,

Wahl-O-Mat?

Wahl-O-Mat?

Die Groko sitzt, da können wir ja nochmal über Eure Wahl sprechen….Ja ne, okay, manchmal muss es ein kleiner Wortwitz sein. Natürlich heißt es Wal-OHHHH-Man. So oder ähnlich klingt es nämlich, wenn einem so ein riesiges Tier vor die Linse schwimmt. Aber von vorn….

Um 11:30 Uhr war heute Check-In für unsere wilde Fahrt rauf auf den Pazifik. Und ja, wild war null untertrieben. Man warnte bereits beim Ticket-Kauf, dass heute die Gefahr von Seekrankheit recht hoch sei. Au ja, drauf ge****, rauf aufs Boot, ein flotter Catamaran, und knapp 20 anderen Leidensgenossen? Eine Horde Österreicher war auch mit an Bord. Anfangs noch ganz cool, waren sie am Schluss doch recht ruhig geworden 😛

Ok, also gings raus aufs Meer mit ein paar Knoten und die Wellen waren heute wirklich nicht zu unterschätzen. Immer wieder wurde ein Mikro ins Wasser gelassen, um zu lauschen, wo denn Tutu, so hieß unser Wal, denn sei. Stück für Stück tasteten wir uns heran, zum Teil mit schönen Wellen und wir alle draussen an Deck. Ei wat ne Fahrt, besser als jede Achterbahn. Und nach einigem Tasten und Testen und Glotzen hieß es Waaaalllll voraus. Ok zur rechten Seite und alle rannten auf die rechte Seite des Bootes und ein Teil auf das Oberdeck. Aber egal wo man stand, wir waren so nah an dem Pottwal dran, dass wir sein Blasloch (das klingt irgendwie dreckig…) sehen konnten. Okay, die Hautstruktur konnten wir auch gut sehen. Während der Zeit wo er oben war musst er natürlich auch ab und an atmen. Das sind dann diese Fontänen, die das aus dem Blasloch kommen. Verdammt, mir fällt das richtige Wort nicht ein…

Egal, unser Guide kündigte dann das abtauchen an und Flug ging der massige Körper runter und Tutu zeigte seine Fluke zum Abschied. Doch damit nicht genug, unser Kapitän und seine Crew wollten jetzt noch einen sehen bzw. Uns zeigen. Also ging der Wellenritt mit dem Catamaran in die nächste Runde. Die Kollegen an Bord, die den Kotzbeutel in der Hand hielten, taten mir schon bisschen leid, denn dadurch haben sie Tutu verpasst.

Okay, ich muss zugeben, ich hatte den Horizont auch fest im Blick. Nun, es gab aber heute nicht nur Wale zu sehen, sondern auch riesige Albatrosse streiften immer wieder an uns vorbei. Wat für riesen Vögel. Und eine Spannweite, boah! Und plötzlich ein Schrei (haha)…ein Wal und alle sprangen von ihren Sitzen auf, denn für die ganz schnellen Fahrten mussten wir immer nach unten, und glotzten wild aus dem Fenster. Unser Sicherheits-Betreuer hatte ihn entdeckt und nun gab unser Skipper nochmal ordentlich Gas und zack, sagen wir heute unseren zweiten Pottwal.

Unser Guide erzählte uns dann noch die Geschichte, warum der Pottwal, auf englisch Sperm Whale – also Sperma Wal, so genannt wurde. Man Glaubte lange Zeit daran, dass im Kopf des Wals Sperma hinterlegt sei. Nicht dass das nicht eine abstruse Idee wäre, jedenfalls schnitten sie einen männlichen Pottwal am Kopf aus und dort kam weiße Flüssigkeit raus. Man sah sich also bestätigt. Doch geirrt hatte man sich dennoch, als man feststellte, dass bei weiblichen Pottwalen das gleiche aus dem Kopf fließt.

Alles in Allem – der Pottwal hat eine Art Öl im Kopfteil gelagert, das einen besseren Auftrieb in flüssiger Form geben soll und zu einer Art Wachs heruntergekühlt werden kann, um dann langsam wieder abzusinken. Sprich, der Pottwal schleppt etwa 1,5t Öl mit sich rum.

Nun aber genug von den Walen, denn heute sind wir noch zu einer der Seal-Kolonien gewandert. Auf deutsch, Seerobben. Gestern hatten wir ja schon einige gesehen, heute aber richtig viele und vor allem faule. Nach dem Erdbeben, so hatte es uns unser Hausherr auch berichtet, ist das Karst unterhalb der Küste etwa 2-6 Meter hochgekommen. So konnten wir also auf einer riesigen Platte um die Steinküste rumlaufen, ohne nasse Füße zu bekommen. Wir haben natürlich, weg von den anderen Touris, die weiter entfernte Kolonie ins Auge gefasst. Nach einem längeren Marsch hatten wir diese erreicht und dort lagen sie also rum und faulenzten im Gras, auf den Steinen und überhaupt. Eigentlich waren sie wirklich nur faul. Das sind Tiere, die mir gefallen, rumliegen, ab und an mal blinzeln oder sich kratzen und dann weiter dösen :-).

Neben den Robben gab es auch noch ein paar Vögel, dir wir mit unserem Spannerrohr (auch Fernglas genannt) unter die Lupe nahmen, bevor wir uns langsam auf den Rückweg machten. Den Bauch haben wir uns dann auch noch vollgeschlagen, den Wagen betankt und sind nun wieder in unserem Zugwagon. Ein kleiner Abstecher an den Strand, der knapp 100 m von unserem Wägelchen entfernt liegt, haben wir auch noch gemacht und uns das tosende Meer und die Alpen im Rücken angeschaut. Es war nämlich ein angenehmes Wetterchen heute. Mit leichtem Niesel gestartet, war es den Rest des Tages trocken! Selbst auf dem Schiff haben wir keinen Spritzer Wasser abbekommen, was eigentlich komisch ist, wenn man bedenkt, dass ich hier von einem Höllenritt geschrieben habe. Es war wirklich ein Ritt, glaubt es mir.

Nun denn, hier wieder eine Miniauswahl unten und alle anderen Bilder wie immer hier.

Gute Nacht aus Kaikoura und bis morgen


Entdecke mehr von weltumbrummler

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Eine Antwort zu „Wahl-O-Mat?”.

  1. Avatar von AnMuPa
    AnMuPa

    Schön euch gesund zu sehen🌞🌞🌞

    Like

Hinterlasse einen Kommentar

Wir sind…

Willkommen auf unserer Seite. Wir sind die Weltumbrummler Beate und Stefan. Hier teilen wir unsere Geschichten von Reisen nach Nah und Fern und freuen uns, wenn Du hier etwas Inspiration findest.

Alle Bilder sind von uns – bitte respektiert das. Wenn Ihr Fragen zu Kamera, Objektiv oder ähnliches haben solltet, schreibt uns gerne einen Kommentar hier auf der Seite oder eine Mail.

Wir freuen uns!

Let’s connect