Und? Wie seid ihr ins neue Jahr gerutscht? Wir haben es uns einfach gemacht, denn wir haben uns quasi reinsegeln lassen, aber nur fast. Den 31.12.2022 haben wir morgens bei einem guten Frühstück im Kingsland Social starten lassen – übrigens der Laden, an dem wir jeden morgen frühstücken war, weils wirklich wirklich gut war. Mit pochierten Eiern, Toast, Kresse und allem was dazu gehört sowie, nicht zu vergessen, einem guten Kaffee. Dort schmiedeten wir auch den Plan, wie wir den Tag verbringen und vor allem wo wir ihn abends ausklingen lassen wollten.
Zuerst hieß es erstmal rauszufinden, wie und wann die Fähre zu unserem auserwählten Spot fährt bzw. von dort wieder nach Auckland reinfährt. Mit der richtigen Suchmaschine war das aber kein Problem und so hatten wir noch einiges an Zeit, bevor wir zu unserem Spot mussten. Zuerst stand noch eine kleine Graffiti-Tour auf dem Plan. Mit einer kleinen Online-Karte bewaffnet und mit einem kostenfreien Parkplatz in der Nähe ging es also los – unsere Hauptstraße, der wir folgten – war die Karangahape Road. Der Online-Guide war recht aktuell, bis auf ein zwei Sachen, die in der Zwischenzeit neu gestaltet wurden.
Da waren auf jedenfall ein paar hübsche Bilder bei




Nachdem wir fast alles abgegrast hatten, machten wir uns auf den Weg zu unserem Aussichtspunkt für abends. Dafür fuhren wir einmal quer durch Auckland, über die Habour-Bridge bis zum Hinemoa Park und dem dortigen Anleger der Fähre. Zum Glück gab es noch viele Parkplätze, die wir frei nutzen konnten und so packten wir unsere Sachen für unsere anstehende Segeltour und rüsteten uns gleichzeit auch für Abends. Vorher waren wir übrigens noch kurz einkaufen, so dass wir zumindest nen Bierchen und Sekt zum Anstoßen am Abend hatten.
Nachdem alle Sachen verstaut und der Rucksack gepackt war, liefen wir eine Runde durch den Park um zu sehen, wo für Abends ein gutes Plätzchen wäre. Das haben wir dann auch gefunden, blieb nur zu hoffen, dass es Abends auch so blieb und wir die ausgeguckten Plätze bekamen. Danach liefen wir zur Fähre, auch wenn wir noch bissl Zeit hatten, und warteten darauf, zurück in die Innenstadt von Auckland gebracht zu werden. Die Fährfahrt an sich war relativ kurz, vorbei an der Harbour Bridge und dann landeten wir auch schon wieder im Hafen und schlenderten von dort noch eine Runde im Hafengebiet lang, da wir noch Zeit hatten, bis unser Segler startete. Mit ner Brezel und nem Kaffee zur Stärkung ging es dann aber pünktlich zu unserem Touranbieter und unser Skipper, in unserem Fall aber Skipperin, kamen auch pünktlich, um uns abzuholen und zum Segelboot zu bringen. Eingecremt mit Sonnenmilch ging es dann auch direkt los, natürlich mit einem kleinen Willkommensdrink und schwups, waren wir auch schon unter der Habour Bridge, wo dann auch schon unser Essen kam. Wir hatten jedenfalls für unsere Tour halbwegs gutes Wetter, mit ein bisschen Sonne und einer fantastischen Aussicht auf die Stadt und die Skyline von Auckland. Nach dem Essen gabs noch das ein oder andere Getränk und der ein oder andere Mitsegler durfte dann auch nochmal ans Steuer und das Boot steuern. Wir haben uns dezent zurückgehalten und uns auf den Seiten breit gemacht und die Aussicht genossen. Sollten doch die anderen arbeiten 🙂





Nach unserer Segeltour steuerten wir den Busbahnhof an, um mit dem Bus wieder zu unserem auserkorenen Plätzchen zu fahren. Dazu mussten wir dann noch ein paar Schritte laufen und organisierten uns vorher noch ein Bierchen, da wir noch knapp 2 h bis 0 Uhr Zeit hatten. Angekommen an unserem Plätzchen war die Hölle los, alle Parkplätze belegt und viele Autos, die sich dort ebenfalls noch niederlassen wollten, doch für viele hieß es hier Ende Gelände. Wir schlenderten den Park hinunten und fanden tatsächlich in der ersten Reihe noch 4 Plätze, so dass wir direkt an der Wasserkante sitzen und sowohl den Skytower als auch die Brücke bestens im Blick hatten. Um Punkt 24:00 Uhr ging dann auch das Feuerwerk am Skytower los und die Brücke wurde in wechselnden Farben beleuchtet. Von blau über regenbogenfarbend bis zu rot und alle Farben dazwischen. Nach 5 Minuten war der Spuk aber auch schon vorbei, die Leute sprangen auf und zack, waren wir fast allein auf der Promenade. Das war interessant und hatten wir so eher nicht erwartet.

Und ehrlich gesagt, so toll das Feuerwerk war, mir war es dann doch ein bisschen zu kurz und hat mich eher etwas enttäuscht. Aber dennoch, mit der Brücke und überhaupt, war es dennoch ein tolles Erlebnis, wenn auch anders als erwartet.
Wir standen dann noch a bissl rum, machten komische Fotos und fuhren dann mit dem Auto durch den Stau zurück in unser Hotel.
Hier aber nun die Bilder von unserer kleinen Streetart-Tour und dem Silvesterabend.
Am Neujahrstag gingen wir es dann langsam an. Mit etwas Verspätung stießen Stephie und Daniel etwas später zu uns zum Frühstück, so dass Stefan und ich sogar noch ein zweites zu uns nehmen konnten. Aber bitte, verratet es niemanden 🙂 Eigentlich hätten wir am Neujahrstag unsere Whale-Watching Tour machen wollen, doch diese wurde leider kurzfristig abgesagt und so überlegten wir uns, wie wir den Tag anderweitig gestalten konnten. Wir verlegten quasi unsere Planung für den Folgetage einfach nach vorne und entschieden uns, zum Piha-Beach zu fahren und uns außerdem die Basstölpel-Kolonie (Gannet-Kolonie) anzuschauen.
Also fuhren wir nach unserem Frühstück nach Nord-Westen zuerst nach KareKare, wo wir uns einen nicht ganz so kleinen Wasserfall anschauten, wobei wir erstmal wieder einen Berg erklimmen mussten, der gefühlt 20% Steigung auf 30 m hatte. Ich hab ja eigentlich keine Neujahrsvorsätze, aber an der Fitness kann man definitiv was machen, was ja zum Glück nicht nur für den Jahresanfang gilt und immer gestartet werden kann 🙂
Also, zurück zum Wasserfall, der, wer hätte es gedacht, KareKare-Wasserfall hieß. Die Fallhöhe liegt bei knapp 25 m und unten im Pool schwammen einige Leute, aber nicht zu viele. Doch direkt am Wasserfall turnten ein zwei Leute rum. Mit etwas Geduld verschwanden die dann aber auch, so dass wir zumindest ein Bild des Wasserfalls mit der ganzen Höhe machen konnten – leider ohne Pool, denn dort schwammen wie schon gesagt einige Leute drin. Die haben wir dann einfach abgeschnitten :p

Vom Wasserfall liefen wir zurück, eigentlich zum Auto, doch komischerweise bogen wir vorher ab und wanderten einen der Wanderwege Richtung Strand hinunten. Nach viel Dschungel, Gestrüpp und Düne standen wir auf einmal an einem ewig breiten, schwarzen Strand, das Meer konnten wir anfangs nur erahnen, weil es sich soweit zurückgezogen hatten. Wir stapften also durch den schwarzen Sand Richtung Meer, wo die Wellen tosten. Von hier liefen wir den Strand entlang bis zum nächsten Ausgang und schlugen uns wieder durch einen kleinen Busch, um dann am Auto wieder anzukommen. Unser nächster Halt stand nämlich auf unserem Zettel, und das war eigentlich Piha Beach. Doch wir kürzten ab und schauten uns Piha Beach und den Lions-Head (die Felsformation am Anfang des Strands) von oben an, bevor es dann doch Richtung Gannet-Kolonie ging.

Schwuppdiwupp saßen wir also wieder im Auto und ich freute mich schon wie bolle auf die blöden Basstölpel bzw. in unserem Fall korrekterweise der Australtölpel. Mit einer Flügelspanne von 170 cm – 200 cm ist der sogar ein bisschen größer als der Basstölpel. Doch darum soll es gar nicht gehen. Alle wichtigen und auch interessanten Fakten zum Australischen Tölpel könnt ihr hier nachlesen. Und ich meine das nicht ironisch.
Die Kolonie die wir besucht haben liegt am Muriwai-Strand bzw. auf davor gelagerten Felsen, aber auch direkt am Festland. Hier befindet sich die einzige Australis-Tölpel-Kolonie der Region und eine von 3 Kolonien, die an Land leben. Wir liefen zu mehreren Punkten und an einem, da hätte man nur die Hand ausstrecken müssen, und schon hätte man das Vögelchen in der Hand gehabt. Aber sowas machen wir natürlich nicht. Doch die Poser musste man unbedingt fotografieren, denn sie standen wirklich Pose in allerfeinster Güte.



Auf jedenfall war grade Brutzeit bzw. waren die Jungtiere zum Großteil schon geschlüpft. Von pechschwarz (frisch geschlüpft) bis flauschig weiß und flauschig grau war alles dabei. Während die Eltern Fisch organisierten bändelten andere Vögel gerade miteinander an, andere stahlen sich aus der Gruppe an den Klippenrand und starteten von dort ihren Rundflug bzw. Beutezug. Diese Art von Tölpel taucht übrigens mit fast 100km/h ins Meer und schnappt sich dann beim Tauchen den ein oder anderen Fisch. Es war jedenfalls ein großes Geschnatter und Geflatter und es muffelte ganz schön, vor allem wenn der Wind uns die Brise direkt in die Nase wehte. Bis zu 2.000 Vögel leben übrigens in dieser Kolonie. Und nicht zu vergessen, wie das Leben eben so spielt – neben dem ein oder anderen Fisch der rumlag bzw. verfüttert wurde und neben dem Balzen und der Begrüßung untereinander, gab es auch den ein oder anderen toten Vogel. Aber wie gesagt, dass ist das Leben. Immerhin können die Tölpel bis zu 30 Jahre alt werden.

Nun aber auch genug von mir geschnattert. Die Sonne ging nämlich langsam unter und wir hatten noch eine kurze Fahrt zurück nach Auckland, wo wir noch Essen wollten. Da Neujahr aber auch hier ein Feiertag ist, hatten viele Restaurants gar nicht auf. Aber wir fanden zum Glück noch ein Plätzchen in einem netten thailändischen Restaurant.
Hier gehts aber nun wirklich zu den Bildern des Tages.
Morgen geht es dann von Rotorua auf die Südinsel nach Queenstown. Der nächste Eintrag hier kommt dann natürlich die Tage – und da wird sich vieles um Geothermie und Maoris drehen. Bis dahin, bleibt gesund und munter.









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