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Ab in den Süden…

Ab in den Süden…

Di. 19.02.2019

Klingt nach Sonne und Meer? Recht habt´s, doch das mit der Sonne ist grade so eine Sache, denn die Tage spielt sie etwas mehr Verstecken mit uns. Doch der Reihe nach…

Von unserer Pension in Sel haben wir uns brav verabschiedet und den Weg gen Süden angetreten. Von Sel aus fuhren wir vorbei an Skalholt, wo wir nochmals einen Blick auf die Kathedrale werfen konnten, die sich wunderbar vor dem Himmel, der fast einzustürzen schien, zeigte. Danach hatten wir auf unserer Route noch einen Wasserfall ausfindig gemacht, den sogenannten Urridafossi. Er ist vielleicht nicht die Top-Attraktion, dennoch ist er beispielsweise der wasserreichste in ganz Island und kann im Winter echt dicke Eisplatten hervorbringen. Warum sich kaum Besucher hier hin verirren ist jedoch etwas schräg. Wir haben ihn aber gefunden und mit uns war nur eine Handvoll Touristen mit da, dementsprechend ruhig war es hier.

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Vom Urridafoss hatten wir eine spontane Planänderungen und wollten in Richtung Hekla, dem wohl gefährlichsten Vulkan der Insel (wir berichteten bereits gestern) fahren. Das taten wir dann auch, im Endeffekt fuhren wir den Weg, den wir am Vortag nicht passieren konnten, jedoch von der anderen Seite. Vorbei an unzähligen Islandpferden, zwei Reitern hoch zu Ross (leider viel schneller als gedacht), ging es vorbei an winterlicher Landschaft und je näher wir der Hekla kamen, desto mehr sahen wir wieder die Trümmerteile der letzten Ausbrücke, die sich schwarz vom Schnee abhoben. Die Hekla trug den gesamten Tag eine Wolke am oberen Teil wie einen Hut, was teils recht kurios aussah. Bis zum Lavafeld, direkt vor den Vulkan, konnten wir mit dem Auto fahren und dann liefen wir noch ein paar Meter. Doch der Wind war wieder so eisig und bissig, dass wir uns schnell für den Rückzug entschieden.

Mit der Hekla im Rücken fuhren wir in Richtung Vestmannaeyjar, ein paar vorgelagerte Inseln, die uns dunkel am Horizont erschienen. Also ab an den Strand – wobei es eigentlich keine gute Idee war, direkt ans Wasser zu gehen. Das mit der steifen Brise kennen die Isländer auf jeden Fall, denn ich hatte wirklich Mühe diese verdammte Kamera irgendwie zu fixieren und ein vernünftiges Bild abzuschießen. Zumal der Wind den umliegenden schwarzen Lavasand hochwirbelte und die Wellen fast bis über die Kaimauer des kleinen Hafens schlugen. Das war jedenfalls ein recht kurzer Besuch kann ich Euch sagen, mit frontalem Wind versuchten wir uns zurück zum Auto zu kämpfen – zum Glück standen wir nicht soweit weg 🙂

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Von den Westmännerinseln konnten wir auf das Gebiet schauen, wo auch der Eyjafjallajökull sein Unwesen treibt. Jökull steht übrigens für Gletscher und weniger für Vulkan. Könnte aber daran liegen, dass unter dem Eyjafjallajökull ein Vulkan liegt. Der Rest ist Geschichte, der letzte Ausbruch 2010 legte den Flugverkehrin Europa mehrere Tage lahm. Im selben Gebiet liegt auch der Seljalandsfoss, ein Wasserfall der sich fast 60m in die Tiefe stürzt. Normalerweise kann man im Sommer hinter dem Wasserfall durchlaufen, im Winter aber eher eine unspaßige Aktion, da der Großteil des Weges einfach nur Eis ist, dass sich unter anderem durch das Spritzwasser bildet. Also blieben wir schön auf dem Weg und schauten uns den großen Wasserfall an, an dessem Berg mehrere Wasserfälle lagen. Da der Weg recht matschig war, haben wir uns nur einen weiteren angeschaut und den Rest weggelassen. Direkt um die Ecke des Berges sahen wir noch einen weiteren, der aber touristisch nicht erschlossen war, sprich, den man sich nur aus der Ferne ansehen konnte.

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Weiter ging die Fahrt Richtung Süden, vorbei an einigen Sehenswürdigkeiten, die wir uns für den Rückweg nach Reykjavik aufgehoben haben. Am Skogafoss (ein weiterer riesiger Wasserfall), wo wir für den Rückweg noch eine Unterkunft direkt daneben gebucht haben, machten wir nur einen kleinen Zwischenstopp auf der Straße und warfen einen ersten Blick aus der Ferne darauf. An einer Weggabelung zeigte uns Googlemaps einen Weg zu einer Höhle. Zwar stürme und regnete es und es wurde zudem schon duster, doch hinfahren wollten wir unbedingt. Durch unentwegtes Land und ohne weitere Besucher kamen wir an der Höhle an. Ein riesiges Loch im Berg – so ganz geheuer war mir das aber nicht. Stefan wagte es trotzdem und schaute in die Höhle rein, aber dort gab es nicht viel zu sehen. War ja eh schon dunkel und, wie gesagt, unheimlich.

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Zurück auf der Straße fuhren wir nun durch bis nach Nupar, wo unser Hotel liegt. Einfach mitten in die Pampa auf ein Lavafeld gestellt. Leider entspricht es nur zum Teil unseren Erwartungen, vorallem für den Preis. Okay, das Frühstück und Abendessen sind gut, doch unser Zimmer ist gefühlt 80er Jahre mit einem schönen Duschvorhang, der immer kuscheln will 😦 Dafür aber mit großen Fenstern gen Osten, wo man, wenn hier nicht direkt eine Wetterscheide wäre, wohl schön Nordlichter gucken könnte. Doch im Moment hängen hier die Wolken einfach über dem Hotel und wollen einfach nicht verschwinden. Seis drum, wir haben ja schon schöne Nordlichter gesehen 🙂

Zu allem Überdruss funktioniert das Internet im Hotel leider nicht, so dass wir nur schlecht Bilder hochladen können. So brauchen wir wohl immer einen Tag mehr, um überhaupt was schreiben zu können. Nach einem kleinen Kraftakt haben wir nun aber die Bilder oben und ihr könnt bisschen reinluschern!

Auf geht´s zur Bildergalerie.


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