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Schau nach oben…

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Im letzten Eintrag hatten wir ja schon erwähnt, dass wir am Tag unserer Abreise aus Liverpool nochmals zu den Beatles unten am Hafen gelaufen sind, um ein Bild zu machen. Und ja, korrekt, das Bild ist als Titelbild für den vorherigen Eintrag, aber die Nachtbilder waren wirklich nicht so gut, daher hab ich mal vorweggegriffen 🙂

  1. Birkenhead und der hässliche Leuchtturm
  2. Stoke-on-Trent oder, kennste Robbie?
  3. Fast ohne Umweg – Cheltenham
  4. Gloucester Cathedral
  5. Kathedrale von Wells
  6. Glastonbury
Birkenhead und der hässliche Leuchtturm

Aber nun saßen wir wirklich im Auto und wollten Richtung Cheltenham, wo unsere Zwischenübernachtung anstand, bevor es weiter nach Cornwall gehen sollte. Doch erstmal fuhren wir noch unter dem Fluss Mersey auf die andere Seite von Liverpool nach Birkenhead. Dort wollten wir uns noch ein zwei Graffitis und einen Leuchtturm anschauen – aber der war so hässlich, Mensch. Dafür gabs aber nette Graffitis, die uns für den Leuchtturm etwas entschädigten. Aber wir machten noch einen kurzen Zwischenhalt in einem Fort, das direkt beim Leuchtturm lag, leider war das Cafe aber so ungemütlich. Ich weiß auch nicht – manchmal hat man einfach nicht so richtig Glück – bzw. manchmal hat man gar keine andere Wahl, mangels Alternativen. Zu allem Überfluss kam gleichzeitig mit uns ein ganz doller Zauberer (!?!?!) ins Cafe, der erstmal billige Zaubertricks machte. Fanden wir nicht lustig…

Stoke-on-Trent oder, kennste Robbie?

Nach dem Kaffee und den Graffitis ging es aber wirklich weiter – unser erstes Zwischenziel lag in Stoke-on-Trent. Jaaaa genau, der Geburtsort von Robbie Williams. Wir sind sogar an der Kneipe seiner Eltern vorbeigelaufen, wo eine Art Gedenktafel für ihn stand. Jaja, aber ihn selbst haben wir natürlich nicht gesehen. Wen wundert es auch, Stoke-on-Trent ist nicht sonderlich hübsch, sagen wir es mal so. Bekannt ist die Stadt vor allem für ihre Töpfereien, und davon steuerten wir auch eine an. Die Middleport Pottery ist eine noch aktive Töpferei, die seit 1888 besteht und in 2010 fast dem „Untergang“ geweiht war, da immer noch nach alten Methoden produziert wurde und die Gebäude, die von historischem Interesse sind, in schlechtem Zustand waren. Erst mit Hilfe von einer Menge Geld konnte der Ruin abgewendet werden und mit Hilfe von Prinz (heute König) Charles, wurde die Töpferei 2016 wieder eröffnet. Es gibt auch ein spezielles Geschirr, das der heutige König besonders mag. Wir stöberten ein bisschen in den Töpferwaren, da wir ja immer wieder auch ein Tässchen für daheim suchen. Wir fanden auch eine schöne Tasse, aber die war schon echt teuer und hätte selbst meine Island-Tasse noch übertroffen…(und die war schon teuer). Aber immerhin, die Töpferei produziert heute wieder viele Töpferwaren nach alter Tradition, doch für uns war leider nichts richtiges dabei. Seit der Wiedereröffnung ist die Töpferei auch für Besucher geöffnet und man kann auch Touren über das Gelände machen. Aber das haben wir nicht gemacht.

Wir wollten in der Stadt nochmal nach einer anderen Töpferei schauen. Wir luden also das Auto und gingen dann stadteinwärts, doch die anderen Töpfereien waren auch irgendwie komisch oder wirklich billiger Plunder. Aber wir stießen auf einen kleinen Laden der Lost & Found hieß. Ich wollte eigentlich nur durchs Fenster lunzen, der winkte uns der nette Mann auch schon herein. Kurz gesagt, in dem Laden werden alte Sachen wie Möbel oder Stühle wieder aufgemöbelt. Natürlich können wir sowas nicht mitnehmen, aber wir fanden etwas kleines, das unser Interesse weckte. Eine kleine Tontafel mit einem Spruch. Und so begleitete uns der nette Herr in die anliegende Galerie, wo wir das Stück kaufen konnten und somit unser erstes kleines lokales Souvenir im Sack hatten. Die Galerie ist hier zu finden und das Stück, das wir gekauft haben, ist diesem hier ähnlich, aber vom gleichen Künstler. Auf der Galerieseite unter New Arrivals findet man auch die Möbel und anderen Stücke, denen im Lost & Found neues Leben eingehaucht wurde. Ein Blick lohnt sich jedenfalls und lasst uns gerne wissen, was ihr darüber denkt. Ich find die Sachen nicht so schlecht 🙂

Die Besitzerin der Galerie empfahl uns dann noch, ins anliegende Cafe zu gehen, da es dort eine nur in Burslem (so heißt der Vorort/Nachbarort) erhältliche Spezialität gab. Also taten wir das und aßen einen Oatcake – also einen Haferflocken-Pfannkuchen – gefüllt mit Käse und Schinken. Aber meine Fresse, das war so richtig fett durch den vielen Käse. Also kann man machen, muss man aber nicht 🙂

Fast ohne Umweg – Cheltenham

Mit vollem Bauch und vollem Akku ging es dann fast schnurstracks nach Cheltenham und fast ohne weitere Umwege oder Zwischenstopps. Wir machten wirklich nur einen kurzen Halt in Worcester, weil wir dort eine Töpferei suchten, die aber leider schon zu war. Die im Ort liegende Kathedrale war leider für das Abendgebet nicht mehr für Besucher zugänglich, also traten wir den Rückweg zum Auto an und fuhren dann aber wirklich ohne Zwischenstopp und Umwege nach Cheltenham. Dort checkten wir im Hotel ein (auch wieder so ein Griff der naja – nicht optimal war – aber vielleicht sind wir mittlerweile auch einfach zu anspruchsvoll…:)) und sind dann noch in die Stadt gelaufen, um Abendessen zu gehen und sind in einer wahren Futtermeile gelandet. Ein großes Gebäude im Brewery Quarter (also dem Brauerei Viertel), wo es von Brauchhaus über Pizzabude und Eisladen auch ein Vietnamesisches Restaurant gab, das wir uns ausgeguckt hatten. Manchmal wünschte ich, sowas hätten wir auch in Deutschland. Ein Platz, wo man quasi alles hat was das kulinarische Herz begehrt. Diese Futtermeilen oder auch Food Courts gibt es in vielen Städten und Ländern, nur eben in Deutschland kenne ich das in der Form nicht so wirklich. Aber gut, darüber kann man jetzt philosophieren, mache ich aber nicht.

Gloucester Cathedral

Nach unserem Frühstück im Abbey Townhouse, wir würden wie gesagt die Bewertung deutlich niedriger ansetzen, ging es direkt nach Gloucester, dem Nachbarort von Cheltenham, wo wir uns die Kathedrale als nächstes Ziel auserkoren hatten. Man kann viel über diese Kathedrale erzählen, aber vielleicht kürzen wir das ab und sagen einfach, dass es eine der bedeutendsten Kirchengebäude in England ist. Viele weitere Infos gibt es auf der deutschen Wikipedia-Seite – hier gibt es auch nochmal eine Menge Detailbilder – also wenn Euch unsere Bilder nicht reichen, kann dort auch nochmal geluschert werden. Wichtig aber ist, dass diese Kathedrale wirklich, also jetzt echt, hübsch und eindrucksvoll ist. Dafür muss man nicht unbedingt gläubig sein, um dieses Bauwerk toll zu finden. Insbesondere der Blick nach oben im Chorgewölbe, im Langhaus oder im Kreuzgang. Einfach fantastisch. Wir hoffen mit unseren Bildern einen kleinen Eindruck verschaffen zu können.

Kathedrale von Wells

Von Gloucester ging es dann weiter nach Wells, südlich von Bristol, wo wir, wer hätte es gedacht, uns gleich noch eine Kathedrale reinziehen wollen 😀 Nach einer guten Weile über die Autobahn und durch das englische Nirgendwo, fuhren wir direkt durch Bristol hindurch. Das kannten wir ja schon etwas, aber die Ecke kannten wir wiederum nicht. Aber dennoch kamen wir dann in Wells an, wo wir direkt die Kathedrale ansteuerten. Die Besonderheit hier war vor allem das, etwas versteckte, Kapitelhaus, das in runder Form etwas oberhalb des Hauptgebäudes lag. Tolles Ding! Und eine weitere Besonderheit hat die Kathedrale zu bieten, denn die einzelnen Bereiche der Kirche sind durch sogenannte Scherenbögen voneinander abgetrennt. Die Kathedrale, bzw. die Westfassade (also quasi auf unseren Bildern von vorne) wurde bereits 1260 fertiggestellt. Die Kirche an sich ist noch recht gut erhalten, aber ihr könnt wie immer alle Infos, die Euch interessieren, auch hier lesen. Von vorne sieht sie in meinen Augen sogar etwas unsymmetrisch aus, aber das schien zu dem damaligen Zeitpunkt voll hipp. Aber was hab ich schon für Ahnung von sakraler Architektur?

Aber schaut einfach mal – sieht das nicht toll aus?

Schaut unbedingt in die Galerie, ich finde beide Kathedralen sind wirklich sehenswert und dort findet Ihr auch das tolle Kapitelhaus von Wells.

Glastonbury

Glastonbury? Ja genau, ein Dorf mit knapp 9000 Einwohnern, dass man eigentlich nur vom jährlich stattfindenden Glastonbury Festival kennt, einem der größten Musik- und Kunstfestivals der Welt -das aber das nur am Rande. Glastonbury ist vorallem auch dafür bekannt, dass hier König Artus und Guinevere begraben sein soll. Es gibt nämlich eine Abbey, wo zwar nur noch wenige Teile erhalten sind, aber hier sind zwei Stellen markiert, an denen König Artusbegraben sein soll. Jedenfalls war die Abbey eine ehemalige Benediktinerabtei, wann genau die Abtei gegründet wurde, ist nicht mehr sicher festzustellen. Wer sich aber für die Geschichte und die Mythen und Legenden interessiert – Glastonbury hält sich selber für das sagenumwobene Avalon – schaut gerne in den deutschen Wiki-Eintrag. Wer der englischen Sprache mächtig ist, nimmt lieber diesen Beitrag – der ist um einiges ausführlicher. Kurz gesagt – es stehen ein paar Wände, aber die Ausmaße des Originals müssen wirklich riesig gewesen sein. Dank der Andeutung der einzelne Säulen konnte man es sich ein bisschen vorstellen, wie es hier vor 500 oder 700 oder wie vielen Jahren auch immer, aussah. In Glastonbury haben wir übrigens nur gehalten, weil wir dort nochmal das Auto aufladen konnten. Wusste ja keiner, dass hier so ein kleines Schmuckstück ist.

Danach ging es dann in einem Rutsch nach Tintagel, dazu dann aber demnächst mehr. Nun viel Spaß mit den kleinen Tierchen, die sich auch noch in die Bildgalerie geschlichen haben.

Und lasst gerne einen Kommentar da, ob Ihr die beiden Kathedralen von den Bildern her auch so beeindruckend fandet wie wir oder ob Ihr vielleicht selber schonmal dort wart. Wir würden uns freuen!

PPS: Alle Empfehlung und Erfahrungen auf der Seite sind unbezahlt – alles basiert auf unserem Geschmack und unserer Erfahrung. Punkt aus Ende. Ihr könnt Euch die Links angucken, müsst ihr aber nicht.


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