Hallo zusammen,
klar, Fort Augustus klingt jetzt nicht sonderlich spannend, doch es sollte unser nächstes Ziel werden. Vor uns lagen circa 300km Fahrt in Richtung Norden. Doch erstmal verabschiedeten wir uns aus Edinburgh und fuhren etwas südlich zur mittlerweile berühmten Rosslyn Chapel. Warum berühmt? Die kleine Kapelle war Schauspielkulisse für einen Teil der Dan Brown Verfilmung, Der Davinci Code. Im Film befand sich in der Rosslyn Chapel der Heilige Gral.
Es handelt sich um eine gotische Kirche aus dem 15. Jhd und steht in dem kleinen Örtchen Roslin. Leicht versteckt hinter einem Parkplatz konnten wir auch diret einen Blick auf die Kapelle werfen. Durch den neu errichteten Besuchereingang/-zentrum liefen wir in den Hof und standen direkt vor er kleinen Kirche. Bereits am Äußeren konnte man erkennen, dass es keine Kirche wie jede andere war. Wir luscherten durch den Hintereingang und konnten sehen, das im Inneren gerade eine Messe gehalten wurde. Also liefen wir um die Kirche herum, um dann doch uns durch den Hintereingang hineinzuschleichen. Die Messe war bereits abgeschlossen, und so konnten wir in Ruhe die kleine Kapelle bestaunen. Die wirklich reiche Deckenverzieruung, die Stehlen, die ebenfalls reicht verziert war, beeindruckten uns wirklich. Leider war fotografieren in der Kapelle verboten. Ein paar hat Stefan aber dennoch machen können….heimlich natürlich. Wir stiegen noch in die Krypta hinunter. Viele Mythen und Geschichten ranken sich um die kleine Kapelle mitten im im Nirgendwo. So werden die Tempelritter und die Freimaurer mit der Kirche in Verbindung gebracht. Aber auch wird ihr nachgesagt, dass dort die schottischen Kronjuwelen versteckt sind uvw.
Wir verließen Roslin und fuhren nördlich Richtung Fort. Dort gibt es die berühmte Brücke über den Forth. Eigentlich sind es sogar zwei Brücken und da das nicht reicht, wird derzeit eine Dritte dazugebaut. In einem kleinen Dorf hielten wir an und machten ein paar Fotos der imposanten Stahlkonstruktion, die mich ein bisschen auch an die Sydney Harbour Bridge erinnerte. Abends muss die Forth Bridge schön angeleuchtet sein, am heutigen Tag jedoch wurde sie vor allem von der Sonne angestrahlt. Ein paar Bilder in schwarz-weiß lassen das ganze nochmal ganz anders wirken. Wir bestiegen noch einen ganz kleinen Leuchtturm, doch die Fensterchen waren zu dreckig, als das man vor dort hätte Fotos machen können. Doch für den Ausblick hat sich der kurze Aufstieg (15 enge Stufen) gelohnt 🙂
Unser nächstes Ziel war nun Stirling Castle. Strategisch bestens gelegen am Fluss Forth wurde das Schloss mehr als einmal belagert und angegriffen. Es war lange Zeit (zwischen 1100-1700) die Hauptresidenz der schottischen Könige und unter anderem fand hier die Krönung von Maria Stuarts statt. Sie lebte zudem mehrere Jahre auf dem Schloss, Eiige alte Teile sind noch aus dem 15 Jahrhundert erhalten, der Wall aber beispielsweise ist aus dem 18. Jhd. Das Schloss thront über der Stadt auf dem Schlossberg, der, wie vieles in Schottland, aus vulkanischen Gestein ist. Im Garten sind, ich vermute, die alten Stallungen, in denen sich heute ein umfangreiches Museum befindet. Das Schloss war im Übrigen nur von Süden her erreichbar und die Kanonen, die dort aufgestellt waren, zeugen von einer ordentlichen Verteidigungskraft. Die große Halle, frisch restauriert präsentierte sich wirklich groß, aber auch unheimlich leer. Dafür wurde in den alten Gemächern eindrucksvoll gezeigt, wie die damaligen Könige und Königinnen regierten und lebten.
Weiter ging es in den Norden und bei unserer Fahrt durch kleine Dörfer fanden wir immer wieder mal kleine Überraschungen, wie z.B. in Muthill (Crieff) wo wir eine ehemalige, von den Zeichen der Zeit gezeichnete Kirche, deren Schiff unter freiem Himmel zu einer sehr kleinen Erkundungstour einlud.
Die Sonne zeigte uns, dass der Tag bald enden würde, als wir bei der Drummond Castle ankamen. Wir hatten schon die Befürchtung, umsonst die 2 km lange, von Bäumen gesäumte Allee, gefahren zu sein. Doch wir hatten Glück und kein Geld dabei!!! Doch die nette Dame am Einlass sagte uns, wir können mit Karte zahlen und gab uns noch einen Plan der Anlage mit. Da das Schloss etwas erhöht lag und wir, als wir durch den Innenhof liefen, vor einer großen Treppe standen, erstreckte sich vor uns zu Füssen liegend, der riesige und sehr schön angelegte Garten. Die Frau an der Kasse sagte uns noch, dass wir zuerst zu den Glashäusern gehen sollen. Das haben wir dann auch gemacht und uns die Blumen, vor allem Dahlien, bewundert und eine Menge Fotos geschossen, wiedermal. Zurück im Garten schlenderten wir gemütlich durch japanischen Ahorn, Buchsbäume, Monkey Puzzle, Rosen und vieles mehr. Sehr gepflegt, zum Teil interessant zugeschnitten und vor allem ruhig, denn außer uns waren nur zwei Leute dort, die auf einer Bank, den Abend ausklingen ließen. Da wir ja bereits recht spät dort waren (2 Minuten vor dem letzten Eintritt), hatten wir aber nicht unendlich viel Zeit und vor allem noch eine recht lange Fahrt vor uns. Also machten wir uns wieder auf den Weg. Essen mussten wir auch noch fassen und es wurde langsam dunkel. Ein Blick in unsere Buchung für das B&B der heutigen Nacht zeigte uns, dass wir bis 19 Uhr hätten einchecken sollen. Ohje…also riefen wir die Vermieterin an und konnten Sie bis 21 Uhr vertrösten – Sie versicherte uns, es sei kein Problem. Zu Essen fanden wir auch noch…womit wir jedoch nicht gerechnet hatten, war eine Straßensperre nach Fort Augustus, die nur alle Stunde passiert werden konnte. Die Vermieterin rief panisch an, wo wir bleiben und sagte uns, dass wir bis 22 Uhr da sein sollen, sonst wäre das Zimmer weg. Bei uns trat auch etwas Panik ein!!!!, denn wir waren nur 10 Minuten entfernt.
Mit mehr Glück als Verstand erbarmten sich aber die Straßenbauer und ließen unsere Seite passieren. Wir checkten ein und waren glücklich, die Nacht doch in einem bequemen Bettchen verbringen zu können!
Morgen gehts dann weiter Richtuung Norden auf die Insel Skye!









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