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Strahlendes Himeji – inkl. Nachtrag

Strahlendes Himeji – inkl. Nachtrag
Hallo nochmal – nachdem wir uns nun einen Adapter gebaut haben, kommt jetzt natürlich noch ein bisschen mehr Info zu Himeji.
Himeji liegt ziemlich mittig von Honshu und ist mit ca. einer Millionen Einwohner durchaus etwas größer als wir anfangs dachten. Am Bahnhof angekommen, konnte man direkt von der Station einen ersten Blick auf die Burg werfen, da sie bereits von dort sichtbar war. Den ersten Abstecher haben wir dann direkt zu einem kleinen Laden gemacht, der auf dem Weg zur Burg lag. Ein kleiner Waffelladen, der pappsüße Waffeln verkauft hat. Ich hatte mich für die Grünteevariante entschieden, Stefan hatte eine einfache ohne Zusätze. Mit etwas Stärkung ging es dann auf direktem Weg zur Burg und wir konnten bereits sehen, dass es recht voll sein wird.

Viele Kirschbäume säumten den Weg zur Burg hinauf. Hinter dem EIngangstor ging es direkt los und ein großer Platz vor der Burg war gut gefüllt mit Menschen, die zum Teil picknickten. Nachdem wir ein bisschen rumgeschlendert und mit der Kamera rumgespielt haben, sind wir weiter Richtung Haupteingang und dort Stand schon ein Schild, dass die Wartezeit für die Burgbesichtigung eine Stunde dauern würde. Da wir aber zumindest den Platz der Burg sehen wollten, stellten wir uns also artig in die lange Schlange, die irgendwie kein Ende nahm. Als wir dann endlich in der Burg waren, gingen die ersten zwei Etagen ganz gut, aber dann standen die Leute wieder an, um in die oberen Geschosse zu kommen und da haben wir uns entschieden PÜÜÜÜH, das machen wir nicht und sind wieder raus und haben uns die Burg lieber bei schönstem Wetter vor strahlend blauen Himmel angeschaut. Die Burg an sich ist frisch renoviert, die meisten Arbeiten am Hauptgebäude wurden erst im letzten August abgeschlossen, nur ein kleiner Teil eines Nebengebäudes war noch verhüllt. Wir hatten als Glück, denn beim ersten Besuch von Japan hatten die Bauarbeiten grade begonnen. Das weiss ist wirklich noch strahlend, die Dächer sauber und nichts sieht abgeranzelt aus. Man vergleicht die Burg auch mit einem abfliegenden Silberreiher, weswegen sie auch als Silberreiherburg genannt wird. Sie wurde bereits ca. 1609 fertiggestellt und wie Stefan schon geschrieben hat, gilt sie als die schönste Japans. Nun aber genug zur Burg!

Danach sind wir noch in einen Garten, der unweit von der Burg entfernt war, gegangen. Die meisten Touris hatten es bis dahin schon gar nicht mehr geschafft. Der Garten „Koko-en“ ist ein japanischer Garten mit kleinen Teichen und einem schönen Teehaus, in dem man auch eine Teezeremonie mitmachen konnte. Insgesamt beherbergt der Garten 9 einzelne Gärten und orientiert sich an der sogenannten Edo-Periode (1600-1860). Mit einer Fläche von fast 3,5 Hektar hat man auf jedenfall ein kleines Stück zu laufen. Die obligatorischen Kois fehlten natürlich auch nicht und waren wieder in allen erdenklichen Schattierungen und Farbgebungen vorhanden. Große und kleine Brocken und waren in fast allen Teilen des Gartens präsent. Ein kleines Highlight war neben dem Garten noch ein schöner Graureiher, der sich für Fotos schön vor unserer Linse platziert hat. Vermutlich war er auf der Suche nach Futter, aber die Kois sind wohl doch um einiges zu groß gewesen und so flog er nach ein paar Fotos weiter.
Nach dem Garten überlegten wir, ob wir noch nach Okoyama oder zu einer Tempelanlage in Himeji weiterfahren wollten. Wir entschieden uns für zweites und ließen uns mit einem Taxi zur Gondelbahn fahren, die uns auf einen Berg brachte von dem aus ein etwas halbstündiger Marsch uns zur Anlage führte. Da wir, wie immer, recht spät dran waren, konnten wir nur noch das Hauptgebäude, in diesem Fall „Maniden“ genannt, besichtigen, aber auch der war schon sehr schön. Das Hauptgebäude brannte 1921, wurde aber bereits 1932 rekonstruiert. Die Halle ist der Göttin der Gnade gewidmet und wurde auf mehreren Säulen und Stehlen gebaut. Die Anlage mit den vielen einzelnen Gebäuden wird Engyoji genannt und ist bereits über 1000 Jahre alt. Der Tempel liegt auf dem Berg Mount Shosha. Der Buddhistische Tempel ist auch als Ausbildungsstätte für Priester bekannt und gehört zum nationalen Schatz Japans. Im Übrigen wurde hier der Film „Last Samurai“ mit Tom Cruise gedreht 🙂 Der Weg vom Tempel hinter zur Bergstation ist gesäumt von Kirschbäumen. Einige haben netterweise ihre Blüten schon gezeigt, so das bereits ein bisschen Cherry Blossom bei uns aufkam. Auf dem Hinweg säumten übrigens eine Vielzahl von einzelnen kleinen Buddha-Statuen den Weg. Mit flinken Füßen sind wir dann zur Bahn, damit wir die letzte nicht verpassen, und mit der Bahn abwärts zum Bus und dann zum Bahnhof. Mit dem Zug ging es dann zurück nach Hiroshima, wo wir noch was zu essen gesucht haben und dann zurück Richtung Hotel gefahren sind.
Die Bilder hat Stefan ja bereits online gestellt – der Link steht auch unten – Ihr könnt ihn aber auch hier nochmal klicken.

Hallo aus Kitakyushu, unserer 2ten Unterkunft.

Da wir momentan keinen Stromadapter haben um das Laptop zu laden heute nur ein ganz kurzer Post, wir waren vorgestern in Himeji, einer Stadt mit einer der schönsten und größten Burg Japans, wenn nicht die schönste überhaupt. Die Bilder und ein paar Erklärungen hier.


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