12.12.2024 – 13.12.2024 | Kaikoura – Lewis Pass – Punakaiki |
Diese Headlines immer…versteht kein Mensch? Vermutlich nicht, aber hast Du eine Ahnung, was sie bedeuten könnte? Schreib es gern in die Kommentare.
Ansonsten heißt es nun Tschüss Kaikoura – hallo Westküste. So könnte man die letzten 2,5 Tage wohl zusammenfassen. Von der Ostküste ging es nun auf die gegenüberliegende Seite, also über einen der neuseeländischen Pässe…
Von Kaikoura zum Lewis Pass
Und da wir einen Pass auf der Südinsel noch nicht gemacht hatten, musste dieser diesmal dran glauben – der Lewis Pass. Dort hatten wir auch unsere Unterkunft für eine Nacht im Lewis-Pass-Motel gebucht. Also ging es in Kaikoura los (nach erneutem Frühstück im Diner) und wir fuhren gemütlich die „Inlandstraße“, also diesmal nicht entlang der Küste, in Richtung Waiau. Fuhren wir bei knapp 20 Grad los, dampfte Waiau mit knapp über 30 Grad ordentlich. Waiau ist eine der ältesten Städte Nord-Canterburys, aber mit 270 Einwohnern würde wir es wohl eher als kleines Dorf bezeichnen. Entsprechend gab es dort auch nicht viel zu sehen, also eigentlich gar nichts 🙂 Aber wir kauften uns noch schnell ein Eis (Real-Fruit) und fuhren dann weiter in einen der Touri-Orte entlang des Passes: Hanmer Springs. Der Ort ist eher ein Resort, und vor allem berühmt für Spa und Thermalbäder und Skiaktivitäten (im Sommer aber wohl eher nicht so richtig nutzbar). Entgegen unserer Erwartung war der Ort fast komplett ausgestorben. Man merkt einfach, dass selbst in Neuseeland noch Vorsaison ist – gut für uns, da Vieles wenig besucht ist und wir in Ruhe rumstreunern und schauen können.
Und nein, wir waren nicht im Spa oder Thermalbad, wir haben eigentlich nur getankt, sind durch die wenigen geöffneten Geschäfte gelaufen und haben in einem Brauhaus zu Abend gegessen, denn Hanmer Spring war quasi die letzte Möglichkeit vor unserer Unterkunft, um etwas warmes zu futtern, sofern wir nicht selber kochen wollten. Sagen wir es so, nettes Örtchen, aber mehr auch nicht. Aber es muss ja auch nicht jeder Ort und jede Region einen direkt aus den Latschen hauen.
Nach Hanmer Springs ging es weiter Richtung Lewis Pass – langsam aber stetig bergauf. Als wir dann am Pass ankamen, sind wir zuerst mal voll vorbeigefahren. Also hieß es nochmal kurz umdrehen, zurückfahren, auf einem Parkplatz kurz vorm Pass ein Foto schießen, zurück ins Auto, am Pass halten (hier gab es keinen Parkplatz), schnell ein Foto machen, weiterfahren 🙂 Vom Pass zur Unterkunft war es dann auch nicht mehr all zu weit, so dass wir einchecken und den Abend ausklingen lassen konnten.
Ein paar nette Aufnahmen der Fahrt könnt ihr euch aber natürlich anschauen:

Bildergalerie
Vom Lewis Pass nach Fox River
Am nächsten Tag sollte es dann weiter an die Westküste gehen, denn unser Motel lag etwa auf halben Weg zwischen Ost- und Westküste. Also ging es nach dem Frühstück weiter Richtung Reefton, eine alte Goldgräberstadt, die durch den damaligen Reichtum nicht nur die erste Stadt war, die über eine öffentliche Stromversorgung verfügte, sondern auch die erste, die in der südlichen Hemisphäre ein elektrisches Straßenbeleuchtungssystem einrichtete. Deswegen trägt Reefton auch den Beinamen: Stadt des Lichts
Maruia Falls
Anders als eigentlich geplant, fuhren wir aber nicht auf direktem Weg nach Reefton, sondern über Shenandoah und den dort beheimateten Maruia Fall. Einem Wasserfall mitten im Nirgendwo, nur einen ganz kurzen Spaziergang vom Parkplatz entfernt. Dummerweise wieder voll mit Sandfliegen (Sand Flies), aber die haben sich wieder eher auf Stefan gestürzt und nicht auf mich. Nachdem wir noch eine kleine Klettereinheit eingelegt hatten, standen wir am Flussufer und konnten schön auf den Wasserfall schauen. Wir hatten die ein oder andere „Bewertung“ gelesen, wo stand, dass der Fluss kein Wasser führt – also bei uns hat er ordentlich Wasser mit sich geführt. Vermutlich hatte es die letzten Tage auch schon geregnet – so wie heute auch.
Mit ein paar Fotos im Gepäck kletterten wir die Steine wieder hinauf und liefen zurück zum Auto.
Buller Gorge Hängebrücke
Vom Wasserfall ging es auf „fast“ direktem Wege nach Reefton, denn vorher kamen wir noch an der Hängebrücke über den Buller River / Gorge (ein Fluss) vorbei. Da gibt es die längste Hängebrücke Neuseelands, die wir in 2018 bereits besuchten und auch überquerten. Eigentlich wollten wir das diesmal einfach links liegen lassen, da wir aber wirklich früh unterwegs waren und dort kaum Autos standen, entschlossen wir spontan, nochmal über die Brücke zu laufen. Warum ich mir das wieder angetan habe? Ich weiß es nicht. Als ich die ersten Meter gegangen bin, wollte ich wieder umdrehen. Das fiese an der Brücke: sie hat unten einfach nur ein durchsichtigen Gitter, man kann also einfach durchschauen. Genau NICHT mein Ding. Aber ich hab’s irgendwie geschafft, mit dem Blick starr nach vorne beziehungsweise nach links und nach rechts, Hauptsache nicht nach unten. Die Brücke ist 110m lang, der Fluss selbst ist hier etwa 20 Meter breit. Auf der anderen Seite kann man dann noch zwei Rundwege gehen, wir entschieden uns für den Kürzeren und das war bei dem Wetter auch wirklich die bessere Variante, da es immer wieder regnete, nieselte, dann spitzelte die Sonne wieder durch und dann wieder Nieselregen.
Reefton
Bewaffnet mit einem Kaffee ging es dann weiter Richtung Reefton, wo Stefan am Vorabend noch ein paar kleinere Sachen zum Besichtigen rausgesucht hatte, zum Beispiel ein Lavendelfeld, dass die Flagge Neuseelands zeigt. Aber wie schon geschrieben, nieselte es schon den ganzen Tag und das hat sich auch noch nicht geändert. Somit ließen wir das Feld links liegen und fuhren in die Innenstadt, die wie eine kleine alte Westernstadt aussah. Eines der Highlights in Reefton ist die ausgestellte Dampf-Lokomotive von 1878 – die Fairlie R28. Leider nagt der Zahn der Zeit an dem guten Stück und Bemühungen aus früheren Jahren die Lokomotive zu restaurieren und wieder auf die Schiene zu bekommen, scheiterten nicht zuletzt am Geld. Schade eigentlich, so fristet diese alte Lok ihr Dasein bei Wind und Wetter unter einem kleinen Dach und strahlt nicht mehr im Glanz der alten Tage. Wir schlenderten dann noch ein bisschen durch die Stadt, schauten in einer kleinen Galerie vorbei und aßen ein paar Mini-Donuts. Bevor es weiter ging, besuchten wir noch ein Cafe, wo wir uns mit Kuchen und Kaffee den Bauch vollschlugen.
Cape Foulwind
Eigentlich wollten wir nach Reefton auf direktem Weg nach Fox River fahren, wo wir unsere Unterkunft haben – doch entschieden uns mal wieder anders. Wir dachten uns der alten Zeiten wegen, dass wir ja eigentlich am Cape Foulwind vorbeischauen könnten um dort nochmal die Seebären-Kolonie zu besuchen (hier hatten wir die letzten beiden Male eine Unterkunft in der Nähe). Gesagt, getan! Als wir an die Küste kamen, gabs dann auf einmal keine einzige Wolke mehr am Himmel. Ganz im Gegenteil, wir mussten uns für unsere kurze Wanderung zu den Seebären erstmal schön mit Sonnencreme eincremen, doch dann stiefelten wir die kurze Strecke hinauf. Erst sah man, wie so oft, gar keinen Seebären, um dann nach längerem Schauen irgendwie den ganzen Felsen in Bewegung zu sehen. In einem kleinen Pool übten die Jungen schwimmen, an anderer Stelle wurde einfach gefaulenzt (mal in der Sonne, mal im Schatten), dann gabs noch ein paar Küken der hiesigen Möwen, dann meckerte wieder einer der männlichen Seebären, um sich bei den Damen Gehör zu verschaffen. Also alles wie immer. Wir bogen dann noch um eine Kurve, um an „unserem“ Schild unser übliches Bild zu machen 🙂


Von Cape Foulwind ging es dann noch kurz zurück nach Westport, um dort etwas zu Essen – und dann direkt weiter zu unserer Unterkunft, die etwa 45 Minuten von Westport entfernt liegt. Dort angekommen, haben wir erstmal die Aussicht genossen, denn direkt unterhalb von unserer Behausung peitscht der Ozean mit voller Kraft an die (wohl selbstgebaute) Mauer. Aktuell ist das Meer hier sehr rau, so dass man den Wellen beim Brechen zuschauen kann.
Pancake Rocks
Da das Wetter sich hielt und die Wetteraussichten für die kommenden Tage eher mau sind, haben wir gedacht, wir machen uns doch nochmal los, um den Pancake Rocks einen Besuch abzustatten. Da es schon recht spät wurde, sind wir zum Sonnenuntergang hingefahren. Mit uns waren natürlich auch ein paar andere Schaulustige da, aber das hielt sich glücklicherweise in Grenzen. Der Besuch hat sich Dreifach gelohnt – neben Sonnenuntergang und den berühmten Felsenformationen der Pancake Rocks gibt es dort auch sogenannte Blowholes, wo das Meer mit Wucht reinknallt und dann quasi ein Sprühnebel entsteht. Wie schon gesagt, das Meer ist grad sehr in Aufruhr, so dass dort gestern Abend ständig der Sprühnebel zu sehen und das laute Zischen zu hören war. Nachdem die Sonne dann im Meer versunken war, haben wir uns auf den Rückweg in die Unterkunft gemacht. Dort ging der lange Tag beim Brausen der Wellen zu Ende.
Und hier geht es nun zu den Bildern des Tages. Ich glaub, es sind einige zusammengekommen 🙂

Bildergalerie
Eine kleine Zusatzinfo, falls jemand nicht weiß, was ein Blowhole ist:
Ein Blasloch (geologisch Gloup genannt – von altnord. Gluppa, dt. Blasloch) auch Brandungsgeysir ist eine enge Öffnung am Ende einer Meereshöhle, die über die Höhlendecke hinauf ins Freie reicht. Wenn eine Brandungswelle auf die Mündung der Höhle trifft, wird sie durch die Höhlenwände, wie in einem Trichter, zur oberirdischen Öffnung geführt. Bei geeigneter Geometrie der Höhle und den richtigen Wetterbedingungen kann das zu erheblichen Wasserfontänen führen.
Quelle: Wikipedia









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