Kennt Ihr nicht? Auch nicht so schlimm, woher auch. Jedoch ist der Kumamon ein kleines Wahrzeichen der Stadt Kumamoto. Mit knapp 800.000 Einwohnern noch recht human, machten wir uns auf den Weg, uns, wie so oft die Tage, Kirschbäume zu suchen. Das Wetterchen an diesem Tag war eher von der bescheideneren Sorte. Man könnte auch sagen, dass es eigentlich die Hälfte des Tages einfach nur geregnet hat. Aber wir hatten bereits vorgesorgt und unsere Regenjacken angezogen. Einen Schirm hatten wir leider nicht. In Kumamoto angekommen, haben wir uns als erstes den Garten, der direkt neben der Burg lag, vorgenommen.
Der Garten heißt Suizenji-Park und zählt zu den schönsten in Japan. Neben einem Shrine gab es auch einen „Nachbau“ der berühmten Fujis. Der hat ja normalerweise auf den meisten Bildern eine weiße Kappe, in dem Park jedoch war er natürlich nur ein grasbewachsener Hügel. Dennoch haben wir mit einem Schnappschüsschen dem Berg seine weiße Krone aufgesetzt. Das passende Bild dazu liegt dann auch in der Bildergalerie und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen es sei echt 🙂 Aber zurück zum Garten. Im Zentrum lag ein recht großer Teich, der von fleißigen Helfern gerade gesäubert bzw. umgerührt wurde. Wir vermuten, man wollte mal etwas Luftzirkulation in den Teich und damit seinen Bewohnern einen Gefallen tun. Zu unserem Glück konnten wir einen Teichbesucher identifizieren, der wie die Spitze des Fujis schneeweiß war. Nämlich einen weißen Reiher. Toll, oder? Aber eigentlich am falschen Ort, denn Himeji ist doch die Burg des weißen Reihers. Da er sich leider nicht auf uns zubewegt hat und wir auch nicht dichter an ihn herankamen, konnten wir nur ein paar Bilder aus recht weiter Entfernung machen. Nachdem wir den Vogel lang genug betrachtet hatten, gingen wir weiter Richtung Shinto-Shrine über mehrere kleine Steinbrücken, die die typische japanische Form aufwiesen. Der Shrine war eher von der kleineren Sorte, ein Blick lohnte dennoch Weiter ging es Richtung Fuji, vorbei an roten Toriis und Statuen zu einer Grünfläche, die von Kirschbäumen umsäumt war. Die ersten Blütenblätter hatten sich bereits durch den Regen verabschiedet und ließen den Rasen aussehen, als wäre grade der erste Schnee gefallen. Und da ich von den Bäumen irgendwie nicht genug kriegen konnte entstanden an dieser Stelle wieder 100 Bilder. Muss man nicht verstehen…:) Auf dem Weg um den Teich kamen wir auch an einem Theater vorbei, das im Sommer genutzt wird, um Aufführungen zu zeigen. An diesem Tag jedoch war es geschlossen. Also stapften wir weiter durch den Regen und trafen wieder auf einen Reiher, der sich immer wieder unter einer Holzbrücke nach Fressen umsah. Ob er wirklich was gefunden hat, kann ich nicht sagen, weil er irgendwie sich nicht auskäsen konnte und wir irgendwann weitergelaufen sind. Zu den Teichbewohnern zählten aber nicht nur die berühmten Kois, sondern auch chillende Schildkröten.
Aber genug vom Park, wir wollten ja eigentlich zur Burg, also machten wir uns los, um die Burg zu erkunden. Eigentlich dachten wir, wir hätten von der Straße aus, die Burg gesehen, doch es war nur eine „Vorburg“, die mit viel Holz aufwartete. Die eigentliche Burg war recht dunkel gehalten und wir kletterten die Stufen sowohl im Nebenturm hoch um dann auch noch in der Burg direkt nach ganz oben zu laufen und auf das verregnete Kumamoto und die vielen Kirschbäume zu schauen. Die einzelnen Etagen zur Burg hinauf sind immer mit kleinen Ausstellungsstücken versehen, die wir uns natürlich auch angesehen haben. Nachdem wir wieder unten angekommen waren, schiffte es immer noch wie aus Kannen und haben uns deshalb noch für das Samurai-Haus entschieden, um uns dort umzusehen. Neu aufgebaut konnte man nicht nur alte Wandmalereien betrachten, sondern auch rekonstruierte Deckenbemalungen mit feinem Goldschimmer. Da die Anfahrt nach Kumamoto recht lang war und wir an sich viel Zeit im Garten und der Burg verplempert hatten, machten wir uns nach der Besichtigung auf den Rückweg.
Zurück am Bahnhof in Fukuoka haben wir direkt dort noch ein Restaurant aufgesucht. Was es leckeres gab? Schaut Euch die Bilder an 🙂
Also auf geht´s, auch wenn der Tag nicht so spannend klingt – gesehen haben wir trotzdem wieder so einiges 🙂 Hier geht´s lang zu den Bildern.
Beim nächsten Blog gibts auch wieder besseres Wetterchen – da ging es nach Dazaifu. Also bleibt gespannt.
Grüße aus dem verregneten Shanghai
Beatsche









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