Hellau und Juhu,
ich hatte ja um Weihnachten bereits von Deutschland aus ein Auto angemietet. Am letzten Freitag war es dann endlich soweit! Mit ein paar Klamotten in der Tasche und Linda im Gepäck holten wir unser Gefährt mitten in der Innenstadt von Sydney ab. Und nicht dass Ihr glaub man bekommt eine Einweisung – es war übrigens ein Nissan Pulsar 🙂 Also rinn ins Gefährt und ab ging die wilde Luzi. Zuerst musst ich mich aber mal an das Automatikgetriebe gewöhnen, dann an die linke Straßenseite und dann daran, nicht dauernd den Scheibenwischer anzumachen – der Blinker ist nämlich rechts vom Lenker…nachdem wir uns zuerrecht gefummelt hatten ging es also erstmal auf die Autobahn…. max-Geschwindigkeit: 110 km/h…..Da lobt man sich doch das deutsche Autobahnnetz 🙂
Blue Mountains / Grand Pacific Drive
Erste Station waren die Blue Mountains wo uns der erste Weg zur Touristeninformation führte und wir uns einige der Broschüren mitnahmen. Als erstes wollten wir zu den Wentworth Falls (Wasserfällen), wo man einen guten Ausblick genießen konnte. Vorher machten wir aber noch so ein paar Abstecher in den Busch. Ohne richtiges Navi ist man heute ja gar nicht mehr im Stande zu navigieren. Aber wir haben es dennoch geschafft. Endlich beim Wasserfall angekommen, entpuppte sich dieser als relativ wasserarm. Jedenfalls wirkte es so. Natürlich haben wir die Aussicht dennoch wirken lassen und einige Schnappschüsse durften natürlich auch nicht fehlen. Dennoch ging die wilde Fahrt weiter Richtung Katoomba wo wir uns eine Felsformation namens „Three Sisters“ anschauen wollten. Auch hier machten wir noch einen Abstecher zu den Gordon Falls, die aber ebenfalls recht wenig Wasser mitbrachten. Die „Drei Schwestern“ fanden wir dann aber relativ schnell. Ein kurzer Fußmarsch und vorbei an vielen anderen Touris genossen wir einen Blick auf diese Felsformation. Ein Stückchen weiter fanden wir noch einen weiteren Ausguck, den Cahills Lookout. Den namen wir natürlich bereitwillig mit. Da uns leider etwas die Zeit entglitt haben wir uns soweit abgesprochen, dass wir aus dem Landesinneren wieder Richtung Küste wollten und das taten wir dann auch. Eher durch Zufall stießen wir am Wegesrand noch auf einen Hinduistischen Tempel (Sri Venkateswara Tempel). Leider konnten wir diesen nur von außen betrachten, aber in der ersten Abenddämmerung sah dieser wirklich großartig aus. Weiter ging es also Richtung Grand Pacific Drive. Die Strecke dieser Route ist ca. 145 km und beginnt kurz hinter Sydney und geht in südliche Richtung bis nach Narowa. Mit flinken Hufen versuchten wir noch einen Strand zu finden, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Das schafften wir auch und machten einen Zwischenstopp am Stanwell Park. Die aufbrausende See, ein paar Angler, kreischende Möwen und die letzten Surfer im Wasser fanden wir vor. Wir knallten uns in den Sand und schauten zu, wie die Sonne hinter den Bergen verschwand und den Himmel in ein leichtes rosa tauchte. Nun hieß es uns auf die schnelle noch ein Zimmer für eine Nacht zu suchen und wir hatten Glück. Das erste Motel welches wir fanden hatte noch genau ein Zimmer. Wie gemacht für uns. Wir schlugen zu, packten die Sachen ins Zimmer und liefen noch ins „Dorf“-innere wo in einer noch gut belebten Bar ein ordentliches Bierchen auf uns wartete. Da es so günstig war und in der Bar ein Bübchen Musik machte, wurden es ein paar Bier mehr 🙂 Leicht angetüdelten trottelten wir dann zu unserer Unterkunft, nachdem die Bar geschlossen wurde.
Hier die Bilder des ersten Tages!
Grand Pacific Drive
Am nächsten Morgen plünderten wir unser am Vorabend gekauftes Toastbrot und die Vorräte im Schrank der Unterkunft. Sogar Milch hatten wir. Jamjam. Gut gestärkt ging es nun also nochmal Richtung Norden, um über die Sea Cliff Bridge zu laufen. Diese ist noch recht jung, wurde nämlich erst 2005 in Betrieb genommen. Nachdem wir die ca. 4 km gelaufen sind setzen wir uns wieder in unser Vehikel und fuhren Richtung Süden. Dabei machten wir immer mal wieder kurze Stops. Beispielsweise hielten wir in Wollongong an. Dort shoppen wir ein paar Früchte ein und machten noch einige Bilder vom Leuchtturm, der berühmt für Wollongong ist. Am Strand von Windang hat sich Linda einen richtig schönen Sonnenbrand geholt und wir schleppten zwei Tüten voll Muscheln ins Auto. Die Tour führte uns weiter nach Kiama. Nach einem echt leckerem Kuchen im Glas und zwei frisch gemachten Smoothies, einem voll geschlagenem Bauch beim Mexikaner wollten wir uns noch das Blowhole anschauen. Das haben wir dann auch gemacht. Das Blowhole ist eine natürliche Laune der Natur. Wie das ganze Aussieht, seht ihr natürlich in den Bildern. Da es aber langsam dunkel wurde, entschlossen wir uns, uns langsam eine Unterkunft für den Abend zu sichern. Vorbei an einigen kleinen Dörfern, dem Seven Miles Beach kamen wir in Narow an. Der Ort in dem der Grand Pacific Drive endet. Aber da es Samstag war und wir mehrere Motels vergeblich abgeklappert hatten sahen wir uns fast schon im Auto schlafen. Aber wir hatten Glück. Auf letzter Minute, die Beleuchtung war bereits aus, fanden wir noch ein MOtel, dass noch ein letztes (hehe) Zimmer frei hatte. Nicht das schönste, aber immerhin eine Unterkunft. Ein Bier umsonst gabs noch oben drauf und so verbrachten wir den Abend vor unserem Zimmer und plauderten.
Die Bilder des Tages findet ihr hier.
Sydney Ahoi
Natürlich hat auch ein Roadtrip irgendwann sein Ende. Am nächsten Morgen planten wir unsere Heimroute. Leider mussten wir das Auto bereits um 16 Uhr zurückbringen und mußten daher leider bspw. den Regenwald ausfallen lassen. Den Seven Miles Beach wollten wir uns jedoch nicht entgehen lassen und machten einen Abstecher dorthin. Das Meer brauste auch hier kräftig. Weiter ging es nach Berkley an den Lake Illawarra. In Berkley gibt es den größten Bhuddistischen Tempel (Nan Tien – chinesischer Bhuddismus) auf der Südhalbkugel. Das durchaus bunte Treiben wollten wir uns natürlich als Abschluss noch anschauen. Neben der 9-stöckigen Pagode sahen wir uns sowohl den kleine, als auch den Hauptschrein an. Am Glücksbaum versuchten wir uns auch – hoffen wir also dass unsere Wünsche in Erfüllung gehen!
Nachdem wir den Tempel besichtigt hatten ging es zurück Richtung Sydney und Autovermietung. Alles in Allem war es ein lohnenswerter und wirklich schöner Trip, aber anstrengend war es auch!
Die Bilder des Tages findet ihr hier.









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