Tschö mit ö und tschüss mit üss

Nun ist´s soweit: Zeit Abschied zu nehmen und dem Ende der Welt auf Wiedersehen zu sagen. Haben wir auch, weil, mittlerweile sitzen wir in Melbourne in einem kleinen französischen Café und verfassen diesen Eintrag.Doch bevor wir zu Australien kommen, wollen wir uns nochmal ausgiebig um den letzten Tag in Neuseeland kümmern. Wir sind bereits früh aufgestanden, um mit David, unserem Host für die letzten zwei Nächte, eine Farmbesichtigung zu machen. Für seine Gäste hat er extra ein Quad gekauft mit dem wir also hinter ihm herfuhren. Raus ging es auf die 200 ha (eigentlich dachte ich, dass es 20 waren, aber ok, man kann ma ne null vergessen) große Farm. David zählt derzeit 60 Kühe (Angus-Rinder – Jammy Jam) und ca. 200 Schafe. Die Schafe liefen schon automatisch auf den nächsten Weideabschnitt als wir mit Quad, Auto und Barley (einer der zwei Hunde) auf die Hügel fuhren. Die Kühe machten es den Schafen fast gleich und liefen, sogar recht schnell, zum Ende des Weideabschnittes um mitzuteilen, dass sie Hunger hätten und die andere Weide noch viel saftiger aussah. Also sprang David über den Zaun und machte das Gatter auf, um die Kühe weiterlaufen zu lassen. Gesagt getan und dann durften wir noch ne ordentliche Runde mit dem Quad rumheizen. Durch nen kleinen Flusslauf mussten wir durch, doch war der, den wir nahmen gar nicht der, den wir am Anfang nutzten. Also wieder zurück durch den Flusslauf und hoch aufs Feld um dann doch noch den richtigen Weg zurückzufinden.  Zurück in der Scheune packten wir unsere Sachen und verabschiedeten uns von Pup (der 15 Jahre alte „Management-Hund“), Barley und David und machten uns auf Richtung Tekapo-See.

Am Vortrag war das Wetter nämlich nicht besser geworden, so dass wir den Großteil in der Scheune verbrachten und uns nur am Nachmittag etwas rausgetraut hatten und nach Timaru gefahren sind. Nicht dass es dort viel zu sehen gab, aber wir machten noch einen Strandspaziergang, sammelten Paua-Muscheln und Stefan hat sich nasse Füße von den meterhohen Wellen geholt. Wir hielten noch an einem kleinen Fish&Chips-Laden, um dann wieder zurück zur Farm zu düsen. Dort sahen wir dann, dass auf den umliegenden Bergen der erste Schnee gefallen ist. Etwas, was wir den Urlaub über noch vermisst hatten.

Dementsprechend hatten wir geplant, am letzten Tag, der vor allem für den Transfer nach Christchurch geplant war, noch „schnell“ an den Lake Tekapo und Pukaki zu fahren. Das bedeutete etwa 1,5h Fahrt zum Lake Tekapo. Auf gings Richtung Berge, die zu dem Zeitpunkt noch von der Sonne angestrahlt wurden und ihre weißen Kappen zeigten. Vorbei an grünen Hügeln ging es immer weiter in die Alpen hinein bis über uns die Wolken nur noch eine gräuliche Decke einnahmen. Doch wir ließen uns nicht abhalten und fuhren weiter, bis wir in Tekapo ankamen. Der See, ein Gletschersee, war so türkisblau, wie wir es gelesen hatten. Leider kam das auf den Bilder gar nicht so richtig rüber, da dieses graue Monster am Himmel, einfach nicht davonziehen wollte. Die immer mit dem See in Verbindung gebrachten Lupinienfelder waren natürlich schon verblüht, dennoch fanden wir ab und an auf dem Weg zum See vereinzelt welche, die noch blühten. Aber irgendwie hab ich mich auch bisschen bescheuert mit der Kamera angestellt. Wie sagt man so schön, es gibt gute und nicht so gute Tage, das gilt auch für Fotos. Ich denk, wir haben dennoch ein paar brauchbare geschossen.

Die kleine Kirche am Lake Tekapo ließen wir vorerst aus und fuhren weiter zum Lake Pukaki, der um einiges ruhiger lag und von dem aus wir auch die weißen Bergspitzen etwas besser sehen konnten. DIe Wolkendecke hing nämlich an einigen stellen auf halber Höhe des Berges und ließ die Spitzen oben durchluschern. Der See war zwar auch so türkisblau wie der Tekapo, aber im düsigen Licht erschien er in einem unwirklichen blau, das man eigentlich gar nicht so recht beschreiben kann. Wir bauten noch ein Steinhäufchen, viel toller als die die da rumstanden und düsten dann langsam zurück Richtung Christchurch, von wo aus wir mit dem Flugzeug nach Melbourne wollten.

Haben wir auch hinbekommen, Flug war pünktlich und nun sind wir also nur noch 10 h von Euch weg und nicht mehr 12 h. Nachdem es hier gestern in Melbourne noch schweinewarm war, ist´s heute vor allem regnerisch und voll und überhaupt, denn hier findet dieses Wochenende der Saisonstart für die Formel 1 statt. Clever wa? Das haben wir aber auch erst gesehen, als wir unser Hotel hier buchen wollten bzw. haben, da hatten wir den Flug von Christchurch jedoch schon gebucht. Egal, wir haben jetzt zwar keine Karten für die Formel 1, wollen aber morgen mit dem HopOn-HopOff die Stadt noch ein wenig erkunden, bevor wir uns übermorgen wieder ins Auto setzen, um nach Sydney zu düsen.

Hier noch ein paar Bilder der letzten Tage sowie die Galerie.

Bis bald

Beate und Stefan


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