,

Zwei zum Preis von Einem

Zwei zum Preis von Einem

Ausschlafen, das war heute die Devise. Gestern haben wir zwar noch Bilder sortiert und brav eingecheckt, aber uns hats doch ziemlich zerbretzelt, so dass ich null Bock auf schreiben hatte. Daher heute gleich zwei Tage auf einmal.Fangen wir also mit gestern an, das machts bisschen einfacher. Wir sind morgens von Invercargill los durch die Catlins Richtung Dunedin. Und nein, man spricht es nicht so aus, wie man es liest. Es klingt eher nach Dunidn. Also die gälische Form von  Edinburgh in Schottland. Aber dazu später mehr.

Zuerst haben wir noch eine kleine Fotoshow mit den Vögeln vor unserer Unterkunft gemacht. Unser B&B ist nämlich ein kleines Paradies für Vögel gewesen, denn die Besitzer haben nicht nur ein riesiger Reservat für die sogenannten Fernbirds geschaffen, sondern auch einen kleinen Urwald angebaut und somit eine Menge Vögel im Garten gehabt. Darunter auch der berühmte Tui, nein, nicht der Reiseanbieter, den wir schön beim Frühstück beobachten konnten. Vor dem Fenster war nämlich eine Schale mit Zuckerwasser aufgebaut und die Vögel wechselten sich ab, um immer wieder einen Stop einzulegen und dort zu trinken. Fernseh braucht man da nicht, denn es lief sozusagen Vogel-TV vorm Fenster.

Nachdem wir gefrühstückt und unsere Sachen gepackt hatten, fuhren wir los um die die Catlins zu düsen. Unser erster Halt war der Waipapa Point. Dort gabs nicht nur einen Leuchtturm, sondern auch die Aussicht auf Seelöwen und tatsächlich haben wir einen gefunden, der sich vom Strand aus in die Dünen flüchtete, da recht viele Leute auf einmal am Strand waren. Mit dem Fernglas bewaffnet gingen wir um den Leuchtturm rum, und dann spottete ich Pinguine. Zumindest dachten wir das. Also nicht wie hin da, doch die Pinguine entpuppten sich als eine einheimische Kormoran-Art. Der Seelöwe, der anfangs noch am Strand lag, flüchtete ins Wasser, so dass wir ihn nicht mehr zu Gesicht bekamen.

Weiter ging es dann Richtung Slope Point, dem südlichsten Punkt der Südinsel Neuseelands. Von hier aus ist´s doch echt dichter zum Südpol als zum Äquator! Nach dem kurzen Spaziergang zum Hinweisschild bummelten wir wieder zurück und fuhren zur berühmten Curiobay, wo es auch einen Pinguin-Pfad gab und einen freigelegten Wald, der 180 Millionen Jahre alt ist. Ok, der Wald ist eher etwas versteinert und so. Ein Bild davon haben wir gemacht, wenn auch nicht so schön, aber ok, welches Bild gibt schon viel her, wo Schlamm und ein paar Stümpfe aus dem Boden gucken? Leider haben wir wieder keine Pinguine gesehen, so dass wir weiter fuhren.

Auf dem Weg hielten wir noch bei den Matai-Wasserfällen an und liefen eine kleine Runde durch den angrenzenden Urwald. Ein nicht so schlechtes Foto ist dabei ebenfalls noch rumgekommen. Unser eigentliches Ziel, die Cathedral Caves haben wir leider auf Grund der Flut streichen müssen bzw. haben wir die Zeit davor einfach zu viel rumgetrödelt.

Weiter gings dann eigentlich zum Nugget Point und zur Roaring Bay, doch ich hatte noch das Jack´s Blowhole entdeckt. So machten wir also einen kleinen fahrerischeren Umweg von 8 km. Kein Ding. An der Jackson Bay angekommen lief Stefan schon an den Strand, um wieder ein paar Seelöwen zu spotten. Ich bin dann auch hinterher und es schien sich um eine Junges und seine Mutter zu handeln die miteinander kuschelten. Unser eigentliches Zwischenziel Jacks Blowhole fanden wir am Strand jedoch nicht, also hieß es wohl wandern. Am Bord stand 20 Minuten. Es wurden irgendwie gefühlte 20 h bei brütenden 28 Grad. Wo überhaupt kamen die 28 Grad her? Na jedenfalls gings erstmal steil bergauf, dann oh wunder, nochmal bergauf, dann kurz bergab und wieder bergauf. Boa, und mein Energielevel war bei etwa 10 %. Verdammt, und irgendwie wollte sich das Blowhole nicht zeigen. Als wir dann doch endlich angekommen waren, entpuppte sich das Blowhole als tiefes Etwas, das 200m vom Meer entfernt Wasser aufsammelte. Aber in die Luft wurde hier kein Wasser geblasen 😦 Aber die Aussicht war dennoch grandios, so dass sich die Strapatzen doch gelohnt hatten.

Das Problem: Wir mussten den Weg auch wieder zurück 😫 Aber auch das haben wir gemeistert irgendwie, wenn wir auch völlig alle waren. Am Auto angekommen haben wir uns erstmal einen Energiesnack in Form einer Banananananana reingezogen und sind dann weiter Richtung Nugget Point gefahren.

Mit kaputten Beinchen kamen wir an und liefen erstmal los, doch bis ganz zum Leuchtturm schafften wir es nicht, dafür liefen wir noch zur Roaring Bay runter, in der Hoffnung ein paar Pinguine zu spotten, doch auch hier leider Fehlanzeige. Unsere Hausherren hatten uns schon gesagt, dass wir wohl weniger Glück haben würden, da Pinguine in dieser Zeit ihr Gefieder verlieren und somit nicht geschützt vor Wasser sind. Die Chancen standen also relativ schlecht.

Nachdem wir unseren Besuch in der Hütte abgebrochen hatten, fuhren wir auf direktem Weg nach Dunedin, wo wir kurz vor halb zehn in der Unterkunft ankamen und direkt ins Bettchen fielen.

Soviel zu gestern.

Heute ging es dann etwas gemütlicher von statten. Wir saßen erst um 9 am Frühstückstisch um dann gegen 10:30 Uhr endlich auf die Pirsch zu gehen. Wir hatten uns für heute die Streetart-Tour rausgesucht und wollten zur Lanarch Castle, eine Burg oberhalb von Dunedin.

Also fingen wir an unsere Map abzulaufen, die wir von unseren neuen Hausherren bekommen hatten. Wir starteten mit einem ganz neuen Bild von Ed Sheeran, der uns ja eigentlich erst hierher gebracht hat. Ende März gibt er hier in Dunedin 3 Konzerte!!! Leider hatten wir von Deutschland aus keine Karten kaufen können, werden ihn aber trotzdem sehen. Zwar in Deutschland, aber Wurscht. Er hat uns im Endeffekt hier ans Ende der Welt geführt. Und danach wuselten wir uns durch Dunedin, im übrigen 120.000 Einwohner und zweitgrößte Stadt auf der Südinsel, und guckten uns die schönen und zum Teil nicht so schönen Streetart-Künste an. Die besten Bilder haben wir mit in die Galerie gepackt. Es waren wirklich ein paar schöne dabei.

Zum Mittag kehrten wir in ein Café ein, um uns einen schönen Kaffee Americano zu gönnen und noch einen Scone, einen Pie und einen Wrap. Leckerschmecker. Danach wollten wir uns noch die steilste Straße der Welt angucken. Ja gucken war gut. Doch irgendwer kam auf die Idee, die ach noch hoch zu laufen. 🙈 Und dann standen wir da oben und pumpten wie die Maikäfer. Doch das hatten sich wieder mal gelohnt, denn die Aussicht war super. Auch wenn wir heute wieder um die 25 Grad hatten. Wohl gemerkt, beginnt hier grad der Herbst, wir können uns also wettertechnisch nicht beschweren. Runter liefen wir dann die Treppen, die Straße war dann doch zu steil. Auf dem Weg nach oben sind wir noch im Zickzacklauf gelaufen, runter aber hätten wir uns auch einfach kugeln können. Daher lieber Treppen, die waren etwas einfacher.

Mit einem kleinen Stop an einem weiteren Streetart-Bild mit dem Kaka, ging es weiter Richtung Lanarch Castle. Eine Familie kaufte vor über 50 Jahren das Anwesen und restauriert immer noch die Burg sowie den angrenzenden riesigen Garten. Wir luscherten in die alten Räumlichkeiten und flanierten durch den Blumengarten, bis der Akku der Kamera aufgab. Wir machten uns also auf den Rückweg und wollten noch bisschen hier schreiben, Bilder sortieren usw. Also sind wir in die Emersons Brauerei. Hier gibts Bier, echt jetzt. Und Koolsch (ob man das in Deutschland als Bier bezeichnen kann, is nochmal ne andere Frage) 🙂

Und nun genug gesabbelt, auf zu den Bildern des Tages 🙂

Hier die Vorauswahl und der Link zu den Galerien:

Galerie eins (Slope Point, Nugget Point, Seelöwen)
Galerie zwei (Dunedin)


Entdecke mehr von weltumbrummler

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar

Wir sind…

Willkommen auf unserer Seite. Wir sind die Weltumbrummler Beate und Stefan. Hier teilen wir unsere Geschichten von Reisen nach Nah und Fern und freuen uns, wenn Du hier etwas Inspiration findest.

Alle Bilder sind von uns – bitte respektiert das. Wenn Ihr Fragen zu Kamera, Objektiv oder ähnliches haben solltet, schreibt uns gerne einen Kommentar hier auf der Seite oder eine Mail.

Wir freuen uns!

Let’s connect