UPDATE: Bildergalerie am Ende des Beitrags eingefügt
Ach ja, nachdem wir immer noch am rumfummeln bzgl. Der Bilder von gestern und sie leider immer noch nicht alle online sind, haben wir gedacht, wir schieben dennoch ein neues Textle hinterher. Auch wenn es wieder Problemchen mit dem Upload geben wird…:-(
Vorab erstmal ein kleiner Nachtrag zu gestern. Wir haben nämlich gar nicht erwähnt, dass wir auf der Rückfahrt vom Milford Sound noch etwas entdeckt haben. Der bereits gestern erwähnte Tunnel ist nur einseitig befahrbar, sprich, mit Ampeln geregelt. Auf der Rückfahrt mussten wir auch wieder warten und fuhren so langsam an das Ende der Warteschlange, als Stefan ein paar Vögel entdeckte, die von den restlichen Wartenden fotografiert wurden. Auf die Entfernung war das gar nicht so einfach auszumachen, doch als wir näher kamen war es ganz klar: vier freche KEAS, die Bergpapageien, die gerne Sachen aus Autos stibitzen oder die Leute veräppeln. Sie gelten als sehr intelligente Tiere und leben vornehmlich im Hochgebirge Neuseelands. Es ist einer der wenigen Papageienarten die außerhalb der Tropen leben und auch im Schnee überwintern können. Klar, Papageien kennen wir vor allem durch ihr farbiges Federkleid, doch der Kea ist etwas unauffälliger was das angeht. Doch wenn die Bilder endlich online sind, dann könnt ihr auch mal schauen, wie sie aussehen.
Nun aber zum heutigen Tag. Nachdem wir uns gestern den kleinsten Fjord im Nationalpark angeschaut haben, stand heute der bedeutend größere Doubtful Sound an. Der wird gerne auch als Sound of Silence betitelt, es geht also nicht um Simon & Garfunkel!
Es ging schon recht früh los, denn Check-In war bereits um 7:40 und wir mussten noch ca. 20 Minuten mit dem Auto zur Ablegestelle fahren. Also standen wir entsprechend früh auf, auch wenn wir in unserer etwas ausgekühlten Jurte wirklich schnell wach waren, denn hier hatte es heute 0 Grad. Verdammt kalt und wir hatten schon Schwierigkeiten die Jurte überhaupt bisschen warm zu bekommen gestern Nacht und dementsprechend war es heute früh arschkalt, weil wir nachts nicht wirklich weiterheizen konnten. Aber egal, auf ging es und wir waren pünktlich am Steg, wenn auch so ziemlich die letzten, die auf dem Schiff waren. Aber, die Letzten werden die Ersten sein und so standen wir doch auf der perfekten Aussichtplattform für die erste Fahrt über den Manapouri See. Ätsch. Alle anderen verkrochen sich entweder im Innenteil oder fröstelten draußen mit uns. Doch wir waren gut eingepackt und konnten schön den Sonnenaufgang auf dem See beobachten und die ersten Wolken, die noch tief in den Bergen hingen. Der See dampfte noch und nach einer Dreiviertel Stunde kamen wir am Ende des Sees an. Von da ging es in drei Bussen Richtung nächster Anlegestelle. Die Fahrt ging durch unberührte Natur und unser Busfahrer (den man auch gut verstehen konnte) erzählte, wie sich der Straßenbau hier im Hinterland gestaltete. So wurde alles Baumaterial über das Meer durch den Fjord hineintransportiert und die Straße gilt als die teuerste in Neuseeland. Nach wieder knapp 45 Minuten kamen wir am Doubtful Sound an.
Und auch hier: Die Letzten werden die Ersten sein und so standen wir fast komplett alleine auf dem Vorderdeck. Nur ein paar andere arme Irre verirrten sich zu uns, denn die Kälte und eine steife Brise machten es gar nicht so leicht, hier drei Stunden auszuharren. Doch mit der Sonne im Gesicht und dem Ausblick, für uns kein Problem. Gleich zu Anfang sahen wir ein paar Delfine, doch die waren noch nicht richtig in Fotografierlaune, also ging es ziemlich schnell weiter. Unser Guide erzählte, dass seit über einer Woche keine Delfine mehr im Fjord gesichtet wurden, also hatten wir wieder einen kleinen Glückstreffer an diesem Tag. Dazu die Sonne, keine einzige Wolke am Himmel. Glück Nummer 2. Denn der Doubtful Sound bzw. die gesamte Fjordlandschaft gehört zu den regenreichsten Gebieten der Welt (bis zu 9 Meter Niederschlag pro Jahr). Dadurch ist der Regenwald auch so üppig hier!
Noch gestern Vormittag gab es dort Regen, doch wir sind manchmal zumindest kleine Glückskinder 😀 So ging die Fahrt nun durch den Fjord, der ingsgesamt fast 42 km lang ist und drei Nebenarme hat. Das Gros der Leute befand sich immer noch im Inneren und war mit dem Lunchpaket beschäftigt und da hab ich mich schon ab und an gefragt, warum die so viel Geld ausgeben, um dann im Inneren zu versauern. Aber konnte uns ja im Endeffekt egal sein. Irgendwann kamen wir dann an eine Stelle, an der das Wasser sehr ruhig war und sich die Berge auf der spiegelglatten Oberfläche spiegelten. Noch ein Stückchen weiter hielt unser Kapitän an und stellte alle Maschinen aus, unser Guide kündigte nun an, warum der Doubtful Sound, auch der Fjord der Stille (Sound of Silence) genannt wird. Nicht nur die Maschinen standen still, sondern wir wurden aufgefordert, einfach mal die Klappe zu halten, die Kameras nicht zu benutzen und nicht im Schiff umherzulaufen, da die Trittgeräusche wiederum Geräusche im Wasser erzeugen.
Also war auf einmal alles mucksmäuschenstill und man hörte nur ab und an einen Vogel piepen, ansonsten war Ruhe! Aber ob sich so Stille anhört? Nun, mag schon sein. Aber irgendwas knistert dann doch irgendwie und irgendwann. Die Maschinen wurden wieder gestartet und es ging langsam zurück zum Anlegesteg und schon aus der Ferne erspähte ich was im Wasser. 3 Minuten später wurden die Maschinen wieder ausgemacht und dann kamen sie auch schon auf das Schiff zugerauscht. 4 Flippers. Einer machte die Vorhut und dann kam noch ein Dreierpack und schwamm vor unserer Nase und unter dem Katamaran hindurch um genau vorm Bug wieder hochzuhüpfen. Ein paar Bildchen haben wir dann doch noch hinbekommen. Es dürfte der „normale“ Delfin gewesen sein, aber mit 100 prozentiger Sicherheit können wir es leider nicht sagen.
Dann waren die 3 h auf dem Fjord auch schon um, mit einem festgefrorenen Lachen und Sonnenbrand im Gesicht ging es wieder Richtung Bus und zum Manapouri-See, den wir dann ebenfalls wieder runterschipperten. Wieder in unserer Schrottlaube namens Auto fuhren wir nach downtown Te Anau und gingen was essen, in der Hoffnung dort WLAN zu finden. Das hat irgendwie nicht so geklappt, aber das essen war gut. Für mich gab es heute schön Neuseeländisches Schäfchen und für Stefan gabs Salat mit gepopeltem Schwein (pulled pork). Sah gut aus und hat auch gut geschmeckt.
Nun sitzen wir vor unserer Jurte und gucken der Sonne beim untergehen zu und auch der See spitzelt noch bisschen durch die Bäume. Also ein entspannter Ausklang des Tages (Feierabendbierchen von Montheits inklusive).
Wir versuchen jetzt noch weiter die Bilder hochzuladen und hoffen, dass das heute noch klappt, damit ihr was zu sehen bekommt.
Also bis denne









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