln beträchtlich sein. Der Baum kann etwa 30-50m hoch und einem Stammdurchmesser von 1-4m haben. Kauri Bäume wurden zu großen Teilen abgeholzt, so dass heute nur noch ein Bruchteil vorhanden ist und eigentlich nur im nördlichen Teil der Nordinsel und allen voran im Waipoua-Wald anzutreffen ist. Durch die massiver Abholzung steht der Baum heute unter Naturschutz und darf nur noch für rituelle Zwecke der Maori gefällt werden. Selbst kranke Bäume, die vom (Wurzelfäule) verursachenden Pilz betroffen sind, werden im Wald gelassen, da man davon ausgeht, dass durch die Abholzung der Pilz sich leicht weiterverbreitet und weitere Bäume krank macht.

Der Pilz, der eine Wurzelfäule verursacht und zum Absterben der Bäume führt, ist auch in diesem Wald vorhanden. Das Kauri-Sterben oder kauri dieback kann eigentlich nur aufgehalten werden, indem die Ausbreitung des Pilzes verhindert wird. Daher gibt es vor Waldgebieten mit Kauris Desinfektionsstationen, an denen Wanderer dazu angehalten werden ihre Schuhe zu reinigen. Außerdem dürfen Wege nicht verlassen werden und Wanderer sollten auf keinen Fall auf die Wurzeln der Kauris treten.

Um 18 Uhr standen wir dann am Eingang zu Tane Mahuta, aber es war weit und breit niemand zu sehen, und so warteten und warteten wir, aber nix geschah. Da wir auch keinen Handyempfang hatten, standen wir wirklich bissl blöd da…Aber um 18:15 Uhr kam dann doch noch ein Bus mit unserem Guide, der uns zum Parkplatz lotste, wo wir vorher noch die paar Meter gegangen sind. Mit 6 weiteren Interessierten liefen wir also los in den Wald und erfuhren so einiges über den Wald und auch mal wieder den genauen Unterschied zwischen Manuka und Kanuka, die Bäume, die wirklich, wenn man es nicht weiß, einfach gleich aussehen. Manuka habt ihr sicherlich schonmal gehört, zwecks des Honigs, der aus dem Baum gewonnen wird. Aber es wird auch Öl verarbeitet und in der Medizin eingesetzt, dass der Saft des Manuka eine hohe antibakterielle Wirkung aufweist. Gilt übrigens auch für den Honig. Aber so 100 prozentigen mag man eigentlich auch nicht essen, weil der sehr stark im Geschmack ist. Aber es gibt auch abgeschwächte Varianten oder gemischte Varianten mit anderen Blumenpollen. Wir erfuhren auch mehr über die Baumfarne und Farne im allgemeinen. Ach ja, so Baumfarn im Garten….ich sag´s Euch. Entweder den berühmten Silver Fern (Silverfarn) oder so nen schönen Black Fern (Schwarzen Farn). Aber gut, das nur am Rande. Und dann standen wir auf einmal vor einigem riesigen Baum – Te Matua Ngahere – Dem Vater des Waldes. Ich hab es nicht geschnallt, ich dachte, es ist Tane Mahuta und dass ich das mit dem Namen einfach nicht gerafft habe. Aber es war eben Te Matua Ngahere!

Bevor wir zum Baum kamen, hat unser Guide uns noch mit einer kurzen Ansprache auf Maori uns ankündigt. Als wir dann am Baum standen, hat er auch noch ein Lied auf Maori gesungen. Zwar ist der Vater des Waldes kein Gott, aber dennoch zollt man diesem alten Baum Respekt. Daher sowohl die Ankündigung unseres Besuchs als auch der Gesang.

Das war ein etwas weiterer Marsch, bevor wir dort ankamen, aber eben auch komplett leer, bis auf die illustre Runde war niemand im Wald. Wir wanderten dann wieder den Weg zurück zum Parkplatz und fuhren wieder zum Eingangstor, wo wir nun aber wirklich zu Tane Mahuta laufen sollten. Schon vom Parkplatz aus konnte man die Krone sehen, die über den Wald hinaus ragt. Kauri-Bäume sind nämlich sogenannte Urwaldriesen oder auch Emergenten. Der Weg zu Tane Mahuta lag hinter einem Tor, das natürlich auch abgeschlossen war, so dass unser Führer das Tor für uns öffnete, nachdem wir uns brav auch hier die Schuhe geputzt und desinfiziert hatten. Nach 5 Minuten waren wir dann auch schon da. Der Weg war komplett neu angelegt worden und der Zugang ist erst seit einigen Tagen wieder geöffnet, denn der Zugang war 3 Monate für die Umbauarbeiten gesperrt. Es ist ein höher gelegter Steg, so dass verhindert wird, dass Besucher den Pilz durch den Wald tragen oder auf nicht befestigten Wegen laufen. So sollen auch die restlichen begehbaren Wege im Wald umgebaut werden.

Als wir dann vor Tane Mahuta standen, war da einfach ein riesiger Baum mit einem riesigen Stamm. Auch auf Tane wachsen Bäume (12!) und es leben etwa 120 verschiedene Arten in dem Baum, inkl. einer Fledermausart. Ein kleines Stückchen tiefer in den Wald hatte man nochmal eine andere Aussicht auf den Baum. ALs wir dann alle wieder beisammen vor Tane saßen und standen, hat unser Guide nochmal ein Lied gesungen, bevor wir wieder aufbrachen und uns aus dem Wald verabschiedeten.

Ich lass Euch aber nicht einfach gehen ohne ein paar Fakten zu den beiden Riesen – dem größten (Tane Mahuta) und dem zweitgrößten (Te Matua Ngahere) noch lebenden Kauri-Bäumen in Neuseeland…

Te Matua Ngahere- Vater des Waldes

Der Vater des Waldes wird auf ein Alter von etwa 2000 Jahre geschätzt und hat mit 16,41 Metern den größten Stammumfang aller Bäume in Neuseeland. Sein Stamm ist 10,21 Meter hoch, seine Gesamthöhe betrug 29,9 Meter. Mit 208 m³ hat er das zweitgrößte Volumen aller Bäume in Neuseeland. Wie man ein bisschen an der Krone sieht, hat er einen beträchtlichen Schaden während eines Wintersturms in 2007 erlitten. In der Krone wuchs ein Rata-Baum, der während des Sturms, zusammen mit dem Leitast und anderen Ästen heruntergerissen wurde. Es wird befürchtet, dass dies das Leben des Baumes um etwa 300 Jahre verkürzt. Auf dem Baum wachsen etwa fünfzig weitere Pflanzenarten und es ist, nach Tane Mahuta, der zweitgrößte noch lebende Kauri-Baum Neuseelands.

Tane Mahuta – Gott des Waldes

In der Mythologie der Māori spielt Tane, der nur unweit von Te Matua Ngahere steht, eine wichtige Rolle, denn er ist der Gott des Waldes und Sohne von Rangi und Papa, dem Himmelsvater und der Mutter Erde. Tāne drückte seine Eltern auseinander, die in Liebe eng umschlungen waren und damit die Erde in Finsternis hüllte. Durch das auseinander drücken seiner Eltern brachte er Licht und Raum zwischen Himmel und Erde und Luft zum Atmen auf die Erde. Tāne ist danach der Lebensbringer, alle lebenden Kreaturen sind seine Kinder.

Tane weist eine Gesamthöhe (mit Krone) von 51,2 Metern bei einem Stammumfang von 13,77 Metern auf. Die Stammhöhe vom Erdboden bis zum Kronenansatz beträgt 17,68 Meter, das Stamm-Volumen 244,5 m3. Das Alter wird auf zirka 1500–2000 Jahre geschätzt (+- mehrere 100 Jahre), womit er zusammen mit dem Vater des Waldes einer der ältesten (bekannten) Kauri-Bäume ist. In Neuseeland gibt es allerdings einheimische Führer, die von einem noch älteren Baum erzählen, der aber zu seinem Schutz nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll.

Danach fuhren wir mit der untergehende Sonne vor Augen zurück nach Opononi in unsere Unterkunft. Wir hatten uns einfach gefreut, dass die Tour dann doch noch statt fand, weil wir schon auf dem Sprung waren. Dann hätten wir es auf eigene Faust am nächsten Tag versucht, aber das brauchten wir jetzt nicht mehr und wir freuten uns auch, dass wir Tane noch mit Sonne in der Krone erwischt hatten 🙂

Wilde Fahrt durch den Wilden Norden

Man merkt schon, warum hier nicht so viel los ist und der Großteil von Touristen lieber an der Ostküste verbringt. Aber, das hält uns ja nicht auf und eigentlich mögen wir das ja auch eher, wenn es nicht so voll ist. So ist man irgendwo am Ende der Welt, wo selbst google keine Rezessionen mehr hat, plötzlich ganz allein am Rande von, ja von was eigentlich?

Wir wollten den Tag nutzen und entschieden uns, mit der Fähre über den Hokianga rüberzufahren, eine 15 Minütige Schifffahrt, also easy. Wir hatten uns MitiMiti rausgesucht, dort sollte ein kleines Tor auf einem Friedhof stehen. Klingt jetzt nicht sonderlich spektakulär und schon gar nicht touristisch, aber sehen wollten wir es dann doch. Also setzten wir mit der Fähre über und landeten nach lange langer Fahrt auf einer Schotterpiste im abgelegenen Winkel MitiMiti, am Rande von Neuseeland, denn direkt dahinter begann einfach wieder der Ozean, ohne wenn und aber. Doch bevor wir das Tor fanden, fanden wir erstmal das Ende des Weges, was aber auch hieß, dass wir einen kurzen Abstecher an den Strand machen konnte. Hier verirrt sich wirklich niemand her, außer die Handvoll Einwohner vielleicht, die bei starkem Wellengang dennoch die Angel in den Ozean pfefferten. Ob man so jemals nen Fisch fängt? Ich zweifle stark, aber da mind. 3 Männer am Angeln waren, stehen die Chancen wohl besser als ich denke.

Kann man hier Angeln? Anscheinend schon….

Da die Schotterpiste eine Einbahnstraße war, mußten wir natürlich drehen und dann sah ich das rote Tor auch auf dem Berg. Also fuhren wir zum Fuße des Berges und stapften hinauf. Ein letzter Ruheplatz mit Blick auf den Ozean. Dort oberhalb des Meeres wurde ein rotes Tor installiert, als Gedenktafel für ein 1902 gesunkenes Chinesisches Schiff. Ich dachte erst, es wäre ein Torii (also ein japanisches Tor), aber es war eben chinesisch. Wir luscherten ein bisschen, wie die Gräber der Maori gestaltet sind, gingen aber auch wieder recht fix, da man ja immer irgendwie ein bisschen das Gefühl hat, fehl am Platz zu sein. Und das wollten wir natürlich nicht.

Also setzten wir unsere Fahrt fort, vorbei an vielen, nicht eingezäunten, Pferden. Die Schotterpiste nahm gefühlt gar kein Ende, aber irgendwann landeten wir wieder auf dem Highway, der uns nach Ahipara brachte. Ahipara ist ein kleiner Ort, der am unteren Ende des 90-Mile Beaches liegt, der genau genommen gar nicht 90 Meilen, sondern nur 55 Meilen (also etwa 88 km) lang ist. Da kann man auf jedenfall eine ganze Weile lang laufen. Wir liefen aber nicht so weit, weil, naja, manchmal sind wir eben ein bisschen mimimimi…denn es pustete ordentlich und der trockene Strandsand wirkte an den Beinen wie Schmörgelpapier. Das hatte jemand nicht so gerne und ich war´s nicht. Aber halb so wild, wir drehten um und fuhren nach einigen Diskussionen von der Westküste an die Ostküste und landeten an einem kleinen Strand in der Doubtless Bay – bzw. wir landeten in Taipa und der Taipa-Bay, die ein Teil der großen Doubtless Bay ist. Dort steckten wir die Füße ins Wasser und liefen den Strand einmal entlang und sammelten noch ein paar Fundstücke, die am Strand lagen. Genauer genommen waren es Muscheln, aber eine, die wir so noch nicht haben. Es waren hier kaum Menschen am Strand, was uns etwas verwundert hat, aber auch hier, störte uns jetzt nicht, dass hier nix los war 🙂

Von Taipa ging es dann nach Mangōnui, wo wir an der Hafenmauer uns das Abendessen mit Blick auf´s Wasser schmecken ließen. Von hier war es dann quasi fast ein Katzensprung nach KeriKeri, wo wir quasi auf die Schnelle noch die Rainbow-Wasserfälle einschoben. Das war ganz hübsch hier, und im Übrigen auch ein Kauri-Wald.

Nachdem wir KeriKeri hinter uns ließen, fuhren wir noch ein Stück weiter nach Paihia, einem der bekanntesten Ferienorte hier an der Ostküste, neben Russel. Aber auch hier hatten wir am Strand nicht das Gefühl, das mega viel los sei, zumal viele Hotels/Motels noch Kapazitäten hatten. Aber gut, vielleicht haben die Einheimischen ihre Pläne für die Ferien kurzerhand umgeworfen, denn das Wetter war auch hier oben in den letzten Wochen nicht optimal, gestern aber schon! Also Sonne satt und warm. Appropo Sonne, die verabschiedete sich langsam und da ging Stefan ein Licht auf, nämlich, dass die Sonne auf der Westseite untergeht, also da wo wir unsere Unterkunft haben, somit gab es heute keinen Sonnenuntergang am Strand, aber eine Fahrt in den Sonnenuntergang. Insgesamt war das ein wilder Ritt durch die Region, und auch wenn wir Cape Reinga nicht gemacht haben, dennoch lohnenswert, hier ein paar Tage zu verbringen. Viel von der Ostküste haben wir gar nicht gesehen, das könnte man beim nächsten Mal dann sicherlich nochmal ins Auge fassen, ebenso den Leuchtturm am Cape Reinga. Man brauch ja schließlich noch Ziele…..

Den heutigen Tag haben wir in/an der Unterkunft verbracht, Wäsche gewaschen und so Kram, da wir morgen ja wieder aufbrechen und zurück nach Auckland fahren, wo wir dann noch knapp 2 Tage haben, bevor es am Freitag wieder zurück nach Deutschland geht.

Solange könnt ihr aber noch Bilder schauen 🙂

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