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Es gibt Reis, Baby!

Es gibt Reis, Baby!
Der zweite Tag in Guilin begann ebenfalls früh. Auch hier hatte ich mir eine Tour gebucht, diesmal jedoch in einer kleinen Gruppe. Unser Guide war gleichzeit auch unser Fahrer und die anderen waren schon im Wagen, als ich abgeholt wurde. 2 Briten und 2 Amerikaner. Die Britin hatte Haare auf den Zähnen….:)

Egal, also los ging die Fahrt und unser Guide plauderte munter vor sich hin und wir fuhren in Richtung Berge. Das sah glatt aus wie in den Alpen, wenn man nicht wußte, dass man in Chinas Hinterland war. Wir fuhren ca. 1 1/2 h und erreichten ein kleines Dorf, das für seine Frauen weltbekannt ist. Es handelte sich um eine Minderheit in China, das Yao-Volk, dessen Frauen die längsten Haare haben. Und die waren wirklich lang. Zur Touri-Belustigung haben die Damen eine kleine Show aufgeführt, die die Geschichte des Volkes erzählte. Leider hab ich nur die Hälfte verstanden, aber unser Fahrer hat uns dann noch ein bisschen was dazu erzählt. Sie haben gesungen, getanzt und mit dem Popo gewackelt. Anhand der Frisuren, wie die Haare hochgebunden sind, konnte man im Übrigen sehen, ob die jenige ledig, verheiratet oder verheiratet und Kinder hat. Die Mädels mit der „Mütze“ beispielsweise sind unverheiratet. Die, die ohne Mütze, aber mit einem flachen hochgebundenen Zopf, sind die verheirateten. Die, die an der Stirn noch einen „Ponöpel“ hatten sind verheiratet und mit Kindern. Sie führten dann noch einen Heiratstanz auf, indem sie ein paar Männer auf die Bühne holten. Das Ritual ist recht einfach: Kneift die Frau dem Mann in den Hintern, dann findet sie ihn toll. Latsch der Mann dem Mädel auf den Fuss, ja, dann läuten wohl bald die Hochzeitsglocken 🙂 Zumindest ist so das Ritual, um sich gegenseitig zu zeigen, dass man sich mag.
Nach der Show ging es zu einem Restaurant, indem zwei Gruppen von ausländischen Touris Essen fassen konnten. Und siehe da, am Nebentisch waren auch der dt. Papa und sein Sohn. Es gab beispielsweise Reis, der im Bambusrohr gegart wurde. Ein recht eigenwilliger, aber nicht schlechter Geschmack. Der Bambus gibt auf jedenfall Würze. Obligatorisch zum Essen gab es natürlich auch Tee. Wär hätte es gedacht. Nachdem wir uns den Bauch mit den Leckerein vollgehauen haben, sammelte uns der Fahrer wieder ein und es ging weiter in die Berge. Recht steil über eine doch teilweise recht holprige Straße ging es den Berg hinauf. Der Fahrer sagte uns auch, dass er etwas weiter hoch fahren würde, damit wir nicht an dem Punkt loslaufen müssen, wo alle Touristen hingekarrt werden. Wir waren recht dankbar dafür, denn oben angekommen, hatten wir einen herrlichen Blick auf die Landschaft ohne uns um die begehrten 1-Reihe Bilder prügeln zu müssen. So maschierten wir langsam los und suchten uns einen für alle gut passierbaren Weg am Rande der Reisfelder und liefen in das unten gelegene Dorf, wo wiederum einige Spots waren. Die waren jedoch schon merklich voller als unser Startpunkt. Eigentlich gibts da gar nicht so viel zu erzählen, denn der Weg von ganz oben ging geschmeidig bergab. Bis auf das ich mich in einem Holzbrett mit meinem Schuh verheddert habe und mich vom Briten „retten“ lassen musste, war es ein entspannter Nachmittag. Im Dorf unten angekommen, mussten wir noch einen schmalen Pfad entlang, doch das gestaltete sich recht abenteuerlich. Uns kamen nämlich ein paar Männer mit Pferden und Mulis entgegen. Wie die auf dem Weg das hinbekommen haben, Respekt. Denn der Pfad war vielleicht einen halben Meter breit und wir waren, auch wenn ich unten im Dorf sage, doch noch recht hoch. Aber es muss einen Grund haben, dass die Reisterrassen beinahe 800 Jahre alt sind. Nur mit Geschick und ausgeklügelten Ideen kann man dort oben die Felder bewirtschaften.
Aber nun genug geredet. Her mit den Bildern, denn das ist wirklich was dolles!
 
Viel Spaß!
Beatchen

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