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Multikulti

Multikulti

Na einen wunderschönen guten Abend/Mittag. Der Tag heute stand ganz im Zeichen eines multikulturellen Ausflugs.

Zuerst eine kurze Anmerkung, bevor es los geht – ich glaub ich hab nen leichten Sonnenbrand. 🙂

Zweite Anmerkung:

1. Mutti, ne Sydney war nicht so überlaufen (ausser direkt an Silvester) – ich denke es ist vergleichbarer mit Japan, da wars ja auch recht voll 🙂

2. Und grundsätzlich – das mit dem Essen wird schon irgendwie – ich sag nur Garküche – günstig und gut 🙂

Nun aber los:

Als erstes heute auf dem Plan stand der gelb-blaue schwedische Riese – und ich lerne schnell. Gehe niemals am Wochenende um die Nachmittagszeit dort hin, Du wirst wieder umdrehen. Also war ich gegen 11 Uhr da und es herrschte ein normales Treiben. Und sowieso geht es immer schneller, wenn man einen Plan hat, was man überhaupt braucht. Zackizack hatte ich meine Sachen beisammen und schlängelte mich durch die, wie so oft, einfach anhaltenden oder rumstehenden Leute an die Kasse, zahlte und fuhr flux wieder zurück nachhause. Summa Summarium war ich knapp 1 1/2 h Stündchen unterwegs.
Da heute das Wetterchen excellent war, Sonne lacht, Blende 8 – musste ich natürlich noch ein bisschen an die nicht ganz so gute, frische Luft. Nachdem ich mein Ikea-Zeugs entpackt und die Schmetterlinge an die Wand gefriemelt und Wäsche gewaschen hatte, packte ich also meinen Rucksack, die Kamera und was zu trinken ein. Auf ging es Richtung Linie 13 um dann Richtung Zhenru zu fahren. Einer der „äußeren“ Bezirke, die aber noch als Innenstadt gezählt werden. Der Stadtteil heißt im Übrigen Putuo und liegt im Nordwesten. Dort angekommen lief ich also nichts ahnend los und fand mich auf einem der größten Fischmärkte wieder. Ich war ja vom Tsjukji-Fischmarkt in Tokio einiges gewöhnt, aber das hier war irgendwie, ich weiß nicht, nicht soo schön? Da lagen wirklich komische Sachen rum – aber ein Entkommen gabs nicht, weil auf der anderen Straße ging es gleich weiter. In die Seitenarme der Straße bin ich erst gar nicht gegangen. Jedenfalls war es ein geschäftiges Treiben und zumindest der Lachs sah gut aus. Inwieweit man den Fisch essen sollte, ist dann eine andere Frage…
Direkt hinter dem Fischmarkt bog ich links ab und fand den Zhenru-Tempel recht schnell. Musste mich aber sputen, weil der nur bis 16 Uhr geöffnet hat und ich rumgetrödelt hatte und erst 15:30 da war. Brav habe ich meinen Eintritt (10 Yuan) bezahlt und bin direkt rein. Scheinbar war grade das nachmittags-Gebet zuende, denn zum einen kamen die ganzen Mönche aus den Seitengebäuden, als auch viele Besucher (?). Ansonsten war die Anlage schön leer und ich hatte sie fast für mich alleine. Perfekt. Dazu die Sonne – also nahezu perfekt. Der Tempel liegt an einem kleinen Fluss, aber der sah leider sehr tot aus. Der Tempel ist jedenfalls schon recht alt und ich werde sicher nochmal hin, an einem Tag an dem ich meinen Hintern vielleicht früher hochbekomme, denn die 9-stöckige Pagode ist begehbar und man kann sich also den Tempel und das Gelände auch von oben anschauen.

Zudem muss ich mir noch den 200m langen Gang anschauen, der über viele Glocken an den Seiten verfügt. Genug philosophiert – hier gehts lang zu den Bildern – ausnahmsweise mal richtig viele 🙂

Vom Fischmarkt habe ich keine Bilder gemacht – vielleicht ein andern mal. Bin froh, nicht ausgerutscht zu sein 🙂 Aber zwei Bildchen von der Kulisse…Links und rechts gabs Fisch und andere komische Sachen…

Da die Zeit ein bisschen drängelte machte ich mich also auf den Rückweg, war aber nicht ganz schlüssig, wohin ich eigentlich will. Zuerst wollte ich nochmal zum Longhua Tempel, aber der hat auch nur bis 17 Uhr geöffnet, also entschloss ich mich kurzerhand an einen Tip aus einem „Reiseführer“ zu halten, der aber in meinem Büchlein nicht enthalten ist. Ich fuhr also mit der Metro Richtung Shanghai Libary (Bibliothek), die auch noch in der franzsösischen Konzession liegt. Die Straße, die ich suchte, heißt Wukang Lu und nachdem ich erst in die falsche Richtung lief, habe ich es aber schnell gecheckt und bin richtig rum gelaufen. Ja, was findet man hier?

  1. wenige Menschen (komisch…?!?)
  2. ich glaube 90 % der Ausländer tummeln sich hier
  3. nichts, was irgendwie chinesische wirkt
  4. viele kleine Cafés
  5. wirklich wenig Menschen
  6. kleine Küchen und Straßenrestaurant – und ja, das sah zum Teil guuuut aus und ein paar kleine Restaurants
  7. Das deutsche Konsulat hab ich auch gefunden!!!

Also schlenderte ich durch die Wukang, aber bin dann auch wieder andere Seitenstraßen entlanggelaufen und hab mich umgeguckt. Nachdem ich ein Stündchen rumgeschlendert bin, lief ich zurück zur Bib, um Richtung East Nanjing zu fahren, also runter an den Bund (da wo der Huangpu die Stadt in Puxi und Pudong teilt). Der Bund ist im Übrigen auf der Puxi (Puschi)-Seite. Bevor es aber hier weiter geht, soll natürlich auch die Wukang Lu eine kleine Galerie erhalten. Werft einfach mal hier einen Blick rein!

Und was traf ich dort an? Die Leute, die nicht in der Wukang waren, tummelten sich hier. Schade das man es nie so richtig mit einem Foto festhalten kann. Vielleicht schaff ich es wann anders mal – erste Versuche, wenn auch leicht verschwommen – findet Ihr hier – vielleicht lässt es erahnen wie es wirklich ist. Es ist auf jedenfall voll, schon wenn man aus der Bahn raus kommt…Über die Straße rannte ein dicker Strom von Menschenmassen, aber da muss man dann einfach mitschwimmen, sonst ist eh alles verloren. Oben auf der Promenade staute es sich schon an einem der Hauptaufgänge, also huschte ich einen anderen hoch (bin ja nich blöd, gelle :-)). Oben angekommen, machte ich noch ein paar Schnappschüsse von der ehemaligen britischen Konzession und lief dann Richtung Waibaidu Brücke. Diese wurde im Übrigen von Engländern gebaut und ist die einzige Brücke in Shanghai, die noch aus dieser Stahlkonstruktion im Fachwerk-Stil gebaut, erhalten ist. Sie wurde 1908 gebaut, ist also schon etwas betagter. Und da sie abends, wie vieles anderes, beleuchtet ist, herrschte auch hier großer Andrang. Zudem zählen der Bund sowie die Brücke zu den Top-Locations für Hochzeitsfotos. Und es waren wirklich sehr sehr sehr viele Paare unterwegs.

Ein paar habe ich gleich mitfotografiert – anders als vielleicht in Deutschland, ist hier ein rotes Hochzeitskleid traditionell. Aber ich habe auch ein grünes entdeckt. 🙂
Rot steht hier für Glück, vielleicht aber auch führ Fahnentreue…Haha…

Neben den Brautpaaren habe ich aber natürlich auch die Brücke fotografiert. Aber wie bei so vielen Sachen, sollte man sich sowas dann unbedingt auch mal unter der Woche antun, da die Menschenmassen dann in der Regel nicht da sind. Heute war aber zumindest vorfühlen, ob es das überhaupt wert ist. Schön ist´s schon, oder?

Nun, das war der heutige Tag. Mein Schrittzähler sagt knapp 13km Fußweg heute. Mal schauen, was morgen anliegt.

Gute Nacht
Das Beatchen


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Eine Antwort zu „Multikulti”.

  1. Avatar von sieguschando
    sieguschando

    Hallo Beatchen,da sind mal wieder tolle, tolle Bilder dabei, einige haben Star-potential, wirklich schööööön!! sehr schöööön!

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