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Kleiner Nervenkitzel

Kleiner Nervenkitzel

Hallo zusammen,

natürlich haben wir es am Samstag nicht mehr geschafft noch etwas zu schreiben, weil wir ziemlich lange unterwegs waren und den Tag natürlich nochmal richtig genutzt hatten. Daher kommt jetzt der Nachtrag zu „weißes Gold“.
Ich geh auch gleich in die vollen – was soll der Geiz 🙂
Stehengeblieben sind wir beim kleinen Mekari Jinja Shrine. Dieser kleine Shrein lag direkt unterhalb der Kammon-Brücke am Wasser, war aber bereits geschlossen. Dafür gab es eine Laterne im Wasser, vielleicht diente diese früher als kleiner Leuchtturm? Die Kammon-Brücke ist eine Hängebrücke, wie auf den Bildern unschwer zu erkennen sein wird. Sie geht über die Hayatomo-Meerenge (Kammon-Straße) und verbindet Shimonoseki (Honshu) und Kitakyushi (Kyushu). Knapp einen Kilometer ist das gute Stück lang und die Pylone sind sage und schreibe 160m hoch. Das noch als kleine Randnotiz.

Nachdem wir, wie schon gesagt, hin und her überlegt hatten, entschieden wir uns doch, durch den Tunnel auf die andere Seite zu laufen. Der Tunnel war jetzt keine Schönheit, sicher hätte man etwas für Touris, aber auch Einheimische daraus machen können. Zum Beispiel mit Graffiti-Kunst verschönern oder Kunst von Kindern aufhängen können etc. Möglichkeiten gäbe es sicher zu Hauf. Aber wurschd. Als wir endlich auf der anderen Seite angekommen waren, standen wir auf Honshu im Örtchen Shimonoseki und konnten somit unsere Insel Kyushu betrachten. Empfangen wurden wir von einer Batterie an Kanonen, leider nur Nachbauten. Eine jedoch war echt und sehr schön verziert. Warum man Kriegsmittel künstlerisch verziert bleibt mir jedoch schleicherhaft 🙂 Der Gegner sieht´s ja eh nicht. Zwei Kriegsherren waren auch noch als Statuen aufgestellt. Der Eine von beiden musste sich leider nach der verlorenen Schlacht selbst im Meer ertränken. So war das eben früher…wer nicht gewinnt muss sterben – so oder so.
Mit unseren Online-Maps konnten wir schon auf dem Weg noch einige Tempel ausfindig machen. Einer jedoch war eher wieder Zufall und lag direkt am Berghang. Auch wenn uns die Knochen noch ziemlich weh taten, sind wir dennoch die Stufen hochgewackelt und haben ein paar Bilder geschossen. Weiter ging es Richtung Hafen, wo die Fähren direkt vor unser Hotel übersetzen. So zumindest unser Plan. Wie schon gesagt, hatten unsere Navigationsgeräte noch einen Tempel ausgemacht, der uns sehr überraschte. Es war auch wieder ein Shinto-Schrein, jedoch farblich wieder schön in Rot gehalten und mit einem beeindruckendem und etwas ungewöhnlicherem Eingangstor. Da sind wir ein bisschen rumgestreunert und dann wieder weiter Richtung haben. Am Hafen angekommen, stand eine große Halle offen in der ein riesiger Kugelfisch (Fugu) ausgestellt war. Fugu ist in dieser Region wohl ganz oben auf der Fangkarte und wird daher auch viel angeboten. Shimonoseki ist eine der Hauptstädte des Kugelfischfangs, da die Wassertemperatur für die Fische in dieser Meeresregion wohl bestens ist 🙂 Es gibt verschiedene Arten von Fugu, die mehr oder weniger giftig sind. Vorallem die Haut und die Innereien sind giftig. Kugelfische dürfen nur von Fischern gefangen werden, die eine spezielle Lizenz besitzen. Das gleiche gilt für die Zubereitung von Fugu-Sushi. Die ausgebildete Sushi-Meister müssen mindestens zwei Jahre in einem Fugu-Restaurant gearbeitet haben und eine Prüfung ablegen. Weitergelaufen sind wir dann an ein paar Restausrants vorbegekommen, die auch Kugelfisch im Angebot hatten. Wir entschieden uns jedoch, wie fast jeden Tag, für Eis. Diesmal aber ein eher herkömmliches, wie wir es in Europa eben auch kennen. Aber erst nachdem wir auch endlich rausgefunden haben, dass noch eine Fähre zu uns rüber setzen würde. Unsere Tickets konnten wir, auch ohne englisch, irgendwie aus dem Automaten ziehen und sind dann direkt auf die Fähre und haben uns schön draussen hingesetzt. Noch vor dem erwarteten Abfahrtstermin gings auch schon los. Vom Wasser aus konnte man schön auf die Honshu-Seite schauen, den beleuchteten Tower und das Riesenrad, das auch schon beleuchtet war. Es wurde nämlich schon dunkel.
Wiedermal hatten wir mehr Glück als Verstand, denn zurück wollten wir beide nicht mehr laufen. Das hätten unsere Füße wohl nicht mehr mitgemacht. Wieder Land unter den Füßen stand natürlich noch das Abendessen auf dem Plan. Da es bereits für Stefan zum Frühstück immer lecker Curry-Yaki gab, hatten wir uns für ein anderes Restaurant entschieden, dass zumindest eine englische Karte hatte. Das Essen war vor allem italienisch angehaucht, mit Pasta, Pizza usw. Zu unserem Glück gab es in der zweiten Etage eine Mikrobrauerei :D:D Wir bestellten Edamame (nein, dass ist kein Käse, sondern Sojabohnen, die noch nicht ganz reif sind), Curry-Yaki für Stefan, Pasta mit Lachs für mich. Aber das Highlight war FUGU 🙂 Und nein, wir sind nicht vom Stuhl gefallen. Hat gut geschmeckt, aber vom berühmten Brizzeln haben wir nichts gemerkt, zumal wir frittierten Fugu hatten und nicht in Sushi-Form. Dazu gabs jeweils ein Bierchen und fertig war das Abendessen. Danach sind wir noch ein bisschen auf Bildfang gegangen und danach direkt ins Bettchen gefallen. Es war ein ziemlich langer Marsch an dem Tag, obwohl wir eigentlich ja nichts machen wollten. Doch sei es drum – schön wars dennoch 🙂

Und nun ab zu den Bildern!

Grüße aus dem nächtlichen Shanghai ohne mein Männe…
Beate


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