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Ton sucht Töpfer

Ton sucht Töpfer

14.01.2023 | CHRISTCHURCH – WANAKA

Kleiner Nachtrag – zum Kunstobjekt habe ich noch ein Foto der Umgebung mit angefügt.

Wer kann folgen? Niemand? Nicht schlimm, ich erkläre es gleich. Doch bevor ich das tue, würde ich gerne noch was zu einem der Bilder in der Galerie von Christchurch erläutern, weil es da das ein oder andere Fragezeichen gab.

Christchurchs Kunst kurz erklärt

Genaugenommen handelt es sich um dieses Bild:

Das sieht bisschen komisch aus, aber hier erkennt man auch ganz feine Linien im Bild. Es handelt sich um eine Kunstinstallation eines lokalen Bildhauers namens Neil Dawson. Die Skulptur ist schon 1981 das erste Mal installiert worden und sollte eigentlich nur eine kurzzeitige Installation werden, doch es wurde recht populär, so dass es immerhin 9 Monate hing bevor es durch einen Unfall kaputt ging. Erst zehn Jahre später, also 1991 wurde es wieder aufgebaut und als feste Installation wieder im Stadtbild integriert. Durch das Erdbeben 2011 wurde es jedoch wieder komplett zerstört. Im Dezember 2021 fand es wieder seinen Weg in die bzw. hinter das Kunstzentrum in Christchurch. Also wieder 10 Jahre nachdem es kaputt ging. Es hat also in seinen knapp 40 Jahren schon einiges hinter sich…Leider sieht man den Innenhof nicht, denn der Künstler hatte sich bei dem Entwurf an die neugotische Architektur der umgebenden Gebäude orientiert.

Hier nun doch die Innenansicht des Hofes, wo das Objekt installiert ist.

Dawson stützte sich dabei auf das traditionelle perspektivische Zeichnen, wobei sich die Form des Werks verändert, wenn sich der Betrachter unter ihm bewegt. Je nach Standpunkt des Betrachters kann es wie eine Reihe von Linien oder wie ein festes Objekt aussehen. Die röhrenförmige Struktur aus Kohlefaser ist 3 Meter hoch und hängt an dünnen Edelstahldrähten 6 Meter über der Mitte des North Quad – also dem Platz wo es jetzt in Christchurch hängt.

So, ich hoffe, die Fragezeichen sind damit aus dem Weg geräumt. Ich war zu schnell mit dem Bloggen, denn Stefan hatte die Beschriftung der Bilder noch nicht geschafft. Jetzt sollte es aber passen, also, wenn ihr nochmal luschern wollt – hier entlang.

Nun aber zurück zu Wanaka, bzw. unseren Ritt von Christchurch nach Wanaka. Denn der hatte es durchaus in sich, mit knapp 450 km. Und ich hatte ja schon erwähnt, 450 km mag vielleicht nicht so viel klingen, aber hier ist das dann doch doppelt solang von der Fahrzeit. Also fuhren wir, nachdem Stefan mit dem Menschen vom Autovermieter rumgestritten hat, gradewegs aus Christchurch raus. Was die Autovermieter für ein Problem haben? Gute Frage, eigentlich versuchen sie nur den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen oder sie zu besch***. Stefan wollte den Wagen 10 Minuten vor vereinbarter Zeit abholen, da hieß es schon, das würde 300 NZD machen (also Phi mal Daumen 175 Euro). Doch damit nicht genug. Wir wollten ja ein kleineres Auto aber keinen Kleinwagen. Uns wollte man aber nun einen Kleinwagen aufs Auge drücken, weil unsere gebuchte Klasse (kleiner SUV) nicht verfügbar sei. Quasi ein kostenloses Downgrade, statt ein Upgrade. Nach einigem Hin- und Her tauchte dann doch wie von Zauberhand ein ASX auf. Wo der urplötzlich her kam? Who knows…Jedenfalls eine knappe Stunde nach vereinbartem Start hatten wir dann endlich ein Auto. Wer zahlt einem eigentlich die Lebenszeit?

Ton für den Töpfer

Naja, mit neuem Auto ging es also von Christchurch durchs Hinterland ohne große Stops, denn die Strecke ist eher zum Kilometer reißen, denn zum schauen und entdecken. Wir fuhren vorbei an riesigen Bergen, kargen Landschaften, grünen Landschaften, buschigen Landschaften, Seen, Täler und Berge, immer wieder Berge. Auf Straßen – lang und fotogen, oft sahen wir kilometerlang kein anderes Auto.

Und schließlich sahen wir was anderes, denn ich hatte noch etwas auf dem Weg gefunden, dass ich eigentlich schon abgeschrieben hatte, denn irgendwie hatte ich es nicht auf dem Plan, dass wir die Strecke so fahren würden. Wir landeten in den Clay Cliffs – den Ton Klippen…Nur an einem der umliegenden Berge zeigte sich sowas. Doch das ist nur die Frontalansicht…

Denn ist man den Weg erstmal hochgestapft, vorbei an den letzten Lupinen die noch blühten, konnte man durch einen Durchgang in das Innere der Klippen gehen, das eher wie ein Labyrinth aussah. Ich meine, das man mit etwas krakseln auch noch weiter hoch laufen konnte, doch dafür sind wir nicht so recht gerüstet und so begnügten wir uns mit dem halben Weg. Denn es war durchaus rutschig, da auf dem abgewetzten Boden mit kleinen Steinen kaum Gripp unter die Schuhe zu bekommen war. Und wir wollten nun wirklich die Klippen nicht zu einer Rutsche umfunktionieren.

Wir beließen es also dabei und wanderten langsam zurück zum Auto, um die letzte Etappe nach Wanaka zurückzulegen. Dabei mußten wir auch über den Lindis Pass, wo wir natürlich auch den ein oder anderen Ausguck mitnahmen, da sich das Wetter über den Tag von leicht bewölkt zu strahlend blauem Himmel gewandelt hatte. Da wir etwas verspätet dann in Wanaka ankamen, schmissen wir unsere Sachen ins Zimmer und fuhren nochmal zum See hinunter, und bis auf 3 andere Leute war niemand da, so dass wir in Ruhe den Sonnenuntergang bzw. dessen Vorspiel anschauen konnten.

Und das war es auch schon. Bald geht es dann hier weiter mit Wanaka und Mount Aspiring. Wenn das Internet denn mitmacht, das ist teilweise eine Katastrophe.

Doch nun zu den Bildern des Tages – dafür geht es dann hier entlang – sind auch schon beschriftet 🙂


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