Guten Morgen nach Deutschland,
Der Anreisetage neigt sich langsam dem Ende. Nicht wunderlich, denn auch wir sind von unserem 26 h Flug mit etlichen Verspätungen ziemlich kaputt. Mit knapp 1 1/2 Stunden Verspätung sind wir aus Zürich losgeflogen, nachdem wir erst auf andere Passagiere und deren Gepäck gewartet hatten. Doch nicht nur das, der Wintereinbruch hat uns dann noch weiter zurückgeworfen, da erstmal das Flugzeug enteist werden musste. Und das wurde, zum Glück, sehr gründlich gemacht, kostete aber dementsprechend auch Zeit. Ein bisschen mulmig war uns aber schon, da wir in Singapur nur knapp 2 h Aufenthalt geplant hatten. Doch mit volle Lotte und Kraft voraus, sind wir mit nur einer halben Stunde Verspätung in Singapur gelandet. Dann hieß es erstmal die Beine in die Hand nehmen und den riesigen Flughafen durchkämmen. Mit dem Skytrain ging es zum Terminal 3 und von dort liefen wir dann weiter zu Fuß bis wir am Gate ankamen.
Und dann ging es auch schon los, der zweite lange Abschnitt lag vor uns. Grad in der Luft sollte eigentlich schon das Abendessen serviert werden, doch es dauerte 5 Einnicker bis auch wir endlich unser Essen auf dem Tisch hatten. Da konnte selbst der Film mit Thor nicht mehr helfen. Der Müdigkeitspunkt war überschritten und somit schliefen wir nur noch sporadisch und die letzten 3 1/2 h Stunden zogen sich wie Kaugummi. Als wir dann endlich die Südinsel unter uns auftauchen sahen, konnten wir wenigstens rausluschern und schon ein paar Fotos machen.
Bei blauem Himmel und 25 Grad stiegen wir dann endlich in den Bus zu unserer ersten Unterkunft. Das hat alles gut geklappt, nur das wir fast 2 h vorm offiziellen Check-in schon ankamen. Doch alllles kein Problem, im Gegenteil, wir bekamen erstmal ein Käffchen, ein paar Erklärungen, wie wir am besten in die Stadt kommen usw. Dann hopsten wir unter die Dusche und machten uns danach gleich auf den Weg.
Mit dem Bus ging es in das Stadtzentrum und wir suchten dann nach der Oldtimer-Tram, die als Hopp-on/Hopp-off im Einsatz ist. Wie uns Pam, so heißt unsere Hotelbesitzerin, bereits sagte, gibt es immer noch viele Baustellen und Abrissgebäude, die nach dem großen Erdbeben immer noch zum Stadtbild gehören. Und tatsächlich wird an allen Ecken gebaut, geschraubt, gestützt oder es klaffen große Löcher zwischen den Häusern. Doch das erste was wir uns besorgt haben war ein schönes Blaubeereis, über die Kosten reden wir jetzt nicht. Auf jedenfall brauch sich in Deutschland niemand über den Kugelpreis von 1,5 Euro beschweren. Egal, das Eis war gut!
Doch nochmal zurück zu den ganzen Schäden, die das Erdbeben hinterlassen hat. Besonders traurig ist der Anblick der Kathedrale die seit dem Erdbeben nicht mehr besucht werden kann. Ein Bild, wie sie derzeit aussieht, findet ihr in der Galerie. Direkt bei der Kathedrale ist der Startpunkt für die Tram und in die flackten wir uns rein und ließen uns ein bisschen treiben. Ab und an haben wir ein paar Wege zu Fuß genommen, zum Beispiel um uns erstmal ein Bierchen zu gönnen.
Gesagt getan und danach ging es noch in den Botanischen Garten. Doch so langsam merkten wir unsere Müdigkeit langsam durchkommen, doch noch sind wir standhaft. So ein bisschen zumindest. Der botanische Garten fand seinen Ursprung 1863. Neben einem Azaleen-, Rosen- und Dahliengarten gab es auch noch Teil, der sich rund um die Fauna Neuseelands dreht. Klar, es gab noch viel mehr zu sehen, doch dafür waren wir schon zu kaputt und auch bisschen spät dran. Der Garten darf man im übrigen umsonst betreten. Als kleines Highlight gab es heute ein Open air Konzert mit schottischen, russischen und anderen Melodien. Der Garten war vor der kleinen Bühne ordentlich gefüllt, die Besucher hatten sich mit Decken, Campingstühlen und Kissen ausgestattet und genossen die nachmittägliche Unterhaltung.
Nachdem wir die letzten Klänge vernommen haben und uns noch im Rosengarten auf einer Band niederließen hieß es doch, ab ins Hotel. Nun also sitzen wir hier, haben Bildchen sortiert und bereits ein paar Zeilen geschrieben. So bleibt für morgen auf jedenfall zu sagen, dass das Wetter hoffentlich noch ein paar Tage anhält, denn wir möchten mit der Gondel auf den Hausberg, um uns Christchurch, das Meer und die Berge von oben anzuschauen.
Bis dahin bleibt alle frisch und bis zum nächsten Eintrag!
Hier ein paar Bilder, der Rest ist hier zu besichtigen









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