Heute war unser erster richtige Tag in Lissabon, und natürlich wollten wir so viel wie möglich von der Stadt sehen. Also ging es früh raus. Unser erstes Ziel sollte etwas Kultur sein – das Museu Calouste Gulbenkian. Dazu wanderten wir vom Hotel durch den Parque Eduardo VII Richtung Norden. In dem Museum gibt es alle möglichen Kunstgegenstände, ob Vasen oder Skulpturen aus Ägypten um 2500 vor Christus, Münzen aus dem alten Griechenland, Teppiche aus dem Orient, Mingvasen aus China oder Kunstwerke von Rembrandt oder Rubens. Die Sammlung stammt von einem reichen Portugiesen, Calouste Gulbenkian, der mit seinem Tod seine Sammlung dem portugiesischen Staat vermachte. Hier hatten wir auch mal etwas Glück diesen Urlaub – der Eintritt war heute frei (nachdem uns ja diesen Urlaub eine kleine Pechsträhne verfolgte).
Danach ging es mit der Metro ins Zentrum, das erste Ziel war der Restauradores, ein großer Platz mit einer Statue. Doch direkt am Ausgang der Metro stießen wir auf eine der berühmten Bergbahnen von Lissabon, kleine Straßenbahnen die sehr steile Berge hoch und wieder runter fahren. Die mussten wir direkt ausprobieren und fanden so den ersten schönen Aussichtspunkt über die ganze Stadt. Runter ging es zu Fuß, noch waren wir ja fit und es war noch nicht zu heiß.
Über 2 weiter große Plätze, den Rossio und Figueira ging es weiter Richtung Baixa, einen der Mittelpunkte von Lissabons Leben mit vielen Geschäften, Restaurants und Bars. Das Viertel entstand komplett neu nachdem fast ganz Lissabon von einem Erdbeben im Jahr 1755 zerstört wurde. Am südlichen Ende der Braixa befindet sich der Pracia de Commercio, welcher an den Tejo grenzt, dem größten Fluss der iberischen Halbinsel. Von hier aus starteten Seefahrer wie Vasco da Gama ihre Reisen um die ganze Welt und machten so Portugal zu einem Weltreich zu dessen Kolonien z.B. Brasilien, große Teile Afrikas bis hin zu Teilen von Indien und China gehörten.
Danach ging es mal wieder bergauf – zum Museu Arqueologico do Carmo. Leider war es heute geschlossen aber auch so ist die Kirchenruine sehr beeindruckend. Nur ein paar Außenwände und ein paar Bögen überstanden das Erdbeben von 1755 – so mahnt die Ruine hoch über der Stadt an die schlimmen Ereignisse.
Mittlerweile waren wir ganz schön geschafft, eine kleine Stärkung in einem Cafe an einem Aussichtspunkt nahe der Ruine gab uns neue Energie. Also ging es weiter zurück in die Braixa von wo wir eine Tram durch die ganze Südstadt nahmen. Die Tram ist eine über 100 Jahre alte Straßenbahn die steile Anstiege und starke Kurven bewältigen kann. So fuhren wir an der Kathedrale, der Festung und einigen andren tollen Gebäuden vorbei die wir teilweise noch genauer die Tage anschauen wollen, aber auch ein paar sehr verkommene Straßenzüge und Ecken lagen auf dem Weg. Nach einer kurzen Fahrt mit einem TukTuk (ein Kreuzung zwischen Rikscha und Moped) gingen wir dann gepflegt beim Iren essen (der letzte Urlaub lässt grüßen). Dann ging es problemlos mit der Metro zurück zum Hotel. Ein langer aber interessanter Tag endet so und wir sind gespannt was wir morgen noch alles so anstellen können.
Und hier die Bilder.









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