Etappe 7 – Von Nußdorf nach Waldkraiburg

Heute stand die längste Etappe auf dem Plan. Es ging auf über 80 Kilometern durch das bayrische Voralpenland, zu dumm das mir das nicht bekannt war. Ich war so blauäugig und dachte es geht so gemütlich weiter wie auf den letzten Etappen, immer schön auf dem Damm lang.

Aber schon nach Rosenheim (also nach etwa 20 Kilometern) war das vorbei und die ersten Hügel standen an. Ab da ging es immer gemässigt hoch und runter bis ich nach gut 50 Kilometern Wasserburgen erreichte. Normalerweise bin ich jetzt auf den letzten Resten des Weges aber heute sollte es nochmal richtig los gehen.

Ab Wasserburgen (übrigens eine super Altstadt umspült vom Inn) ging es richtig fiese Berge hoch und runter und das bei meist richtig schlechten Wegen. Wo in Österreich die meisten Wege asphaltiert sind oder mit schön festgewalztem Splitt sind sieht das in Bayern ganz anders aus. Hier sind eigentlich nur Straßen asphaltiert, Radwege sind entweder aus Dreck/Schlamm oder noch viel schlimmer aus losem, relativ großem und rundem Schotter. Mit einem Rennrad könnte man da gar nicht fahren. Selbst ich mit meinen relativ breiten und profilierten Reifen rutsche wild darauf rum. Wirklich gefährlich zu fahren, und wenn mal nen Traktor entgegen kommt sieht man durch den Staub 2 Minuten lang nix… Hier sollte sich Bayern echt an Österreich ein Vorbild nehmen die den Fahrradtourimus voll für sich entdeckt haben.

Ansonsten hatte die Etappe aber auch neben der tollen Landschaft vorallem heute mit vielen unterschiedlichen Gerüchen zu überzeugen gewusst. Ob die vielen Blumen in den Innauen, frisch gemähtes Gras, Heu, frisch geerntete Getreidefelder mit dem typischen Geruch nach Stroh oder frisch gefälltes Holz im Wald – immer lag ein angenehmer Duft in der Luft. Manchmal natürlich auch Kuh-, Schwein-, Huhn- oder Pferdekacke aber naja wir sind halt im Land der Landwirtschaft – aber ich bins ja gewöhnt 😉

Das Wetter heute war perfekt, um die 25 Grad, kaum Wind und kein Regen – so könnte es bleiben. Und nun falle ich gut gebräunt und echt geschafft von der schweren Etappe müde in die Heia.

Aber vorher noch die Bilder des Tages.

Morgen geht es auf etwa 65 Kilometern bis nach Burghausen. Die Etappe scheint wieder etwas flacher zu sein und so wird auch ein Abstecher unterwegs zum Pilgerort Altöttingen drin sein und nun bleibt nur noch eins zu sagen: Immer Wacker bleiben.

PS: Wer es net versteht hat keine Ahnung von Fußball 😉


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