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Im Norden was Neues…

Im Norden was Neues…

Man mochte ja schon etwas zweifeln, aber ja, wir haben es heute auf die Lofoten geschafft. Um ca. 20 Uhr legte die Fähre von Bodo in Moskenes an und uns empfing endlich richtiger Schnee, nicht so ein Fusselkram, der unsere ganze Reise auf den Kopf stellen wollte… Doch ganz reibungslos lief es auch heute nicht…

Wie gestern schon geschrieben, sollte heute um 7:05 Uhr unser Flug von Frankfurt nach Oslo starten. Doch davor gönnten wir und im Hotel ein sogenanntes early Breakfast – also ein Frühstück zu unchristlicher Zeit, so gegen 5 Uhr. Ob man von Frühstück wirklich sprechen kann, lassen wir jetzt mal so stehen, immerhin gab es Kaffee. Da unser Shuttle aber bereits um 5:15 los fuhr, blieb keine Zeit diesen richtig zu genießen, der Ankunftshallencharme machte es auch nicht besser. Also ab in den Bus und nochmal die Sitze checken, die uns im Flieger zugewiesen wurden und die wir wiederum kurzerhand umbuchten. Das Einchecken und die Sicherheitskontrolle liefen problemlos und dann gab es endlich richtigen Kaffee und ein kleines Frühstückchen für Stefan, so dass wir gestärkt in den Flieger steigen konnten. Da wir recht weit hinten im Flieger saßen, hatten wir auch einen guten Überblick und derzeit scheint wirklich kaum wer Lust auf´s Fliegen zu haben. Nachdem wir gestern schon einen sehr leeren Flieger hatten, war der heutige nach Oslo auch nur zu max 2/3 besetzt. Das letzte Drittel war mehr oder minder komplett leer, also konnten wir uns schön verteilen und breit machen. Nachdem wir dann mit etwa 20 Minuten Verspätung (warum weiß glaub auch keiner) losgeflogen sind, ging im Osten gerade die Sonne auf und tauchte Frankfurt und das Umland mit dem Zuckerguss auf den Häusern in ein wunderbares Licht. Da ich die Kamera nicht bei der Hand hatte, haben wir ein paar Bilder mit dem Handy gemacht, die das eigentlich auch ganz gut zeigen.

Diese 20 Minuten hatten wir dann auch auf dem Buckel, als wir in Osla landeten. Der Kapitän meinte es seien -9 Grad, aber ob das so stimmte? Nun mussten wir, anscheinend typisch für Oslo, unser Gepäck abholen und erneut einchecken, obwohl wir eigentlich bis Endziel durchgecheckt waren, wohl wegen dem Zoll…. Da wir wohl leider unseren Stift für das Tablet verbummelt haben, ist Stefan nochmal zum Flieger zurück, so dass wir weitere 10 Minuten verloren, in der die Crew den Stift suchte, leider ohne Erfolg.

Also stiefelten wir los, einmal komplett durch den Flughafen, um unser Gepäck abzugeben und nochmal die Sicherheitskontrolle zu passieren, da war der Zeiger schon auf kurz nach 10 Uhr. Um 10:40 sollte unser Flieger Richtung Bodo abheben, tat er aber nicht. Irgendetwas stimmte nicht mit einer Ladeluke und es musste erst ein „high qualified engineer“ kommen und das Ding reparieren. Immerhin dauerte es nur 20 Minuten und dann ging es endlich los.

Da Stefan schon auf dem ersten Flug etwas geschlummert hat, bekam er die Kamera in die Hand gedrückt und ich lummelte mich ein bisschen ein, um ein paar Minuten lang die Augenlider von Innen anzuschauen. Als wir über das Fjordland mit seinen schneebedeckten Bergen flogen, bin ich pünktlich aufgewacht :-), so dass ich die Aussicht genießen konnte. Um knapp 12:15 landeten wir in Bodo, grabbelten unsere Taschen zusammen und stiefelten schnurstracks zum Schalter der Autovermietung, um unseren fahrbaren Untersatz für die nächsten Tage abzuholen. Auch hier hat alles soweit reibungslos geklappt, so das wir als nächstes direkt zum Terminal der Fähre fuhren, um ein Ticket zu kaufen, doch siehe da, es gab keinen Ticketschalter – nachdem Stefan beim Fähranbieter anrief und erfuhr, dass alle buchbaren Tickets ausverkauft waren, kroch wieder diese leichte Panik in mir hoch. Es sollte nach dem First come – First serve-Prinzip laufen. Wir standen an zweiter Stelle der zweiten aufgefädelten Reihe, also nicht so schlecht, doch wir hatten bis zum Ablegen noch etwa 2 1/2h. Also zogen wir unsere wetterfeste Kleidung an, glotzten noch ein bisschen die Nordlys an (eines der Hurtigruten-Schiffe – übersetzt die Nordlicht, übrigens gebaut 1993 in Stralsund) und liefen dann nach Bodo ins Zentrum. Es wurde ein kutzer Abstecher in den Supermarkt und in einen Laden der Kunst, Handwerk und Souvenirs verkaufte, leider fanden wir nicht so recht was für uns.

Dann ging es zurück zum Auto wo es wieder Warten hieß. Die Fähre vor unserer, die um 16 Uhr zu einer anderen Insel ablegen sollte, füllte sich allmählich und dann kam auch endlich einer von der Crew und wir konnten unser Ticket kaufen, auch wenn der natürlich die lange Schlange erst abkassierte und dann in unserer Schlange von hinten nach vorne gearbeitet hat…AHHH, aber dann gin es endlich los und wir verschwanden im Bauch der Fähre, suchten uns einen Platz zum Sitzen auf dem oberen Deck und los ging die knapp 3 h dauernde Fahrt nach Moskenes. Sie war teilweise etwas holprig, was einige Passagiere nicht ganz so gut vertragen haben.

Stefan verdrückte sich mit der Kamera nach draussen, ich blieb auf den Plätzen zurück, guckte aufs Meer und die Berge im Hintergrund und bewachte gleichzeitig unsere Sachen. Die letzten 1 1/2h, nachdem Stefan wieder da war, habe ich irgendwie verpennt, aber da konnte man dann sowieso nichts mehr sehen, weil stockdunkel…so mitten auf dem Wasser, wo nix ausser eben Wasser ist.

Dann ging wieder Alles ganz schnell, rein ins Auto, runter vom Schiff, rein in den Schnee und direkt in unsere Unterkunft. Ein kleines Zimmerchen mit zwei Einzelbetten und Gemeinschaftsbad (da fühlt man sich wieder so richtig jung :-)) , wobei alles vernünftig und sauber aussieht.

Just in diesem Moment sitzen wir im großen Gemeinschaftsraum, trinken alkoholfreies Bier (wat anderes kann man sich hier ja nich leisten…:-(, :-)) und schauen hinauf aufs Wasser und das Schneetreiben. Stefan friemelt noch an den Bildern rum, die Ihr dann aber gleich unten sehen könnt.

Nach einem verdammt langen Tag sagen wir also gut´s Nächtle!

Und hier geht es zu den Bildern von heute. Viel Spaß!


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