Der Spreewald…unendliche Weiten. Na fast. Zum Geburtstag meiner Mama sind wir ins knapp 650km entfernte Cottbus gedüst. Die Anfahrt war etwas lang, wir können also verstehen, dass unser Clowni nicht so oft zu Besuch kommt 😦
Aber wir können auch verstehen, warum man gern in Cottbus bleibt und den umliegenden Spreewald bereist. Der Vorteil an Brandenburg, aber auch Mecklenburg…einfach mal aufs Rad setzen und grade aus die Ebene lang fahren. Hier im Südwesten der Region geht´s ja nicht ohne Berg und Hügel. Überm Weißwurstäquator ist das aber durchaus möglich und so fand an dem Wochenende, wo wir im Spreewald unterwegs waren, ein Triathlon statt. Vorher jedoch hatten wir uns einen typischen Kahn fürs über die Spree schippern organisiert. Mit einem „Kapitän und Steuermann“, der das Stochern im Wasser/Spreeboden gut drauf hatte und uns sicher über die Spree bugsierte. Anders sah es jedoch aus, wenn man als Laie versucht, den nicht so kleinen Kahn vernünftig in grader Linie zu steuern. Als ich die etwa 3-4m lange Stange das erste Mal ins Wasser setze, macht das Boot schon fast ne komplette Kehrtwende. Okay, dachte ich, und versuchte es erneut – aber nein, wieder ging es eher Richtung Busch als irgendwie den Fluss entlang. Nach noch ein paar mal rumstochern gab ich jedoch auf und Stefan konnte sein Glück versuchen….
Und was macht der? Lenkt als Thüringer den verdammten Kahn gradeaus dem Flusslauf nach. Verdammt. Da ist die Mecklenburger Seele nachtürlich etwas geknickt, doch das ging mit nem kleinen Schnäppi auch schnell wieder weg. Während wir uns übers Wasser schippern ließen, fand anderorts der besagte Triathlon statt, wobei wir einen Teil der laufenden Meute eine der Brücken passieren sahen.
Zum Abschluss des Tages hat es uns dann noch in ein etwas nostalgisch anmutendes Restaurant in das Örtchen Berg verschlagen, was gleichzeitig auch unser Ab- und Anlegeplatz für unsere Kahnfahrt war. Das Restaurant, das im ehemaligen Bahnhof untergebracht ist, hatte nicht nur einen Haufen an alter Schilder beheimatet, sondern dazu noch eine kleine Eisenbahn die durch das ganze Restaurant fuhr. Mit Schaffnerkeller bewaffnet, riefen wir den Zug, um unsere Bestellung der Getränke in einen der Wagen zu legen. Kurz später tuckerte der Zug los und brachte uns unsere Getränke per Schiene. Automatisierung mal anders 🙂
Am Tag davor waren wir noch in der Cottbuser Umgebung und fuhren zum Branitzer Park. Neben einem alten Schloss fanden wir einen riesigen Park in dem unter anderem die Pyramiden von Cottbus zu sehen waren. Doch der Weg war diesmal zu weit, so das wir die Besichtigung auf ein anderes Mal verschieben mußten. Dennoch schlenderten wir eine Weile durch den Park, tranken Kaffee und düsten dann wohlerholt zum Hotel zurück.
Ich merk schon, beim nächsten Mal muss ich auf jedenfall schneller schreiben, denn nach einem Monat dazwischen vergisst man die Hälfte wieder 😦
Dennoch, ein paar Bilder geb ich Euch dennoch und Fazit der ganzen Geschichte: Den Spreewald sollte man unbedingt auf die Reiseagenda setzen. Ruhig, grün und für Radler das Paradies – und für Hochzeiten auch…:)
Viel Spaß









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