Nachtrag: Da ich mal wieder geschlampert habe, folgt nun noch der Link zu den Fotos von den restlichen Tagen:-)
Da fragt sich der geneigte Leser: „Welche Insel?“ – kein Problem. Die Insel heißt Taiwan! Tschaka, auf gings. Diesmal ein verlängertes Wochenende – auf eigene Faust. Schon die Entscheidung, es überhaupt zu tun, hab mich gefühlte Monate gekostet. Doch es war die richtige Entscheidung!
Also ging es am Donnerstag früh ab Richtung Flughafen! Mittags kam ich in Taipeh an, die Taxifahrt hat super geklappt vom Flughafen zum Hotel. Mit der chinesischen Adresse ist das aber in der Regel auch in China kein Problem. Natürlich stellt sich die Frage, ob Taiwan nicht auch China ist. Da gehen die Meinungen doch recht stark auseinander. Das Festland sagt natürlich ja, die Taiwanesen aber sind lieber Taiwanesen als Chinesen. In der westlichen Welt sehen wir Taiwan wohl auch eher als souveränen Staat. Richtig so, denn so wirklich vergleichbar war es wirklich nicht.
Aber nun erstmal einchecken! Ach nein, zu früh dran. Nagut, also her mit einem Kaffee, leider eine schreckliche Brühe, aber immerhin ist das Hotelpersonal sehr bemüht und nett. Sie haben mein Gepäck auch schön für mich aufbewahrt, so dass ich erstmal ein paar Blöcke gelaufen und in der Tat um´s Eck einen Starbucks gefunden habe. Doch den ließ ich erstmal links liegen. Ich hatte mir bereits vorher schon Gedanken gemacht, was ich mir so anschauen wollte. Nun stand als erstes ein Tempel auf dem Plan, doch irgendwie hab ich ihn, ob seiner Größe, nicht auf Anhieb gefunden. Dafür bin ich aber in einem Café gelandet, dass bezahlbaren und guten Kaffee hatte. Glück pur 😛 Zudem war es nicht überfüllt.Nach ein paar Seiten in meinem E-Book und mit Kaffee gestärkt, bin ich nochmal los, um diesen Tempel zu finden. Aber ich irrte erstmal nur umher und hab dann einen Conciere angesprochen. Und ups, der konnte englisch! Faszinierend…:) Er wies mir den Weg und dann hab ich auch endlich den Tempel gefunden. Hsing Tian Kong heißt er und ist ein buddhistischer Tempel. Er ist dem Patron der Businessmänner gewidmet. Innen war auf jedenfall eine Menge los, denn die Nonnen des Klosters, trieben den Gläubigen grad den Teufel aus. So sah es zumindest aus. Lange schlangen bildeten sich vor den Nonnen, vermutlich standen die Leute wirklich an, um sich von bösen Geistern befreien zu lassen. Ich zog jedenfalls weiter und landete in ein paar Gassen und schoss brav ein paar Fotos und futterte mich an einigen Fressständen durch.
Mal mit etwas süßem, dann wieder herzhaft und krönend dazu fand ich ein kleines Café, dass teuren Kaffee servierte, aber dafür um so ausgetüftelter. Neben vielen verschiedenen Sorten, war das „Gedeck“ mal etwas anderes. Zuerst kam die Barista zu mir und ließ mich am Kaffee schnüffeln, dann schüttelte sie das Glas und ließ mich nochmal riechen und wiederholte den Vorgang ein drittes Mal. Jedes Mal roch der Kaffee ein bisschen anders. Und dann kam sie mit einer Tasse (im Oma-Style) und einem Likörglas zurück. Ich dacht ja, dass im Glas nen Schnäppi ist, aber nene, das war auch Kaffee! Jedenfalls ließ ich es mir schmecken und tat wie mir befohlen und nippte erst an der Tasse, dann am Glas und immer schön im Wechsel. Einige Seiten später und nachdem der Kaffee leer war, ließ ich mich wieder durch die Gasse treiben, wo die ganzen Fressstände in der Abenddämmerung aufmachten. Ich schnappte mir noch einen schönen Dumpling mit Schweinefleisch und zog Richtung Hotel zurück.
Das U-Bahn-Fahren klappte problemlos. Hatte mir vorab noch eine App mit dem Metro-Netz besorgt und dazu eine aufladbare Karte, wie ich sie auch in Shanghai besitze. Günstig, schnell und um einiges freundlicher und bequemer lief es ab. Kein Gedrängel, kein Geschubse und kein Platzstürmen. Man konnte in Ruhe rein und in Ruhe raus. Das war angenehm und entspanntes U-Bahn-Fahren 🙂









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