Und nun? Ja, es waren nur 3 Tage Guilin und so war es am Sonntag Zeit, Abschied zu nehmen. Ich verabredete mich mit den zwei Deutschen, damit wir gemeinsam zur Reed Flute Höhle gehen. Also brachen wir bei bestem, heißen Wetter vom Hotel auf und wanderten die knapp 2 km zur Höhle. Ein schöner Weg, ruhig und recht verlassen. An der Höhle angekommen teilte man uns mit, dass an diesem Tag keine englische Führung stattfinden würde. Tja, was wollten wir machen?
Also sind wir mit den Chinesen in die Höhle und wie auch schon in der Silber-Höhle in Yangshuo war es auch hier BUNT. Sehr sogar und sie ähnelte der Silberhöhle sehr. Aber ok, was erwartet man von einer Höhle? Jedoch gab es in der Höhle einen kleinen Teich, an dessem Rand eine Leinwand aufgestellt wurde. Darauf lief das Balletstück Schwanensee, was sich wiederum auf der spiegelglatten Oberfläche des Sees, wiederspiegelte. Hübsch sah es aus. Doch Fotos waren fast unmöglich, denn da war es wieder, das 1-Reihe Problem. Egal, wir kämpften uns durch und warteten ein bisschen, bis den anderen die Lust vergangen war. Mit ein paar Fotos in der Tasche, nassen T-Shirt am Leib verließen wir die Höhle und machten uns mit dem Bus in Richtung Innenstadt von Guilin auf, um uns die Mond- und Sonnenpagoden (Riming Shuang Ta) anzuschauen. Diese zu finden, war nicht so schwer, überragen sie doch einige andere Gebäude. Beide befinden sich im See Shan Hu. Die größere von beiden (41m hoch und aus Kupfer gebaut) ist die Sonnenpagode. Die etwas kleinere (35m) und aus Mamor gebaute Pagode ist die Mond-Pagode. Da sich der Himmel leider wieder etwas zugezogen hatte, ist auf den Bildern kaum erkennbar, dass die zwei genannten Materialien für den Bau genutzt wurden. Es handelt sich übrigens nicht um Originale, sondern sind Nachbauten. Die im Inneren befindlichen Museen haben wir uns leider nicht angeschaut. Nachdem wir auch diesen Punkt auf unserer Liste abgeharkt hatten, machten wir uns auf den Weg uns noch den Elefantenrüssel anzuschauen.
Dazu habe ich noch eine kleine Geschichte gefunden, bzw. eher eine kleine Sage. So soll nämlich ein kranker Elefant des Kaisers an dieser Stelle zurückgelassen worden sein. Ein älteres Ehepaar pflegte den Dickhäuter gesund, doch der Elefant wollte partou nicht zurück zum Kaiser. Daraufhin hat das Ehepaar das Tier getötet, wodurch er sich in einen Hügel verwandelte. Nunja, wie gesagt, es ist eine Legende..:)
Dennoch sieht die Felsformation mit ein bisschen Fantasie wirklich aus wie ein Elefant. Jedoch wenn man nah davor steht wirkt das alles gar nicht mehr so spektakulär. Vermutlich ist es am Abend, wenn die Sonne am Zusammenfluss des Yangjiang und Li Jiang untergeht, einfach schöner und mit mehr Atmosphäre. So waren einfach busweise die Touris wieder über das kleine Stückchen Land hergefallen. Wir sind noch um den Berg herumgelaufen und haben auch von der anderen Seite noch mal geschaut. Die beiden Männer sind noch den Berg hinaufgelaufen, aber das habe ich mir gesparrt und mir noch den innenliegenden Tempel der Anlage angeschaut.
Vor dem Futteralienstand konnten die Touris sich wieder traditionell verkleiden, was wieder ein paar hübsche Fotos gab. Danach fuhren wir mit dem Taxi zurück zum Hotel, wo die Männer sich dann zu einer Fahrradtour entschieden und ich darauf wartete, dass der Tag rumgeht, da mein Flug ja erst recht spät ging. Mit einem Buch in der Hand, Internet in der anderen und Abendessen ging der Nachmittag/Abend aber rum und ich flog zurück nach Shanghai!
Also hopp hopp – schnell zu den Bildern!









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