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Von Nord nach Süd

Von Nord nach Süd

04.01.-06.01.2023 | ROTORUA – TAUPO – ROTORUA – QUEENSTOWN

Guten Tag zusammen ihr Hübschen. Da sind wir wieder und wollen mal wieder in die Vollen gehen. Bevor wir Euch mit auf die Südinsel nehmen, wollen wir noch einen Blick auf den letzten Tag auf der Nordinsel werfen. Wir hatten ja schon geschrieben, dass wir beim Glamping waren, dummerweise ist das mit dem Wetter eher so semi gewesen an den Tagen. Grau und frisch war es, so dass wir kaum draußen sitzen konnten, ohne die Umwelt mit einem Heizpilz mit aufzuwärmen. Aber so richtig viel blieb uns nicht übrig. Doch für den vorletzten Tag in Rotorua hatten wir noch ein bisschen Spaß auf dem Plan stehen, wir wollten nämlich Jetboot fahren.

Lake Taupo

Also ging es nach dem Frühstück direkt nach Taupo bzw. zu den Huka-Wasserfällen, wo wir quasi schon sehnsüchtig erwartet wurden. Nasse Leute kamen von den zwei Booten, die über den Fluss bretterten und uns schwante böses. Doch es gab kein Entrinnen. Mit toller Montur stiegen wir ins Boot und nach einer kurzen Einweisung hieß es dann auch schon: „auf geht die wilde Fahrt“! Unsere Bootsfahrerin zeigte uns vor der Abfahrt noch kurz, welches Zeichen sie gibt, damit wie eine 360 Grad Drehung machten. Sie rührte dazu mit dem Finger in der Luft und dann ging es auch wirklich schon los. Mit einer max. Geschwindigkeit von 80-85 km/h heizten wir über den Fluss. Stefan und ich saßen vorne, mussten uns als immer ordentlich festhalten, wegen der Fliehkräfte. Oder waren es die Fliegkräfte? Na jedenfalls schwappte das Wasser bei jeder Drehung immer schön vorne ins Boot, so dass Stefan (der außen saß) ordentlich nass war – ich aber auch, keine Sorge. Nachdem wir einmal den Fluss runter gebrettert sind, ging es in die entgegengesetzte Richtung zu dem eigentlichen Wasserfall. Der Huka-Wasserfall ist einer der beliebtesten Wasserfälle und Fotomotive ganz Neuseelands. Der Durchsatz kann bis zu 270.000 Liter pro Sekunde (!) betragen. Oberhalb des Huka-Wasserfalls drängten sich die Leute, wir hatten zum Glück ein lauschiges, wenn auch feuchtes, Plätzchen unterhalb und konnten an dieser Stelle auch ein paar Fotos machen.

Hier sieht man ganz gut, wie die Wassermassen sich hinabstürzen und wie sich die Leute oben drängen…

Nach der Besichtigung ging es nochmal ein bisschen rund, so dass wir am Ende auch recht durchnässt, aber nicht völlig nass, wieder am Anleger ankamen. Am Auto wechselten wir Klamotten und machten uns dann nach Taupo auf zu einem Café um was zu essen und auch einen Kaffee zu trinken. Gesagt getan – das Wetter wollte sich heute aber nicht so richtig von der schönen Seite zeigen, doch wir hatten noch eine Kleinigkeit auf dem Plan.

Beim letzten Neuseeland-Urlaub waren wir ja unter anderem in Wanaka um den Wanaka-Tree im Wasser zu fotografieren. Bzw. nicht wegen dem Baum waren wir da, sondern weil wir eben nach Wanaka wollten und der Baum war halt ein nettes Beiwerk. Hier nochmal zur Erinnerung der Eintrag inkl. Bild vom Wanaka-Tree. Wobei es hier gar nicht um Wanaka gehen soll, sondern eher um einen ähnlichen Baum im Wasser, jedoch auf der Nordinsel. Da der Aufenthalt des Baumes bis dato geheim gehalten wurde, um auch die Anwohner zu schützen, werden wir zwar sagen, dass wir den Baum gefunden haben, jedoch nicht wo und wie man hinkommt.

Für den Baum hier in der Nähe von Taupo gibt es, anders als für den Baum in Wanaka, keinen Hashtag, denn wie schon gesagt, der Baum ist wenig berühmt. Hoffen wir, dass es so bleibt, denn in Wanaka, so habe ich grade gelesen, haben sie wohl einige Äste am Baum kaputt gemacht und außerdem haben sie ein Schild stehen, dass man bitte NICHT auf den Baum klettern soll. Manchmal versteht man die Menschen auch nicht, wieso weshalb man auf ein Wahrzeichen klettern muss – und dazu noch so ein fragiles. Klar, es ist nur ein Baum in einem See und eigentlich gar nicht so ungewöhnlich angesichts der verschiedenen Bäume und Büsche entlang den Küstenstreifen, aber ja, nix bleibt dem Touristen verborgen und manch einer lässt sein Hirn eben auch zu hause. Wenn überhaupt ein Hirn vorhanden ist.

Hier nun aber eben die Bilder – einmal Wanaka und einmal Taupo.

#thatwanakatree – Baum in Wanaka (2018)
Der Baum in Taupo

Da aber das Wetter etwas pustig war, hatte ich ganz schön zu kämpfen, ähnlich wie Stefan mit der Drohne. Selbst mit Stativbeschwerung wollte eine Langzeitbelichtung nicht so recht hinhauen, aber ich denke man erkennt was. Ich find übrigens, dass der Baum dem in Wanaka in nichts nachstehen muss.

Das Ufer des Sees war übersät mit weißen Steinen, dachten wir zumindest. Irgendwer von uns hob einen der Steine auf, doch man hatte quasi nur Luft in der Hand. Mit ein bisschen Muskelkraft konnte man diese Steine durchbrechen und fast in der Hand zerbröseln, denn es war alles Basaltstein. Lake Taupo ist ein Kratersee, daher wohl auch der Basalt. Warum der weiss war, weiß ich aber nicht.

Nach Taupo ging es noch etwas die Straße entlang in Richtung Tongario – doch wir konnten keine richtige Aussicht auf die Vulkane genießen. Hohe Bäume und tiefhängende Wolken machten es uns an diesem Tag wirklich nicht einfach. Also ging es dann zurück in unsere Unterkunft, wo abends ein richtiger Sturm mit Regen aufzog. Neuseeland wartete auf den ersten Zyklon des Jahres und damit auf starkes Unwetter. Teile der Nordinsel waren bereits nicht mehr passierbar, aber uns blieb ja auch nicht so viel, als uns in die Zelt zusammenzurollen und die stürmische Nacht abzuwarten.

Tschüss Nordinsel – Willkommen auf der Südinsel

Am nächsten Morgen sah es immer noch regnerisch, grau und ungemütlich aus. Ehrlicherweise sah es nicht nur so aus, es war einfach ungemütlich, doch wir mussten zum Flughafen, da es an der Zeit war, uns nach Queenstown aufzumachen. Was wir auch taten. Auf dem Weg zum Flughafen mussten wir aber eine andere Route nehmen, da wir während unseres Aufenthalts in Rotorua nicht einmal einen Blick auf dem See werfen konnten. Das holten wir nun bei miesepetrigem Wetter nach. Ein kurzer Stopp an einem kleinen Steg inklusive. Da ich noch meine Regenjacke anhatte, wurde ich auserkoren ein Bild vom Steg und See zu machen. Eigentlich ja kein Ding. Dummerweise wars unterhalb des Stegs sehr glatt und so fiel ich quasi auf die Schnauze. Handy ist heile geblieben, Jacke sauber, aber meine Jeans hats ziemlich zerbröselt. So richtig schön modderig hing das Zeug am rechten Knie und zog sich bestimmt 20 cm die Büx entlang. Tja, so wollt ich nun auch nicht in den Flieger steigen. Also hieß es am Flughafen (eher Flughäfchen), andere Hose aus der Tasche pulen und umziehen. Die dreckige Hose landeten in der Tasche und halbwegs vernünftig gekleidet, konnte es nun auch losgehen. Das mein Knie komplett blau wurde, hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht gesehen.

Mit unseren kleinen Fliegern landeten wir erst in Christchurch und von dort ging es in einem kurzen Flug nach Queenstown, wo das Wetter 10 Grad mehr anzeigte und die Sonne hinter ein paar Wolken hervorblitzte. Wir checkten in unserer Unterkunft mit Blick auf den Lake Wakatipu ein, schmissen die erste Ladung Wäsche in die Waschmaschine (inkl. meiner schmutzigen Jeans) und fuhren zur Canyon Brewery, wo wir neben einer Bierprobe gleich auch zu Abend aßen. Danach ging es noch in die Kaufhalle, um ein paar Lebensmittel zu organisieren und dann direkt auf die Terrasse wo wir den Abend ausklingen ließen. Mit einem bunten Himmel und viel Ruhe, da wir etwas oberhalb der quirligen Stadt lagen.

Ein paar Bildchen haben wir aber wie gesagt gemacht – hier geht´s lang!

Glenorchy und das Paradise

Am nächsten Morgen wollten wir gegen 10 Uhr in der Früh los, irgendwie wurde es aber bissl später, bis wir nach Glenorchy aufbrachen, um uns den ein oder anderen Drehort aus Herr der Ringe anzuschauen. Doch das war einfacher gesagt als getan, denn wie will man schon Bäume bzw. einen Wald mit einer verfremdeten Filmkulisse vergleichen. Oder ein Feld mit Isengard? Dennoch, wir machten uns auf den Weg, hatten glücklicherweise auch gutes Wetter abgepasst und fuhren entlang des Lake Wakatipu in Richtung Glenorchy. Eigentlich am Ende des Weges, doch zu der Mittagszeit ein ziemlich volles Örtchen. In der Gegend an sich gibt es viele Startpunkte für Wanderungen und auch wir suchten uns einen kleinen Wanderweg raus, der nahe des Routeburn-Track liegt bzw. auch so ähnlich heißt, nämlich der Routeburn-Walk.

Doch bevor wir dort waren hinfuhren machten wir noch Halt am Isengard-Lookout. Unterhalb einer Brücke befand sich ein riesiges und breites Flussbett. Ein Teil davon war trocken, der andere von einem reißenden Strom durchzogen. Das Wasser war so klar, da konnte man jeden Stein erkennen. Doch Isengard und den Turm Sarumans konnten wir nicht erkennen bzw. uns nicht vorstellen – deswegen ging es dann weiter zum Routeburn-Walk. Durch den Dschungel mit seinen riesigen Farnen und Bäumen, mit Pilzen, Moosen und Vögeln wanderten wir knapp 1,5 Stunden. Eigentlich kann man diesen Weg auch schneller machen, aber es gab so viel am Wegesrand zu sehen und die Strukturen und Pflanzen, die die Natur in den Wald gezaubert hat, ließen uns immer wieder anhalten und das ein oder andere Foto machen.

Nach unserer Wanderrung hätten wir auch locker zurück in unsere Unterkunft fahren können, aber wir entschieden, dass wir noch nach Paradise fahren. Ein „Ort“ bzw. eine Straße, die irgendwo im Nirgendwo als Sackgasse endet. Aber schon allein das Ortseingangsschild war ein kleines Erlebnis.

Auf ins Paradise

Die Strecke zum Ende der Straße war auch recht unterhaltsam, nicht nur, dass die Straße eine einspurige Schotterpiste war, wir mussten auch einige Furten durchqueren. Manche waren komplett leer, manche etwas höher und es war ganz gut, dass wir so ein hochgebocktes Auto hatten und einfach durchfahren konnten.   

Am Ende des Weges konnten wir nochmal den Fluss von vorher sehen und die Jungs sind etwas mit der Drohne unterwegs gewesen. Die Damen haben sich von den Sandfliegen beißen lassen, so dass wir uns recht schnell ins Auto zurückgezogen haben und dort warteten und einige von den Sandflies zermatschten. Neben dem Fluss gab es auch noch einige Wanderwege die hier starteten, doch wir beließen es bei unserer einen Tour an dem Tag. Als wir wieder vollständig waren, fuhren wir zurück Richtung Queenstown, wo wir eigentlich auf einen Burger bei Fergburger hofften, doch die Wartezeit war recht lang, so dass wir ein alternatives Restaurant, etwas außerhalb von Queenstown aufsuchten. Schon am frühen Mittag (also vor 12) war eine riesige Schlange vorm Fergburger und so sah es leider auch noch Abends aus. Vermutlich ist das so mit Restaurants, die überall als MUST-HAVE gehyped werden – aber ich glaube Burger bleibt Burger! Wie dem auch sein, wir haben diesen Hype-Laden dann bewusst ausgelassen und uns nicht angestellt. Den Burger, den wir im Lokal Kitchen hatten, war auch sehr gut. Da wir aber auch dort sehr lange Wartezeiten hatten, wurde es abends recht spät. Wir saßen noch bisschen auf der Terrasse, gingen dann aber auch bald ins Bett, denn der nächste Tag war wieder pickepacke voll.

Mit der Drohne ist übrigens sowas hier entstanden…

So, das soll es für heute gewesen sein, doch noch lass ich Euch nicht ganz gehen. Denn hier geht´s noch zu den Bildern des Tages. Viel Spaß 🙂

Bildergalerie


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