So, heute heisst es kurz hinsetzen, durchatmen und dann einfach weitermachen. Also gleich zumindest. Vorher mag ich schon noch sagen, dass heute ein längerer Autotourtag auf dem Programm stand. Gemächlich Richtung Norden zu den Marlborough Sounds. Es hat gewackelt, ehrlich wirklich gewackelt. Nur ganz kurz, aber oh man. 4,7 auf der Richterskala. Aber nun wieder alle hinsetzen. Nix passiert, es war nur ein kurzer Wackler nachts um 5 und dann alles wieder gut. Einschlafen war zwar nicht wieder so leicht möglich, weil wir hin und her überlegten, ob es überhaupt ein Erdbeben war. Ich dacht ja, Stefan wäre aus dem Bett gefallen, war aber nicht so. Morgen beim Frühstück sagte unser Hausherr auch, ob wir das Beben gespürt hätten. Haben wir wohl….Am besten nicht zu viel drüber nachdenken, sonst wird einem echt etwas anders.
Nach unserem reichhaltigen Frühstück brachen wir so dann auf nach Picton. Zum Glück hat der Wackler die ohnehin noch vom Erdbeben 2016 zerstörte Straße entlang der Küste nicht weiter verwackelt, so dass wir auf gradem Weg nach Picton konnten. Natürlich mit etwas Zeit im Gepäck, denn die Straße ist eine riesige Baustelle die seit erst knapp 2 Wochen wieder befahrbar ist, zumindest in der zeit von 7.30 – 19.30 Uhr. Mit vielen einspurigen Stücken. Wir kennen das ja in der Regel, das dann einfach ne Ampel hingestellt wird und gut ist. So läuft das hier aber nicht, ne ne. Hier werden immer zwei Leute am jeweiligen Ende positioniert mit einem Schild (Slow/Stop – langsam/stop). Nun, wir sind bestimmt seit wir aus Christchurch los sind, an mindest. 40 dieser Stellen vorbeigekommen…und es ist nicht so, dass es hier keine Ampeln gibt. Sprich, wir haben die schwere Vermutung, dass die Winkemännchen und -Weibchen der nicht seltenen Spezies der Work-und-Traveler angehören!
Wie dem auch sei, unser Weg war gemütlich an der Küste entlang und schlängelte sich an den Bergen vorbei bis wir die ersten Weinfelder sahen. Da wir noch etwas Zeit übrig hatten und bereits bei den Marlborough Sounds angekommen waren und die Sounds unbedingt von oben sehen wollten, sind wir einen kleinen Umweg über die Berge gefahren. Das waren zum Teil echt fragwürdige Straßen, aber wir sind schön einmal um die Berge rum (2 Stunden und fast keine Seele angetroffen) , um wieder in Picton, unserem Endziel heute, anzukommen.
Unterwegs hieß es heute: Berge gucken, Wasser/Pazifik gucken, Wellen anstarren, die größer als man selbst sind, die Kraft dahinter, Weinfelder so weit das Auge reicht, Berge, erwähnte ich schon die Sounds? Eine Art Fjordlandschaft wie in Norwegen. Ach und Berge und Urwald und Wein und Sounds und Wasser und überhaupt.
Schee war´s heute. Nun pustet hier am Sound ganz schön der Wind, wir werden also unser Schotten für heute dicht machen. Und wie immer…ein paar Bildchen









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