Hallo zusammen,
spät am Freitag Abend sind wir heile in Edinburgh gelandet. Mit ein paar Blümchen, Schokoerdbeeren und einem Fläschchen Sekt sind wir dann noch in meinen Geburtstag reingeschlürft. Am nächsten Morgen sind wir bereits früh raus, um uns ein vernünftiges schottisches Frühstück zu gönnen. Mit Eiern, Kartoffeltalern aber auch mit Müsli und Kaffee starteten wir in den Tag. Mit Rucksack, dicken Klamotten (als wir zum Frühstück gingen umhing uns noch dicker Nebel und eine Eiseskälte) und zwei Keksen und ein bisschen Obst als Proviant marschierten wir also los Richtung Innenstadt.
Das erste Gebäude an dem wir vorbeikamen ist derzeit in einer Umgetaltungsphase. Einen Namen hat es leider nicht, das einzige, was wir gefunden haben, ist der Name der Straße…das hilft aber wohl niemanden so recht. Als nächstes steuerten wir auf den Haymarket (ca. einen halben km von unserem Hotel entfernt) an, kauften noch etwas zu trinken und machten uns dann weiter in Richtung Burg. Vorher kamen wir noch bei einer Kirche vorbei, deren Name Parish Church of St. Cuthbert ist. Auf jedenfall gab es um die Kirche einen recht großen Friedhof und mit uns war eine Gruppe von Hobbyfotografen dabei, die sich ausgiebig mit den zum Teil sehr filigranen, vor allem aber alten, Gräbern beschäftigte. Unsere Aufmerksamkeit fiel aber auf einen Baum, den wir in dieser Form noch nie gesehen hatten. Über und über mit Stacheln bzw. Nadeln übersät, sah er wirklich etwas skurril aus. Es handelt sich um einen Baum aus Chile, wo er auf „Monkey Puzzle“, also Affenpuzzle genannt wird. Nach eingehender Untersuchung gingen wir weiter und landeten in einem Park direkt unterhalb der Burg, mit großen Grünflächen und einigen Sitzgelegenheiten. Ein Großer Brunnen mitten auf dem Platz war für die Hobbyfotografen, aber auch für mich, ein gefundenes Fresserchen 🙂 Mit einem Kaffee in der Hand suchten wir uns ein Plätzchen auf der Bank, schön in der Sonne und beobachteten die Fotografen, die Burg und den Brunnen. Nach der kleinen Stärkung ging es nun durch den Princess Garden weiter Richtung Burg. Oberhalb der National Gallery kamen wir raus und liefen weiter bergauf und machten zudem noch einen Abstecher in das New College zu machen. Eine Harry Potter Schule, wie man sie sich kaum besser vorstellen könnte. Da wir an einem Samstag dort waren, konnten wir in Ruhe reinluschern, die Menschenmassen haben sich an diesen Ort eher nicht verirrt….:) Über die Ramsey Street landeten wir auf der Royal Mile, die direkt zur Burg führte. Hier waren sie also, die Menschenmassen, und wie es sich natürlich für einen Samstag mit Bombenwetter gehört war die Schlage für die Tickets EWWWWIIIG lang, doch wir harrten brav aus und zogen dann ins Innere der Burg. Der Aufstieg und das Warten hatten sich auf jeden Fall gelohnt, da wir einen fantastischen Blick über Edinburgh und das Meer hatten. Die Sonne lachte dazu, was es um so schöner machte. Wir wuselten uns noch durch das Kriegsmuseum und bestaunten die Kronjuwelen der Schotten und machten uns dann langsam auf den Weg, die Royal Mile hinunter zu laufen, um zum Holyroodhouse zu laufen. Die Straße hinunter war gesäumt von Souvenirläden und man konnte die typischen Kilts und Stoffe in Hülle und Fülle kaufen. Endlich am Holyrood angekommen, mussten wir jedoch leider feststellen, dass es bereits geschlossen war. Dennoch machten wir ein paar Fotos und konnten von dort auf einen recht großen Felsen schauen, wo nicht nur die Einheimischen wohl gerne raufkrakzeln. Neben diesem Felsen ist noch ein alter Vulkan, der auch Athurs Seat (Athurs Sitz) genannt wird, von dem man ebenfalls einen fantastischen Blick auf Edinburgh haben soll. Hochgelaufen sind wir aber nicht. Das war uns an dem Tag kaum möglich, denn unsere Füsse taten soooo weh. Doch wir liefen weiter. Ich hatte nämlich ein ganz bestimmtes Bild im Kopf, dass ich immer wieder gesehen habe. Also sind wir aufgebrochen zum Calton Hill, eine Anhöhe in der Nähe der Stadt.
Doort tummelten sich bereits viele Leute, denn der Blick auf die Altstadt und die Burg war auch hier sehr schön. Auf dem Berg befindet sich auch das National Monument, dass jedoch aus Kostengründen nie ganz fertig gestellt wurde. Es stehen nur ein paar Säulen dort, die aussehen, als wären sie aus Rom direkt hierher transportiert worden. Dazu befindet sich hier dann auch das Nelson´s Monument, das etwas erhöht einen noch besseren Blick auf den Arthurs Seat gewährte. Viele hatten sich aber bereits mit Stativ und großen Kameras an der Brüstung versammelt und so wackelten wir einmal um den Berg herum, bis wir unseren eigenen Platz für Fotos gefunden hatten. Und da sich die meisten Fotokünstler und Touris an anderen Ecken tummelten, konnten wir in Ruhe unsere Fotos vom Sonnenuntergang über Edinburgh machen! Da es wirklich viele Bilder geworden sind, haben wir versucht, nur die Besten rauszusuchen. Ein wirklich schwieriges Unterfangen…:)
Nachdem wir den Berg wieder hinunter sind, haben wir uns af den Weg gemacht um schön Fish & Chips zu essen. Wir liefen auf der Princess Street orbei am Balmoral Hotel (eine der exclusivsten Hotels in Edinburgh), am Bahnhof und dem Scott Monument vorbei. Man muss aber sagen, dass das Scott Monumentt aus der Ferne bedeutend besser aussieht, als von Nahem, vor allem am Abend sieht es einfach nur dunkel und unheimlich aus. Beim Schlendern über die Princess Street lag oberhalb die beleuchtete Burg, die uns noch ein paar Schritte langsamer laufen lief, um immer mal wieder einen Blick hochzuwerfen. Und dann endlich sind wir beim Restaurant angekommen, konnten einen Platz ergattern, haben uns ein Cider und Pale Ale gegönnt und dann uns über die Fish & Chips und das Pie hergemacht. Mit vollem Bauch und Kopf ging es dann zurück ins Hotel!
Ein langer, aber schöner Tag. Und hier die Fotoausbeute!
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