25.12.-29.12.2022 | MÜNCHEN – AUCKLAND – COROMANDEL
Hallöle zusammen – jetzt sind wir schon ein paar Tage hier in Neuseeland, Zeit also einen kurzen Zwischenstand zu geben. Vorab, mit den Flügen hat alles wunderbar geklappt, Gepäck ist auch angekommen – nur das mit dem Schlafen hat nicht so richtig gut geklappt. Aber wir sind alle heile in Auckland angekommen und nach der Einreise hieß es nachts um 1 Uhr dann noch eine Neuseeländische Sim-Karte für´s Handy abzuholen. Doch irgendwie wollte die kleine Karte nicht so richtig funktionieren, weder in Stefans noch in meinem Handy.
ANREISE UND ANKUNFT
Die Nervosität stieg mal wieder, weil das nicht so richtig klappen wollte und ich wieder wie Depp danebenstand und am liebsten das Handy an mich gerissen hätte. Die Tante am Schalter war auch nur bedingt hilfreich mit ihren langen Fingernägeln, aber zumindest hat sie dann eine neue Karte rausgekramt, die dann zum einen direkt ins Handy bzw. dessen Vorrichtung reinrutschte und zum anderen dann auch endlich funktionierte. So haben wir nicht nur ne eigene Neuseeländische Nummer, sondern auch noch 40 GB Datenvolumen. Das sollte für ein paar Tage ohne Internet in den Unterkünften sicherlich reichen.
Nachdem das mit der Karte endlich geklappt hatte, schnappten wir unsere Sachen und marschierten Richtung Hotel. Nach etwa 20 Minuten mit Sack und Pack und einem lauen Lüftchen kamen wir im Hotel an, checkten ein und dann ging es direkt ins Bett. Für etwas anderes war das Hotel auch nicht ausgelegt, die Zimmer sehr klein und für großes Gepäck eigentlich gar nicht geeignet, aber für eine Nacht vollkommen ausreichend.
Freche Autovermieter, Frühstück und Abfahrt nach Coromandel
Für den Folgemorgen hatten wir uns zu 9:30 Uhr verabredet, damit die zwei Jungs zum Flughafen zurück laufen konnten und unser für 10 Uhr bestelltes Auto holen… Es sollte deutlich später werden. Wir hatten unser Auto ja bereits Anfang des Jahres reserviert, ein Großes, damit wir zu Viert und mit entsprechendem Gepäck in das Auto passen. Am Flughafen waren aber anscheinend alle Schalter der Autovermieter besetzt und vor allem mit langen Schlangen gefüllt. Die Aussage, dass in der ganzen Region keine Mietwägen verfügbar sind, war dann schon etwas komisch…und uns sagte man, ein großes Auto gäbe es schon gar nicht. Nur Suzuki Swift – den man uns dann als Alternative zum Ford Ranger anbot. Das war schonmal lächerlich. Dann wurde lange rumgepopelt und am Ende standen wir mit ZWEI Suzuki Swifts da, wovon einer etwa 2000 Euro für 10 Tage kosten sollte… In der Halle wo die Autos abgeholt werden sollten, standen dann aber komischerweise doch große Autos und die Jungs diskutierten dann und nach langem hin und her standen sie also wieder am Schalter und bekamen dann doch ein großes Auto, inkl. Stornierung der Swifts. Aber so richtig erklären kann man das nicht, außer mit einem dubiosen Geschäftsmodell, dass man Überbuchungen zulässt und dann Kleinwägen für den Preis von Campervans verkauft. Eigentlich eine Frechheit und den Verlust von 2 h Lebenszeit gleicht einem auch keiner aus – dafür ist der nigelnagelneue Wagen (15 km auf dem Tacho) nach nunmehr 3 Tagen wenigstens dreckig wie Sau, ätsch. Danke an den grünen Autovermieter! Zumindest haben wir dabei noch eine nette Familie aus Bangkok kennengelernt – denn geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid.





Nach dem Nervenkampf haben die Männers uns vom Hotel abgeholt und wir sind erstmal Frühstück kaufen gegangen, was wir dann auf der Ladefläche des Pick-Ups ausgebreitet und verspeist haben. Nicht sonderlich sexy auf einem Parkplatz am Flughafen zu frühstücken, aber gut, was solls. Nach der Stärkung ging es dann mit dem Auto Richtung Coromandel, schön entlang der Küste mit netten Ausblicken auf die Firth of Thames-Bucht mit türkisfarbenem Wasser, hohen Bergketten und überhaupt, Sonne und 25 Grad 🙂 Was will man mehr? Eigentlich nicht viel. Ein paar Mal haben wir am Wegesrand gehalten, aber eher wenig, denn die Fahrt an sich war schon ein kleines Erlebnis, denn mit der fetten Karre auf der engen Küstenstraße, das war gar nicht so einfach. Denn schnurstracks ging die Straße nicht, eher gewunden und geschwungen – Leitplanken? Fehlanzeige! Wie heiß es dann: Hier ist noch jeder für sein Leben selbst verantwortlich. Da steckt wohl ein bisschen Wahrheit drin. Gegen 17 Uhr kamen wir dann an der Unterkunft an – GRUSELIG. Wirklich, dieser Ausblick auf die Bucht, türkisfarbenes Wasser, Sonne von oben und überhaupt. Das war ja kaum zum Aushalten auf der Terrasse. Nach der Zimmeraufteilung entschlossen wir uns nochmal kurz in den Ort zu fahren, um noch einige Einkäufe zu tätigen und uns ein Fish & Chip zu gönnen. Der Einkauf ging recht fix, doch beim Fish & Chip Laden dauerte es eine ganze Weile, denn das Lokal (wobei Lokal wohl etwas übertrieben ist) scheint auch bei den Einheimischen recht beliebt zu sein. Nach uns kam noch eine Bestellung und dann war der Fisch ausverkauft – Ende Gelände. Mit allem drum und dran gabs dann abends auf der Terrasse mit Ausblick schön frischen Fisch und richtig gute Pommes.

Danach ging dann aber nicht mehr viel, 24 Stunden Flug merkt man dann doch a bissle.
Coromandel Coastal Walk
Dafür krabbelten aber alle am nächsten Morgen recht früh aus dem Bett und wir trafen uns auf der Terrasse mit einer Tasse Kaffee und genossen die Stille draußen – bis auf einige Vögel, die uns mit etwas Musik begleiteten. Nach unserem Frühstück ging es mit dem Auto zum Coromandel Coastal Walk – also zur Küstenwanderung, doch hier war der Weg das eigentliche Ziel. Denn der Wanderweg beginnt an der Nordspitze der Halbinsel und der Weg dorthin war vor allem von Schotterwegen (einspurig) entlang der Küste geprägt. Zwar waren wir alle früh wach, doch als wir los kamen war es 10 Uhr und wir kamen gegen 12:30 Uhr am Wanderparkplatz an – mitten in der Mittagssonne. Und ja, für die Strecke von knapp 65 km braucht man ca. 2 h – wir haben dazu noch das ein oder andere Mal angehalten, um die Aussicht zu genießen.



Als wir dann am Wanderparkplatz ankamen war es, wie oben schon erwähnt, genau Mittagszeit und die Sonne knallte erbarmungslos vom Himmel und wir alle hatten schon leicht einen Sonnenbrand, besonders Stefan. Doch wir marschierten trotzdem erstmal los, zumindest eine kleine Runde…

… und genossen dann die Aussicht auf eine kleine Bucht mit einem Felsen im Meer, der an ein Mammut erinnerte. Dort saute ich mir auch noch auf einem uralt und von Meer abgelutschten Baumstamm noch meine Hose mit Harz ein 😦 Und Harz geht ja bekanntlich nicht so gut aus Klamotten raus.
Auf dem Rückweg hielten wir noch an einer Bucht, ein schöner Steinstrand, wo die zwei Jungs unbedingt ins Wasser hüpfen mussten.

Eigentlich wollten wir anschließend direkt zur Cathedral Cove, doch bei einem Toastie und Eis bei Hereford ’n‘ a pickle auf dem Rückweg vom Coastal Walkway nach Coromandel entschieden wir, dass es wohl etwas knappi werden könnte für die Höhle, da wir ja noch knapp eine Stunde Fahrt und eine Stunde Wanderung vor uns hatten. Somit schoben wir das auf den „heutigen“ Tag. Wir fuhren also nochmal kurz einkaufen, um abends Tortillas mit Chili con Carne zu kochen und auf der Terrasse bei bestem Blick zu genießen und dabei den Tag ausklingen zu lassen.
Und hier geht es zu den Bilder von unserer Anreise, unserem ersten Tag mit der Fahrt nach Coromandel und eben von gestern – dem Weg zum Coastal Walkway – da könnt ihr bissl durchblättern 🙂
Wir düsen jetzt Richtung Cathedral Cove! Bis dahin, habt einen schönen Morgen und Tag und Grüße von uns 4en!









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