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Stille Örtchen

Stille Örtchen

Genau dahin sind wir heute gestartet. Da das Wetter heute eigentlich nur aus Schnee – Regen – Schneeregen – und weniger aus trockenen Phasen bestand, haben wir heute früh beschlossen, einfach unsere angedachte Route mit dem Auto zu machen, komme was da wolle…

Und so machten wir uns am späten Vormittag auf den Weg in den Norden von Langøya. Zuerst hatten wir Gisløya, eine kleine Insel im Galvefjord. Von dort kann man normalerweise auf die Insel Andøya schauen, heute aber konnte man es bestenfalls erahnen. Bis auf ein paar Umrisse sah man im Schneeregengestöber nämlich nichts…Doch unser nächste Ort auf der imaginären Karte sollte uns an dem wohl „stillsten“ Örtchen der Vesteralen vorbeiführen. Mit dem klangvollen Namen KLO empfing uns ein Dorf mit knapp 10 Häusern. Aber da wir den Ort nur bei der Durchreise nach Sto passierten, hielten wir uns natürlich dort nicht weiter auf. Sto ist der zweite Ort, der sich, neben Andenes, auf Wal- und Vogelsafaris spezialisiert hat. Im Gegensatz zu Andenes jedoch bieten die Anbieter in Sto die Ausfahrten nur im Sommer an – der Ort war also ausgestorben. Zum Wintercamping hat sich hier niemand hin verirrt und die Fischer waren entweder draußen auf der See oder kamen gerade mit einem der großen Trawler wieder in den Hafen. Ansonsten gab es in dem Ort wirklich nichts, bis auf ein paar Möven, die sich an den Felsen schmiegten, um nicht auch vollkommen nass zu werden.

Wir verließen Sto und machten uns auf, um in das kleine Nyksund zu fahren. Ein ehemaliges Fischerdorf, das eine bewegte Geschichte hinter sich hat. So war es schon mehr als einmal komplett ausgestorben, „Renaturalisierungsverusche“ oder vielleicht „Reurbanisierungsversuche“ – sorry hier fehlt mir das richtige Wort – scheiterten. Selbst eine Gruppe von Wissenschaftlern der Berliner Universität konnte das Dorf nicht wiederbeleben. Erst durch Privatpersonen konnte es etwas wiederbelebt werden, so das mittlerweile auch Menschen dort wieder wohnen. Es gibt ein paar Restaurants, ein Hotel und einige Galerien. Ein perfekter Ort für Aussteiger also. Aber im Winter, auch hier, irgendwie tote Hose.

Ich hab grad noch einen Bericht gelesen, da steht drin, dass seit 1997 das Dorf wieder bewohnt ist und langsam wieder bewirtschaftet wird. Nun, vielmehr gibt es aber auch nicht zu sagen, außer vielleicht, dass Nyksund ähnlich dem Dorf Nußfjord ist, nur eben auf einer anderen Insel 🙂

Nach Nyksund ging es zurück nach Myre, einem größeren Ort in dieser Gegend und dann zurück Richtung Unterkunft.

Da das Wetter, wie gesagt, wenig berauschend war, ist die Ausbeute etwas mager, aber immerhin 🙂

Hier geht´s lang zu den Bildern.

Noch ein Update bezüglich unserem Flug, der gestrichen wurde. Wir haben jetzt umbuchen lassen, so dass wir bereits um 10:30 Uhr am Montag zurückfliegen, damit wir nicht noch eine Extra-Nacht in München verbringen müssen. Also wirds schon irgendwie hinhauen…hoffentlich.

Bis dahin!


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