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Die Insel ruft

Die Insel ruft
Fort Augustus, das kleine Städtchen mit einer recht großen Schleuse, lassen wir heute hinter uns, denn die Insel ruft. Skye! Also auf geht´s. Zuerst mussten wir aber erstmal eine Bank suchen und ein paar Pfund vom Konto ordern. Der Geldautomat war aber wahrlich gut versteckt, aber mit unseren Adleraugen haben wir ihn doch gefunden. Direkt an der Schleuse, wo bereits einige Schiffe über die 5 Stufen Richtung Loch Ness hinunter gelassen wurden. Ja genau, Loch Ness!

 

Wir schauten dem Treiben also ein Weilchen zu, um dann wieder ins Auto zu springen und dem Loch Ness Richtung Nord-Osten folgten. Immer wieder linsten wir auf den See, doch von Nessie keine Spur. Hatte sich das kleine oder große Monster doch wirklich vor uns versteckt. 😦 Aber egal, wir hielten weiter Ausschau und gelangten kurz vor Inverness an unser nächstes Ziel: Urquart Castle. Ein altes Schloss auf einer Anhöhe, direkt über Loch Ness und mit einem weitläufigen Blick auf die gesamte Umgebung. Wir fuhren auf den Parkplatz, organisierten uns die Eintrittskarten und schlenderten etwas bergab zur Burgruine. Wir stiegen auch in die Gemächer hinauf, die dort wohl einst untergebracht waren. Heute ein wunderbarer Ausblick auf Loch Ness, die Wälder und sanften Hügel.
Nach Urquart Castle machten wir uns auf den Weg Richtung Applecross. Vorher hielten wir noch an einer weiteren Ruine in Beauly, die wir im vorbeifahren entdeckt hatten. Bewaffnet mit einer Karte in der Hand, auf der nicht nur alle Parkplätze, Ausguckpunkte, Kirchen uvw. eingezeichnet sind, fuhren wir weiter und erreichten den Ort Muir of Ord. Dort war in meiner Karte eine kleine Destillerie eingezeichnet – die Glen Ord Distillery. Kurzerhand stoppten wir, denn unsere Zeitplanung lies den Abstecher durchaus noch zu. Wir hatten uns gerade für die Karten entschieden, als plötzlich der Feueralarm los ging. Also wurde das gesamte Gebäude inkl. der Produktionsstätten geräumt und alle trafen sich auf dem Parkplatz. Doch leider wollte der Alarm nicht aufhören, also entschieden wir uns nach etwas Wartezeit dazu, weiterzufahren. Zum Glück hatten wir die Tickets noch nicht bezahlt.
Also ab ins Auto und weiter ging die Fahrt. Vorbei ging es an vielen weiteren Lochs, zum Beispiel Loch Chuillin, Loch Achanalt, am River Bran oder dem Loch Clair. Sie alle einigt: klares Wasser. Und dennoch sind alle so unterschiedlich, von der Größe, Form, Tiefe und Farbe. Von fast schwarz bis dunkelblau. Vorbei ging es an schroffen Hügeln, spitzen Bergen, tiefen Tälern und wieder an Lochs. Die Landschaft war schon herbstlich angehaucht: bunte Blätter, grüne Wiesen, gelb-gold-brauner Farn. Und immer wieder kreuzten nun Schafe unseren Weg, denn wir waren angekommen im Nirgendwo. Tief in den Highlands, wo es kaum noch Häuser gibt, nur ein paar Straßen, die in der Regel einspurig waren. Städte sind hier oben am Zipfel der schottischen Highlands Mangelware. Dafür viel rauhe, schroffe, unberührte und wilde Natur.
Wir fuhren den gesamten Zipfel (Applecross) entlang, und mittlerweile waren wir bereits am Atlantik/Nordsee angekommen, das immer wieder am Horizont hervorblitzte. Oder wir legten Pausen ein, wo der Ausblick besonder schön war und knipsten uns die Finger wund. Ganz schön schwierig, bei der Masse an Bildern, im Nachhinein die besten rauszusuchen. Vor allem, wenn das Wolken-Sonne-Spiel so faszinierend ist, dass jedes Bild ein kleiner Knaller für sich ist. Doch wir haben uns auch diesmal wieder durch die schier hunderten Bilder gekämpft!
Nicht zu vergessen, wir haben auch einige Bilder der Straße gemacht, auf der wir unsere Halbinselumrundung fuhren. Wie eine Schlage wand sich die Straße durch die Berge, mal tief hinab, dann wieder schnurstraks grade aus, dann wieder verschlungen und über einige Hügel hinweg. Besonders schwer wurde die Bildauswahl, als wir Eilean Donan Castle fanden. Kurz bevor wir Skye erreichten, lag vor uns eine Burg. Eigentlich um diese Uhrzeit nur noch vom Parkplatz zu sehen, war die Eingangstür zur Brücke noch offen. Einige Familien und Leute tummelten sich im Hof umher. Doch wir blieben lieber auf der Brücke und schauten uns von dort ein bisschen um. Schließlich gingen auch wir wieder zum Parkplatz und suchten uns ein Plätzchen, um den Sonnenuntergang hinter der Burg einzufangen. Wie man sieht, ist die Ebbe noch im vollen Gange und erschwerte ein bisschen die Spiegelung der Burg im Wasser einzufangen. Dafür gab`s aber tolle Effekte, die die Sonne auf die Burg und das Wasser zauberte. Wie das aussieht, könnt ihr ja in der Galerie dann schauen! Ein bisschen macht das einen schon sprachlos, darum wette ich. Das es Euch genauso gehen wird!

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